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Ich bräuchte mal euren Rat


Zitat:
am 16.12.2009 um 21:52 schrieb joerg1:
Da ich keine schwarzen Ränder haben wollte, habe ich mich für Zirkon entschieden. Es soll so echt wie möglich aussehen.
....
Ich bin kein Fachmann im Dentalbereich, ich möchte nur ein schönes, nicht rausnehmbares Gebiss haben, in weiss. Und das soll halten, wenns geht 10 Jahre oder länger.


Erstens:
Gordon Christensen, der Oberguru für festen Zahnersatz in den USA, Anfang Dezember dieses Jahres, sinngemäß in einem Vortrag:
Metallkeramikkronen halten 10 Jahre, aber nach 5 Jahren sehen sie nicht mehr gut aus. (Ränder sowie Farbe insbesondere in Relatioin zu natürlichen Nachbarzähnen).
Metallkeramik hält aber besser als Vollkeramik und Zirkon, vorallem wenn die Belastung hoch ist. Zirkon ist ausserdem schwächer als Metall und erfordert damit höhere Materialquerschnitte.
Metallkeramik wird noch einige Jahre für viele Fälle besser als Zirkon sein.
Vollmetall läßt sich kaum noch jemand machen - ausser Zahnärzte natürlich, die wissen das in sachen Haltbarkeit und Zahnfreundlichkeit nichts über eine Teilkrone oder notfalls auch Vollkrone aus Metall geht, auch wenn sie nicht so gut aussieht.
Interessant war noch das Kunsstoffverblendungen und Kronen aus Kunsstoff (Belleglas und ähnliches) ebenfalls kaum noch vorkämen, obwohl sie zumindest bei Bruxismus die bessere Lösung wären.

Ein anderer Guru zum Thema Ästhetik von Kronen und Brücken: Glauben sie bloß nicht diese super aussehenden Kronen und Brücken die sie in den Fortbildungen sehen würden immer im ersten Anlauf gelingen. Oft sind solche Kronen erst im zweiten oder dritten Anlauf gelungen.

Zweitens:
Ich stand diese Woche vor einem Fall, der erstens vermutlich knirscht und wo durch ein saures Medikament fast alle Zähne so geschädigt worden sind, dass man sie eigentlich überkronen sollte.
Mein Vorschlag für den Patienten - also wenn ich morgen mit ihren Zähnen aufwachenen würde - würde ich erst mal alle Zähne mit Füllungkunststoff rekonstruieren lassen und dann mal abwarten. Kronen wären zwar sicher die übliche Versorgung, aber die haben eben auch erhebliche Nachteile.
Im sichtbaren Bereich sind gute Rekonstruktionen aus Füllungskunststoff meines Erachtens oft die bessere Lösung.

unbedingt Fester Zahnersatz? Als ich einen Frontzahn verloren habe, bin ich drei Wochen mit einer Notprothese herumgelaufen und habe immer wieder überlegt und alle Vor- und Nachteile aller Lösungen bedacht. Geld war eigentlich egal, aber es sollte gut aussehen, bequem sein und ich wollte keine Risiken und Folgeschäden für das Restgebiß. Implantat mit Knochenrekonstruktion war mir zu aufwendig. Entschieden habe ich mich für eine herausnehmbare Prothese mit Metallgerüst und Klammern - und bin damit sehr zufrieden (nachdem ich über eine Stunde selber die Prothesen zurechtgeschliffen habe bis sie passte, obwohl sie "Made in Germany" war)
Mein Fazit, zumindst wenn Geld keine Rolle spielt, erst mal mit Füllungskunststoff und bei Lücken mit guten Teilprothesen mit Klammern anfangen (die können sehr gut aussehen und sehr bequem sein - wenn Labor und Zahnarzt sich Mühe geben). Es kann sein dass man damit sehr zufrieden ist. Wenn dass nicht gut genug ist Gezielt mit der Kronen, Brücken oder auch Implantaten nachbessern.
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Zitat:
am 17.12.2009 um 23:02 schrieb Gipskoch:

Kleiner Tipp am Rande.

Nehmen Sie die Zahnseide nicht ernst. Sie ist Extremist und würde einem 8 Jährigen bei Milchzahnverlust am liebsten eine Klammerprothese verpassen.



... und außerdem, wie man immer wieder zwischen den Zeilen lesen kann, hackt die eine Krähe der anderen kein Auge aus!

