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Eingliederung von Zahnersatz durch Zahntechniker

Wann dürfen wir endlich für Zahnersatz abformen und Zahnersatz eingliedern.

Ist eigentlich doch schon überfällig.

Die Optiker dürfen doch auch Augen vermessen und Brillen anpassen.

Mensch wenn ich sehe wie viel wie in den Praxen als kostenlose Dienstleistung erbringen und wie oft wir Zahntechniker den Karren beim Kunden aus dem Dreck ziehen müssen weil grundlegende Kenntnisse nicht vorhanden sind und wir dafür keine müde Mark oder Euro bekommen, dann sage ich kann da doch was nicht stimmen.

Wenn ich mir überlege was wir uns da für eine Einnahmequelle entgehen lassen, müssten wir doch eigentlich über nichts anderes reden.

Wir sehen jeden Tag wie uns an allen Enden was vom Kuchen weggenommen wird, Praxislobore, Auslandszahnersatz, Intraoralscanner, etc.

Ist jemandem bekannt ob über dieses Thema überhaupt diskutiert werden darf oder fällt das hier auch unter die Innungszensur, nach dem Motto, das nicht sein kann was nicht sein darf.

Würde mich mal interessieren wie ihr darüber denkt.

Hoffentlich habe ich nicht irgendwann eine Sonde im Rücken stecken!?!

 

hm... aber irgendwie finde ich´s angenehm, das der Zahnarzt ,dafür auch für alles haftet.... ich möchte mich lieber nicht mit Gutachter und co... rumärgern :-)

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buckler schrieb:
Die Optiker dürfen doch auch Augen vermessen und Brillen anpassen.

Optiker ist ein eigenständiger Beruf, Zahntechniker ist nicht eigenständig, Zahntechnik kann nur in Verbindung mit Zahnmedizin ausgeübt werden.

Die Tätigkeit des Zahntechnikers am Patienten verstößt gegen Gesetze, hier im wesendlichen gegen das Zahnheilkundegesetz.

 

http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/zhg/gesamt.pdf

 

Hier steht unter §1 Abs.5 u. 6 wer wann und womit vom ZA delegiert werden darf, um am Patienten tätig zu werden.

 

buckler schrieb:
Mensch wenn ich sehe wie viel wie in den Praxen als kostenlose Dienstleistung erbringen und wie oft wir Zahntechniker den Karren beim Kunden aus dem Dreck ziehen müssen weil grundlegende Kenntnisse nicht vorhanden sind und wir dafür keine müde Mark oder Euro bekommen, dann sage ich kann da doch was nicht stimmen.

 

Ich bin kein Jurist, deshalb weiß ich nicht, in wie weit es von öffentlichem Interesse ist, wenn ein Zahntechniker illegal (unter Missachtung des Gesetzes) am Patienten tätig wird, und dadurch eine strafrechtliche Verfolgung ausgelöst würde, wenn öffentliches Interesse bestünde, aber sicherlich wird dieses öffentliche Interesse verstärkt dann bestehen, wenn dem Patienten dadurch ein Schaden entsteht.

 

Und ehrlich gesagt, in der Nummer möchte ich dann nicht stecken.

Deshalb mache ich diese Art „Serviceleistung“ nicht mit!

 

buckler schrieb:
Ist jemandem bekannt ob über dieses Thema überhaupt diskutiert werden darf oder fällt das hier auch unter die Innungszensur, nach dem Motto, das nicht sein kann was nicht sein darf.

 

Wir leben in einem freien Rechtsstaat, in dem die Meinungsfreiheit durch Gesetz garantiert ist (solang sie sich in den Grenzen bewegt, die aufgezeigt sind), auch dieses Gesetz ist einzuhalten, wie auch das oben genannte.

Und ich denke, dass hierüber auch an den richtigen Stellen diskutiert werden sollte, schon um die vermutlich  gängige Praxis, die buckler hier „kostenlose Dienstleistung“ nennt auch im Sinne der ZÄ zu legalisieren.

Dann könnte man z.B. auch Geld dafür nehmen.

Ich könnte mir aber vorstellen, dass sofort Diskussionsbedarf entsteht, wenn alle Beteiligten sich streng an Gesetze halten würden.

Es liegt auch in unserer Hand, etwas zu ändern!

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@Buchmacher

mit überfällig meinte Buckler wohl sicher das Zahnheilkundegesetz. Gibt es eine logische Begründung, warum die von ihm angesprochenen Leistungen (Zahnersatz abformen und Zahnersatz eingliedern) nicht von einem Techniker ausgeführt und berechnet werden können, wenn entsprechende Vorleistungen vom Zahnarzt vorgenommen wurden? Anderswo (NL, Helvetia) funktioniert dies auch und zum Vorteil der Patienten.

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jackewiehose schrieb:
mit überfällig meinte Buckler wohl sicher das Zahnheilkundegesetz.

Da würde ich buckler auch zustimmen, wenn solche „kostenlosen Dienstleistungen“ gängige Praxis sind, dann gehört das Zahnheilkundegesetz im Interesse aller Beteiligten dementsprechend überarbeitet.