Hallo Jörg,
in Deinem Fall scheint so alles falsch gelaufen zu sein. Von den "naja"- Leistungen des Billiglabors mal abgesehen betrachte ich laut Deinen Aussagen vor allem den Behandler als höchst unseriösen Zeitgenossen. Ich sag nur mit Randspalt zementieren wollen, nach dem Motto- das wird schon, aber die Hand schon kräftig aufgehalten!
Mein Rat: auf gar keinen Fall zementieren lassen sondern Krankekasse sowie Gutachter (auch hier immer wieder das Dilemma der zahlenden: Auch die sind ab und zu "Krähen") einschalten, Geld zurück holen, woanders hingehen.
Hierzu solltest Du den Tipp beherzigen, ein (ruhig etwas größeres) Labor aufsuchen, Situation schildern und guten Behandler empfehlen lassen.
Alles Gute und trotzdem schöne Feiertage!
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...see u later, articulator...
Wenn die Arbeit nicht passt kann sie nicht eingesetzt werden ! Wenn der Patient mit der Ästhetik überhaupt nicht einverstanden ist wird auch nichts fest eingesetzt ! Der Behandler hat sich in jeden Fall um eine Neuanfertigung zu kümmern ! Ansonsten gibt es nur den Weg zur Krankenkasse und Gutachter, wie es die Kollegen vor mir beschrieben haben.

Viel Glück / ZTN

zu Zahnseide : Ein ZA der wegen eines fehlenden Frontzahnes als Dauerlösung Klammermodellguß wählt ?
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Zahntechnik = manchmal aus Kacke Bonbon`s machen
Hallo,

wollt bloß nochmal ausdrücklich sagen, das man die Arbeit nicht zementieren lassen darf. Ansonsten geht in der Regel nichts mehr. Habe schon einige Male von derartigen Problemen mitgekriegt und das Ergebniß war immer das gleiche nämlich das es weder Geld noch neue Arbeit gab. Gutachter sind in meinen Augen die größten Verbrecher. Den wie hier schon erwähnt die eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

In diesem Sinne schöne Weihnachten und erholt Euch gut von den Krähen.
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Hallo,

als deutscher Zahntechnikermeister, selbsständig seit 1992 , welcher auch seit ca. 5 Jahren Zahnersatz im Ausland teilfertigen läßt kann ich dazu nur folgendes sagen. Wenn alles so stimmt dann handelt es sich sowohl beim Zahnarzt wie auch beim Labor um absolute unseriöse Partner.

Aber eigentlich ist ja doch Garantie auf dem Zahnersatz(wir bei hello-dent geben 5 Jahre!!)
Ich würde die Sache auch von den entsprechenden Schiedsstellen begutachten lassen und auf rückgabe meines Geldes und auf neuanfertigung bestehen...
Schade das soetwas vorkommt. Aber sicher nicht nur bei Auslandszahnersatz!!
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Zitat:
am 16.12.2009 um 21:52 schrieb joerg1:

Ich denke es ist eine grosse Arbeit bzw 1 Stück (verblockt) , weil die vorhandenen Stümpfe nicht mehr viel hergeben und ich brauchte dringend Kronen.
Da ich keine schwarzen Ränder haben wollte, habe ich mich für Zirkon entschieden. Es soll so echt wie möglich aussehen.

Das 52% der Zirkonbrücken schon nach einem Jahr Schäden haben ist ja Scheisse.

Ich bin kein Fachmann im Dentalbereich, ich möchte nur ein schönes, nicht rausnehmbares Gebiss haben, in weiss. Und das soll halten, wenns geht 10 Jahre oder länger.


Hallo Joerg,

und wie war dein Termin gestern?
Obwohl es sehr viel Text zu lesen war - ich habe mich gerade köstlich amüsiert ... tja, die Dentalbranche image

Meine Kollegen haben dir ja schon ausreichend Tipps gegeben, ich will nur noch ein paar Punkte verdeutlichen:

1. Die Qualität des Zahnersatzes, sowohl was Perfektion und Ästhetik anbelangt, ist in erster Linie von dem Techniker, welcher den Zahnersatz fertigt abhängig! Egal, ob Praxislabor oder gewerbliches Labor, in beiden Fällen gibt es solche und solche ...
Auslandszahnersatz würde ich persönlich mir nie einsetzen lassen, wenn aber keine anderen finanziellen Möglichkeiten bestehen, ist es nätürlich besser als keine Zähne, doch auch da gibt es Unterschiede. Bei Auslandszahnersatz wäre noch darauf zu achten, dass der Zahnarzt die Differenz zum Billigzahnersatz gegenüber deutschen Zahnersatz nicht auf seine Privatleistungen draufschlägt, da dort genügend Spielraum vorhanden ist.

2. Im Prinzip gilt dasselbe für eine Zahnarztpraxis: Die Qualität der Arbeit, bzw. Behandlung, ist von Können und dem Ethikbewusstsein des Zahnarztes abhängig ...

3. Ich habe einer Patientin mit schlechtem Restgebiß auch schon eine 12-gliedrige Zirkonbrücke gefertigt. Auch mit Anhänger. Nach fast zweijähriger Tragezeit ist noch nichts abgeplatzt. Auch bei allen unseren anderen Arbeiten nicht. Würde dies der fall sein, würden wir gemeinsam mit dem Patient, je nach Situation, nach einer für alle befriedigenden Lösung suchen. Würde das Verschulden eindeutig bei uns liegen, würden wir selbstverständlich auf unsere Kosten eine neue Arbeit fertigen und froh sein, wenn der Patient uns die Belastung für ihn verzeiht.
Falscher Biß und die daraus resultierenden Absplitterungen (und/oder schlechtes Material) liegen eindeutig im Verschulden des Behandlers.

4. Egal, wie auch immer: Wenn dir die Arbeit nicht gefällt - auf keinen Fall einsetzen lassen!!!

5. Nicht in allen Fällen ist es möglich den alten Scan wiederzuverwenden!

6. Lieber nochmal auf die Weihnachtsgans verzichten - dafür jetzt in den sauren Apfel beißen, allen Beteiligten eine neue Chance geben (die Techniker sind nach Dreikönige wieder gut erholt image ), damit du dich die nächsten 10 Jahre über eine tolle Arbeit freuen kannst.

Trotz allen Ärgers wünsche ich dir ein besinnliches Fest
dentina

P.S. Und schilder mal, wie es dir gestern ergangen ist.
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Wèishéme nánrén bùnéng cōngmíng he shuai de? -Ránhòu tāmen jiāng shì nurén!

Hallo ihr lieben!

So ging die Story weiter…

Fyi: Das wird ein sehr, sehr langer Text! Ich hoffe, Ihr werdet mich nicht alle für mehr als dämlich halten ,wenn ich Euch nun folgendes schildern werde…

Nachdem damals auch die zweite Blockkrone nach nur wenigen Wochen kaputt ging (in der Mitte und an den Freiendbrücken, sahen schon fast wie Sollbruchstellen aus) , sagte er zu mir „Hier, weil so vieles schiefgegangen ist, werde ich dir Implantate setzen."

- Fand ich super; Wollte schon vor den Blockkronen Implantate haben, aber er meinte damals, dass die Blockkrone mit den Freiendbrücken definitiv ausreichen würden. Auch hätte ich nicht das Geld dafür gehabt. Er wollte die Kosten der Kronen übernehmen, ich sollte den Knochenaufbau und die Implantate zahlen (in Raten)

- Er fing damals aber nicht direkt mit der Arbeit an, sondern sagte mir, dass er erst ab April 2011, aufgrund irgendwelcher krankenkassen-technischen Regelungen(?) anfangen könne <— um ehrlich zu sein, habe ich bis heute nicht verstanden, warum und weshalb….wegen neuem Fiskusjahr? <-- ich weiß, dass dies ziemlich dämlich meinerseits wirkt, aber ich hatte damals, neben der Tatsache, das ich arbeitslos wurde, noch weitere Baustellen, kam noch halbwegs mit der Blockkrone klar und wartete eben...

- Doch es ging damals nicht im April los, sondern erst gen Ende 2011. Zunächst sollte zunächst ein Sinuslift im OK, auf beiden Seiten, durchgeführt werden. Leider wurde ich damals kein Stück darüber aufgeklärt, was es da alles an Möglickeiten gibt wie zB autologen Knochen zu nehmen, oder Bio-Oss etc.… Er meinte damals nur es sei „Routine", keine großartigen Schmerzen. 

Heisst: Ich wusste nur „der Knochen im OK wird angehoben, scheint wohl keine große Aktion zu sein...Okay.“ Erst am Tag der Op sagte er mir, das es ein größerer Eingriff als das Setzen von Implantaten sei. Er wendete die Schneider´sche Membran-Technik" an.

- ich bekam ich zwei Dormicum Tabletten und danach(!) wurde mir einen Vertrag vorgesetzt, in welchem stand, dass es auch Komplikationen geben könne, z.B. während/nach der Op.“ <— ich war schon ziemlich benebelt als ich das Ding las.