 

jackewiehose schrieb:
Gibt es eine logische Begründung, warum die von ihm angesprochenen Leistungen (Zahnersatz abformen und Zahnersatz eingliedern) nicht von einem Techniker ausgeführt und berechnet werden können, wenn entsprechende Vorleistungen vom Zahnarzt vorgenommen wurden? Anderswo (NL, Helvetia) funktioniert dies auch und zum Vorteil der Patienten.

Es ist natürlich schwer hier eine Logik hereinzubringen.

Offensichtlich können Zahntechniker ja „Zahnersatz abformen und eingliedern“ scheint ja gängige Praxis zu sein!

Wenn Zahntechniker in Deutschland zahnärztliche Tätigkeit (und was das ist, das ist ja im Zahnheilkundegesetz detailliert beschrieben)  ausübt, dann ist das nicht Gesetzeskonform. Ob von einem ZA delegiert oder nicht, ist dabei unerheblich.

Wie will man aber eine ungesetzliche Handlung auch noch abrechnen?

In anderen Ländern NL, CH, gibt es entsprechende Gesetzte und Ausbildung damit Zahntechniker (oder besser Prothetiker) das legal machen können.

Ich kenne einen Fall aus meiner Region, ein Zahntechnikermeister der im Grenzbereich zu den Niederlanden sein Labor hatte, hat an der Uni Nimwegen (NL) auf Prothetiker studiert.

Nach beendetem Studium und bestandenem Examen wollte er sich in Deutschland als Prothetiker niederlassen.

Um es kurz zu machen, er ging bis zum europäischen Gerichtshof.

Heute praktiziert er als Prothetiker in den Niederlanden, weil er keine Chance sah, hier seinen neu erworbenen Beruf auszuüben.

Jeder muss wissen, ob er nach den Gesetzen leben will, die ihm sein Land vorgibt, oder ob er bereit ist Gesetze zu brechen.

Er muss dann allerdings auch mit Konsequenzen rechnen.

Man kann natürlich auch auf eine Veränderung hinwirken.

Ich bin fest davon überzeugt, dass wenn Zahntechniker in jedem Fall gesetzeskonform handeln würden, dann hätten wir das Thema schon lange auf dem Diskussionstisch, und möglicherweise schon die Ergebnisse, die buckler (und ich denke nicht nur er) sich wünscht.

Es ist so einfach sich an Gesetze zu halten, sie sind zu unserer aller Schutz da, wer aber gegen Gesetze verstößt, der entzieht sich diesem Schutz.

 

   

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Buchmacher schrieb:

 

Ich bin fest davon überzeugt, dass wenn Zahntechniker in jedem Fall gesetzeskonform handeln würden, dann hätten wir das Thema schon lange auf dem Diskussionstisch, und möglicherweise schon die Ergebnisse, die buckler (und ich denke nicht nur er) sich wünscht.

Es ist so einfach sich an Gesetze zu halten, sie sind zu unserer aller Schutz da, wer aber gegen Gesetze verstößt, der entzieht sich diesem Schutz.

 

   

Wobei es interessant wäre zu erfahren, ob die Niederländer oder Schweitzer Techniker aufgrund ihrer gesetztestreuen Mentalität in beschriebenen Konditionen arbeiten oder andere Faktoren dabei eine Rolle spielten (z.B. arbeitsethische, etc.  ;o) 

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Warum gibt es den Beruf des Zahnpoethetikers bei uns noch nicht.

Warum sind unsere Berufsverbände nicht daran interessiert unsere Betätigungsfelder zu vergrößern, uns neue Möglichkeiten und Chancen zu erarbeiten. Warum streben die Zahntechikerinnugen nicht eine einheitliche europaweite Regelung mit der größtmöglichen Freiheit für unseren Berufsstand an?

Und zu den anderen Meinungen, es gibt doch ein schönes Sprichwort- wo kein Kläger da kein Richter-

Und ich möchte den Zahntechniker sehen der im Angesicht der Erwartung seine Arbeit für lau noch mal zu wiedrholen , nicht der Aufforderung zr Unterstützung des Zahnarztes nachkommt.

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@jackewiehose

jackewiehose schrieb:
Wobei es interessant wäre zu erfahren, ob die Niederländer oder Schweitzer Techniker aufgrund ihrer gesetztestreuen Mentalität in beschriebenen Konditionen arbeiten oder andere Faktoren dabei eine Rolle spielten (z.B. arbeitsethische, etc.  ;o) 

Ob Niederländer oder Schweizer Zahntechniker eine ausgeprägtere Gesetzestreue als deutsche Zahntechniker haben , weiß ich nicht!

Zumindest haben sie (die Prothetiker) es nicht nötig, Gesetze zu brechen, um Patienten in dem, ihnen zugestandenem gesetzlichen Rahmen, Zahnersatz einzugliedern.

Das sie die fachliche Qualifikation dazu haben, ist ja gesetzlich geregelt.