Da er sich insgesamt sehr kulant zeigte und sich für die zuvor geschehenen Abläufe mehr oder weniger entschuldigte, vertraute ich Idiot ihm und unterschrieb.

- Während der Op - ich war zwar durch das Dormicum etwas benebelt, bekam aber alles mit - müssen ihm wohl Fehler unterlaufen sein. Es war irgendwas mit der „Membran“ passiert - auf beiden Seiten des Oberkiefers. Er überlegte mit seiner Assistentin hin und her die Op abzubrechen, entschied sich aber weiter zu machen. Auch wirkten seine Hände daraufhin leicht zittrig auf mich…

Kleine, wichtige Anmerkung an dieser Stelle: Ich bekam damals, Anfang 2009, von einem Moment auf den anderen einen Tinnitus (rechtes Ohr sehr stark, links etwas leiser.) Hab damals so ziemlich jede Tinnitus-Therapie gemacht (selbst an der Studie im Forschungszentrum in Jülich teilgenommen -> Tinnitus-Stimulator -> kam auch in die richtige Gruppe, aber auch das brachte nichts.)

Während der Sinuslift-Op, als da irgendwas mit der Membran war und er hin und her überlegte, entschied er sich weiterzumachen und stopfte mir „NanoBone“, vermischt mit etwas Bohrmehl, in den Kiefer.

Das Interessante: während er das Zeug reinstopfte, verschwand plötzlich der Tinnitus! Also komplett! Ich versuchte mich durch Klopfen gegen den Monitor bemerkbar zu machen. Leider gelang es mir nicht, ihm das mit dem Tinnitus klarzumachen.

Also saß ich da und hoffte und hoffte. Er verteilte das Zeug und der Tinnitus kam wieder, ging weg, kam wieder etc.

Dasselbe Spiel auch auf der linken Seite…

Erst nach der Op konnte ich ihm mitteilen, dass dieses Stopfen bzw der Knochenaufbau den Tinnitus beeinflusste. Für mich war diese Erkenntnis, dass es etwas mit meinem Kiefer bzw Knochen zu tun hat, so dermaßen großartig.

Hatte ich doch zuvor so ziemlich jede (Scheiss) Tinnitus-Therapie durch und keiner wusste mir zu helfen.

Zu dem Zeitpunkt switchte es immer hin und her. Tinnitus war da, ging weg, war da, ging weg etc.

Er meinte daraufhin nur „Achso…Das wusste ich nicht. Machen Sie sich keine Sorgen! Das NanoBone verteilt sich jetzt noch etwas. Sie dürfen ab jetzt für ein paar Wochen nicht durch die Nase atmen! Auch nicht schnäuzen!

Gesagt, getan.

Da man mir kein Datum nannte, ich auch nicht kontaktiert wurde bzgl des "nicht durch die Nase atmen", rief ich dort an und man gab mir ein volles "go." Ich hatte bis dahin immer Taschentücher, zusammengerollt, in die Nase gestopft, um nicht durch die Nase zu atmen. War ziemlich ätzend, aber ich wollte mich an jede Regel halten.

Naja, Ich nahm die Dinger raus, meine Nase war regelrecht verstopft und schnäuzte mir halt die Nase. Zunächst nur leicht.

Tjo..aus meiner Nase kamen etliche, winzige Knochenstücke raus und ziemlich dicke, sehr lange, eklige Blutfäden, die aus meiner Nase hingen/hängten. In der Praxis angerufen -> sei alles normal, ich könne ruhig die Blutfäden aus der Nase ziehen.

Als ich das tat, wirkte es so, als wären jenige noch irgendwo fest in meinen Nebenhöhlen (oder gar Kieferhöhle?) mit irgendwas (wahrscheinlich dem Op-Gebiet) verbunden. Als ich die rauszog schmerzte es auch gehörig im Innern.

Bei jedem Schnäuzen kamen diese Knochenstücke und Blut raus…Bin daraufhin mit ein paar Exemplaren in die Praxis. Wurde aber halb ignoriert bzw gesagt, dass das normal sei.

Nun ja…

Nach ca. 3 Monaten waren die Implantate dran. (Falls Interesse bestehen sollte; Ich habe den kompletten Ablauf, inkl. Röntgen/CT-Bilder als .pdf) Er bohrte mir auf 1-4 und auf 1-7 jeweils ein Camlog Implantat rein. Das auf 1-7 drehte durch -> also bekam keinen Halt. Er murmelte  „das NanoBone ist noch wie Knete…“ vor sich hin. Daraufhin nahm er ein dickeres Implantat, welches er auf 1-7 reinbohrte. Dieses hielt auch.

Auf der anderen Seite setzte er mir ein Implantat auf 2-7 rein und wollte auch direkt eins auf 2-5 setzen. Bei letzterem hatte ich, trotz Betäubung, enorme Schmerzen. Er vertagte die Implantation von 2-5 auf eine weitere Woche. Die Woche darauf versuchte er es nochmal auf 2-5, klappte ohne Schmerzen, aber es wirkte seltsam auf mich, denn das Implantat war innerhalb von 2 Sekunden reingebohrt. Also quasi so, als würde ich eine Schraube in eine sehr dünne Holzwand schrauben….

Nach ca. 2 Wochen waren die Implantate eingewachsen (also über allen Implantaten war schon Schleimhaut drüber und man konnte jenige nur noch schwer im Spiegel sehen) Ich weiß nicht genau wann, aber nach ca. 2 Monaten sollte ich in die Praxis. Er war total begeistert, dass die Implantate so gut von der Schleimhaut verdeckt seien. Er bohrte die Implantate frei und fertigte Alginatabdrücke an.

Tjo...was soll ich sagen….In der entnommenen Masse klebte das komplette Implantat von 1-7

(während dieser ganzen Zeit trug ich eine provisorische Prothese, mit der ich überhaupt nicht zurecht kam)

Der Arzt ging dann hin, nahm eine sehr dicke und kurze Schraube (sieht auf den Röntgenbildern jedenfalls so aus) und borhte sie mir einfach so auf 1-7 rein. Ich hatte danach das Gefühl als könne mir jeden Augenblick mein ganzer Oberkiefer um die Ohren fliegen; So viel Druck war auf dieser Stelle bzw dem ganzen Kiefer…Auch schraubte er mir den fertigen Aufsatz für das Implatat direkt auf jeniges von 1-7 

Er puhlte ein großes Loch in die provisorische Prothese, damit dieser Aufsatz darin Platz hatte.

Da so eine Prothese ja nie komplett statisch im Mund ist, kam sie beim Kauen immer wieder gegen das Implantat 1-7 (ich habe diese Prothese immer noch und man sieht richtige Rissstellen an diesem „Loch“) Wenn ich morgens beim Zähneputzen leicht um das Implantat 1-7 ging, spürte ich richtig wie es krisselte.  

Rief wieder in der Praxis an -> es sei alles „Okay.“

Laut den Röntgenbildern hatte dieses Implantat 1-7 ganze 11 Tage Zeit einzuheilen….Am Tag der Eingliederung fragte ich ihn, ob er die Kronen nicht lieber provisorisch festkleben wolle, weil das Implantat auf 1-7 irgendwie nicht festsitzend auf mich wirkte.

Er rüttelte dran rum , ich meinte „Hören/Sehen Sie das nicht?! Das krisselt doch richtig! Das sitzt auf keinen Fall fest.“ Er konterte mit „Nein, das bilden Sie sich ein. Das Implantat sitzt definitiv bombenfest. Ich werde das jetzt alles direkt fest verkleben (mit „be-fix“ oder wie auch immer dieser Plastikkleber heisst, der mit dem blauen (UV?) Licht hart wird) 

Ich Idiot glaubte ihm….es sah alles ganz toll aus und auch der Tinnitus war fast verschwunden bzw ging um ca. 80% zurück.

Er versprach mir zudem mir im UK, bei den verkorksten Kronen, kostenlos Implantate und neue Kronen zu setzen; Ebenfalls aufgrund der vorherigen Probleme bei den Blockkronen. Ich weiß nicht wieso, aber ich Idiot vertraute dem Arzt so sehr, dass ich für ihn die Hände ins Feuer gelegt hätte. <— und das obwohl es zuvor bei beiden Blockkronen so viele Probleme gab…

Ich kann offenbar keine besonders helle Leuchte sein...

Situation war zu dem Zeitpunkt ca. Mitte 2012 wie folgt:

 

Einzelkronen von 1-1 bis 1-3 , 2-1 bis 2-3

Krone mit den Implantaten verbunden: 2-5 + 2-7 mit Freiendbrücke auf 2-4 (also quasi ein einziger Kronenblock (4 Zähne) mit einer Freiendbrücke nach vorne gehend. 

Auf der anderen Seite 1-4 ein Kronenblock verbunden mit 1-7

 

Bereits nach einer Woche hatte ich das Gefühl als sei das Implantat auf 1-7 lose und würde nur durch das Implantat 1-4 getragen. Jetzt, im Nachhinein, kann ich Euch gar nicht sagen wie oft ich in dieser Scheiss Praxis war. Ich glaube kaum, das es jemanden gibt, der in den letzten 6-7 Jahren öfter beim Zahnarzt war als ich…Bei jedem Besuch rüttelte der Zahnarzt immer nur an den Implantaten bzw an den Kronen rum und meinte „Nö, ist alles sehr gut verheilt. Auch hat sich das Zahnfleisch um die echten Zähne, als auch Implantate, sehr schön gebildet.“

Es sah auch wirklich alles verflucht gut aus. Nur hatte ich eben das Gefühl als wäre das eine Implantat locker…

Als ich dann - ca. 2 Monate nach der Eingliederung - abends im Restaurant ein einfaches Pastagericht aß (Penne mit Hähnchen und Tomaten + Soße, ergo nichts hartes) knackste es plötzlich ziemlich laut. Wir saßen draußen im Biergarten des Restaurants. ALLE Gäste schauten zu uns/mir rüber. Ich selbst hatte dieses laute Knacksen natürlich auch vernormmen, doch da es so laut war, war ich mir nicht wirklich sicher, ob ich die Ursache dafür sei und schaute mich selbst erst mal um, tastete aber währenddessen jeden Zahn/Implantat im Mund ab.

Als ich merkte, dass mich alle anschauten, drehte ich mich um, aber hinter mir war nur eine Wand..Ergo kam das Geräusch von mir bzw meinem Kiefer. Die Angst wurde plötzlich sehr groß! Ich hatte zwar keine Schmerzen, aber seitdem bemerkte ich eine regelrechte Hebelwirkung von 2-7 bis 2-4 (eine einzige Krone, die auf beiden Implis war und eben die Freiendbrücke auf 2-4)

Es war so, als würde der ganze „Block“ beim Kauen nach innen-links springen und nach Kauentlastung wieder in die Originalposition zurückspringen.

Bin sofort in die Praxis.

Zahnarzt rüttelte dran rum, konnte „nichts“ feststellen. Ich selbst bemerkte bei seinen Rütteldiagnosen auch nichts, außer eben auf der rechten Seite beim Impli 1-7

Ich bin sogar mal mit einem Tic-Tac in die Praxis, habs direkt unter 1-7 und 4-7 gelegt und leicht kaudruck ausgeübt und meinte „Sehen Sie das?! Das Implantat geht leicht nach oben!! Das ist definitiv locker, oder gar lose!“

Er meinte jedesmal, auch was die Hebelwirkung auf der anderen Seite betraf, dass es an den Kronen daneben liegen könne, da die manchmal „etwas Spiel“ hätten. Laut ihm war immer alles in Ordnung.

Das Problem: wenn man einem Arzt vertraut, nimmt man seine Aussagen als Patient für bare Münze…

Und ich Depp hab ihm vertraut. Schließlich war er doch so kulant und immer hilfsbereit...

Nun ja….parallel durfte ich mich in meiner Wohnung mit einen ziemlich derben Wasserschaden, verursacht durch meine Nachbarin über mir, herumschlagen, dazu wurden meine Rücken/Nacken/Kiefermuskelprobleme immer schlimmer und ich war zudem auch noch arbeitslos und pleite. Hatte also Baustellen ohne Ende…

Mein Zahnarzt sagte mir mal, dass ich immer zu ihm kommen solle wenn etwas sei und nicht zu einem anderen Zahnarzt gehen solle, da sonst die Garantie verfallen würde. Jepp, auch das habe ich Idiot ihm geglaubt. Er hatte es so ausgelegt, das ein anderer Zahnarzt etwas beschädigen könne und man im Falle eines Falles dann nicht sicher gehen könne, wer denn jetzt was verbockt hätte….und ja, ich Idiot hab ihm das abgenommen…

Gegen Ende 2012 meinte er, dass das Impli 1-7 leicht entzündet sein könne und verschrieb mir unzählige male das Antibiotikum Clyndamycin + Ibus und Tetrazepam gegen die Kiefermuskelschmerzen…

Die Situation sollte April 2013 so derart eskalieren, dass ich einen sehr derben Erschütterungs/Entzündungsschmerz über dem Gebiet 1-7 hatte/spürte. Ich musste nur mit dem kleinen Finger gegen Kopf tippen um diesen Schmerz zu spüren…Auch wurde ich physich gesehen immer schwächer. Schon nach kurzen Spaziergängen war ich regelrecht K.o.

Das alles kam sehr schleichend und ich bemerkte meine physische Schwäche erst zum Ende hin…

Auch konnte ich kaum noch durch die Nase atmen. Nachts wachte ich mit Panikattacken auf, weil irgendwas in den Nebenhöhlen tierisch verstopft war. Also nicht so, als hätte man Schnupfen und die Nase ist zu, sondern als gäbe es eine regelrechte Blockkade in den Nebenhöhlen.

Auch wurde die Hebelwirkung auf 2-4 immer schlimmer. Ich hatte das Gefühl, als könne ich den kompletten Kronenblock hin und her schieben.

Und auch der Tinnitus wurde wieder laute + auf der rechten Seite äußerst präsent.

Mein Schmerztherapeut schickte mich darauhfin zum HNO, der mich widerum zum Radiologen schickte, zwecks CT. Laut HNO war es ene schwere Entzündung auf der rechten Seite, komplette Nebenhöhle wäre voll und müsste „demnächst“ mal operiert werden. Ich sollte es aber zunächst mit Nasenspülungen und Nasenschleimlösemitteln versuchen.

Das Zeug gekauft und gespült und gespült…Keinen Tag später schniefte ich nach Hundescheisse riechenden Eiter aus und bekam sehr hohes Fieber. Bin noch in derselben Woche zum Zahnarzt. Ich zeigte ihm zunächst nicht die CT-Bilder. Er meinte nach einer Begutachtung des Implis 1-7 „joa…ist noch leicht entzündet. Aber sonst alles okay!“

Daraufhin zeigte ich ihm die CT-Bilder. Er schaute sich nochmals das Implantat an und sagte dann plötzlich „Oh! Warten Sie mal, Sie haben da eine sehr starke Entzündung um das Implantat herum! Das ist so entzündet, das muss sofort entfernt werden.“ <- Periimplantitis...

Er durchtrennte die Krone in der Mitte. Das Implantant 1-7 ploppte nur so raus, gefolgt von gefühlt 200-400ml nach Hudescheisse riechendem Eiter! Das Einzige, was er danach zu seinen Mädels sagte war „macht hier mal überall die Fenster auf!“ <— in der ganzen Praxis roch es nach Eiter….Als er zum nächsten Patienten wollte, fragte ich wie es denn nun auf dieser Seite weiterginge. Er konterte nur mit einem „schauen wir mal“ und war weg.

Man sagte mir noch, ich solle den Rest des Abends noch ordentlich die Nase spülen. Auch ließ er den explantierten Bereich offen bis durch die Nebenhöhlen, damit der Eiter weiter abfließen konnte. Das Fieber ging noch am seben Abend rapide runter und ich fühlte mich auch wieder besser.

Am nächsten Morgen bemerkte ich nach dem Aufwachen jede Menge Krisselzeugs auf der linken Seite (dort, wo Nicht explantiert wurde, nämlich um das Impli 2-5 herum, wo ich besagte Hebelwirkung hatte)

Wieder in die Praxis.

Ab da fing er an mir leicht Vorwürfe zu machen, weil ich die Nasenspülung in beiden Nasenlöchern gemacht hätte. Dadurch hätten die Bakterien auch auf die andere Seite gelangen können. Ich stand nur mit einem großen Fragezeichen da. „Ihr habt mir doch gesagt, dass ich das machen soll!“ 

Ab da war das Vertrauen zu diesem Arzt für mich komplett zerstört.

Ich bin dann zu einem Implantologen bei Münster, fragte zuvor ob er mir helfen wolle. Leider wollte man sich dort nur diesen „seltenen“ Fall anschauen und fotografieren + musste dieses auch bezahlen. Laut ihm lagen die Chancen, dass das jemals hätte halten können, bei weit unter 5%.

Leider wollte er mir nur helfen, wenn ich 15k Euro gehabt hätte.

Bin dann noch zu einem Implantologen der Uniklinik Köln, der sich nur kurz die Röntgenbilder und die CT´s anschaute und der Meinung war, das das niemals hätte halten können. Aber auch er wollte mir natürlich nicht aus Nächstenliebe helfen. 

Laut beiden Ärzten (und vielen weiteren Zahnärzten, die ich danach noch besuchte, in der Hoffnung Hilfe zu bekommen) hätte „mein“ Zahnarzt Implantate dort gesetzt, wo unzureichend Knochenmaterial war. Auch habe er das „NanoBone“ an Stellen platziert, wo es überhaupt, oder kaum eine Blutzufuhr gab und das Zeug somit gar nicht zu echtem Knochen werden könne…

(die Ärzte haben mir auf den CT Bildern jeweils die Stellen gezeigt…) 

Bin daraufhin zu meinem Zahnarzt, konfrontierte ihn mit diesen Infos. Die Situation eskalierte, er wurde sauer, meinte, er könne/wolle mir nicht mehr weiterhelfen und würde mir nun einen Spezialisten empfehlen. Er selbst wollte mir defacto nicht mehr helfen.

Erst gegen Anfang 2014 war er plötzlich wiedert bereit mir alles „neu zu machen.“

Auf Kulanz. Ebenso auch den Unterkiefer.

Ich war so happy, da ich aufgrund des fehlenden Geldes und auch sonstigen Möglichkeiten keine andere Wahl hatte. Auch war ich zu diesem Zeitpunkt insgesamt schon ein nervliches Wrack...

Er explantierte mir im ersten Quartal 2014 das Implantat 2-5 (mit Freiendbrücke 2-4 und Brückenglied 2-6), ließ das auf 2-7 aber drin. 

Ich bekam eine Prothese mit Festhalteklammern für vorne und auch hinten, am eigentlich losen 2-7er Implantat. Warum er an die Prothese Festhalteklammern für das lose 2-7er Implantat nahm…keine Ahnung…Denn, da ja der komplette Block hin und her schiebbar war, Muss das 2-7er Implantat auch lose gewesen sein, logischerweise…

Keine Woche später ploppte das Impli 2-7 beim entnehmen der Prothese raus. Bin mit jenem in die Praxis, er stopfte mir Knochenzement aus einer Tube in das Loch, nähte alles zu und behielt das 2-7er Camlog Impli…

Als ich ihn dann fragte wie es nun weiterginge, kam von ihm nur ein „gar nicht.“

Aufgrund von „Befangenheit“ meinerseits würde es ab diesem Moment keine medizinische Hilfe seitens der Praxis mehr geben. Er hatte sich quasi alle Implantate (bis auf das von 1-4) wieder gekrallt, mir eine Plastikprothese gegeben und mich aus der Praxis geworfen!

Tjo.

Da stand ich nun.

Kein Job. Kein Geld. Keine Zähne mehr. Ich habe die letzten 2,x Jahre versucht mit der Prothese klarzukommen. Ich schaffe es einfach nicht. Ich bekomme ständig Brechreiz, habe einen regelrechten Tick entwickelt (ständiges vor und zurückschieben) und….ja, der Tinnitus ist wieder in seiner vollen Lautstärke da. Und ich nervlich am Ende.

Ihr würdet nicht glauben was ich zum einen alles versucht habe, um a) aus dieser Sitation wieder herauszukommen und b) was gesundheitlich noch alles auf mich zukommen würde….

Jetzt haben wir Mitte 2016, ich habe im Oberkiefe nur noch 5 Frontzähne. Die Prothese zerstörte vor kurzem beim Essen das Impli 1-4 und die Kronen im Unterkiefer sind auch alle im Arsch; Ebenso auch die „Zähne“ darunter.

Die 4 Implantate im Unteriefer (Backenzähne) sitzen nach wie vor seit weit über 10 Jahren bombenfest.

Ich habe in den letzten Monaten mehrmals versucht meiner Krankenkasse klarzumachen was da alles passiert ist und habe den Mitarbeitern auch mal die ganze Situation vor Ort demonstriert (ich sehe mittlerweile wirklich schlimm aus) -> Antwort von denen war „Ach quatsch. Also schlimm sieht das jetzt nicht aus!“ <— ist klar...

Als ich dann nochmals mit Zeugen vorsprechen wollte, wurde ich direkt am Empfang abgewimmelt.

Ich habe daraufhin meine Krankenkasse angeschrieben und gebeten mir einen HKP von der Uniklinik Köln zu bewilligen: Implantat gestützte Vollversorgung mit Sinusbodenelevation aus meinem Beckenkann + eben auch für den UK nach §28, Ausnahmefall.

Die KK schickte mich zu einem Gutachter, der natürlich anderer Meinung ist und ich, einen Monat später, eine Ablehnung meiner KK für eine Implantat gestützte Vollversorgung mit Sinusbodenelevation aus meinem Beckenkamm bekommen habe.

Ich bin mittlerweile wirklich mehr als fertig…

Danke fürs Lesen. Wenn jemand eine Idee hat, was ich machen kann….please shoot

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Danke für die auführlichen Antworten, diese haben mir auch geholfen

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