Anders verhält es sich in Deutschland, vorausgesetzt das buckler und Andere (VIELE) recht damit haben, dass es gängige Praxis ist, dass Zahntechniker, illegal auf Anweisung von ZÄ zahnärztliche Tätigkeit erbringen.

Wenn es so etwas gibt, dann beweisen deutsche Zahntechniker Tag täglich, dass sie auch in der Lage sind, zahnärztliche Tätigkeiten auszuführen, und damit qualifiziert sind, solche sonst den ZÄ vorbehaltenen Tätigkeiten auszuführen.

Das würde dann aber auch heißen, dass Zahnärzte diese Zahntechniker für so qualifiziert halten, das sie diese gesetzeswiedrig ihre Patienten behandeln lassen.

Wenn das so ist, dann kann ich mir nicht vorstellen, das diese Zahnärzte nicht bereit währen, das zu legalisieren.

Dient es doch ihrer eigenen Sicherheit.

Um hier aber mal Klarheit zu schaffen, bedarf es Zahntechniker, die bereit sind ab Montag dem 23.07.2012 sich streng an Gesetze zu halten, und nicht einem Wunsch in „gesetzbrecherischer Weise“  nachzugeben.

Übrigens, ob Steuerrechtlich bei einem solchen „TUN“ alles in Ordnung ist, sei auch dahingestellt, hier geht es immerhin um „geldwerte Vorteile“, die man da erbringt, als Zahntechniker.

Die Verteilung von Prozenten für Umsatz ist da auch einzustufen.

Aber das schweift jetzt vom eigentlichen Thema ab.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Buchmacher schrieb:

@jackewiehose

jackewiehose schrieb:
Wobei es interessant wäre zu erfahren, ob die Niederländer oder Schweitzer Techniker aufgrund ihrer gesetztestreuen Mentalität in beschriebenen Konditionen arbeiten oder andere Faktoren dabei eine Rolle spielten (z.B. arbeitsethische, etc.  ;o) 

Ob Niederländer oder Schweizer Zahntechniker eine ausgeprägtere Gesetzestreue als deutsche Zahntechniker haben , weiß ich nicht!

Zumindest haben sie (die Prothetiker) es nicht nötig, Gesetze zu brechen, um Patienten in dem, ihnen zugestandenem gesetzlichen Rahmen, Zahnersatz einzugliedern.

..

so stellt sich hier diese unsägliche Frage nach dem Huhn und dem Ei.

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Diesen Text kann man bei einigen Innungen in der Chronik lesen, den Hinweis mit Sternchen versehen hab ich hinzugefügt.

 

1951

Das "Ulmer Abkommen" zwischen dem Bundesverband Deutscher Zahnärzte (BDZ) und dem BGZL (Hinweis: *daraus ging der VDZI hervor)  :
- Zahntechniker verzichten auf eingliedernde Tätigkeit
- Ausbildungsrecht von Lehrlingen obliegt allein den Zahntechnikern
- Zahnärzte verzichten auf Einrichtung von Gemeinschaftslabors
- Dentisten können aufgrund des Zahnheilkundegesetzes zukünftig dem zahnärztlichen Berufsstand zugeordnet werden.

 

Dieses Abkommen wurde dann im Jahre  1957 im „Hamburger Abkommen"  durch den BDZ und den VDZI bestätigt.

 

buckler schrieb:
Wann dürfen wir endlich für Zahnersatz abformen und Zahnersatz eingliedern.

Die Frage müsste eigentlich anders lauten:

„Wann dürfen wir wieder Abrücke nehmen und eingliedern?“

 

Die Zahntechnik sah offensichtlich damals darin einen Erfolg, alleine für die Ausbildung von Lehrlingen im Zahntechnikerhandwerk zuständig zu sein und dafür nicht mehr Eingliedern zu dürfen.

Zahnärzte haben im Gegenzug (lediglich) auf die Einrichtung von „Gemeinschaftslabors“ verzichtet, bin nicht ganz sicher ob das immer so eingehalten wurde.

Dentisten waren fortan Zahnärzte, um aber da faire zu sein, sie mussten dafür eine Zusatzausbildung absolvieren, und ich kannte da welche und gar nicht so wenige, die richtig gute Zahnärzte waren.

Spricht eigentlich für den „DENTISTEN“ mit Zusatzausbildung!

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Entschuldigung, wenn ich jetzt noch einen nachschiebe:

Alle Argumente, die ich bei euch hier lese, alle Wünsche und Bedenken die ihr hier äußert kann ich verstehen und teile sie.

Aber, wer soll, außer den Zahntechnikern, ein Interesse daran haben,  dass Zahnheilkundegesetz in dem hier vorgeschlagenen Sinne zu ändern, solange es doch so auch läuft.

Sicher kann ich den verstehen, der eine Arbeit „retten“ will, die er sonst für lau neu machen müsste.

Sicher kann ich den verstehen, der „kostenlose Dienstleistungen“ erbringt, damit sein „Kollege“ ihm nicht den Kunden wegnimmt.

Aber ich verstehe auch die Zahnärzte, die diese „kostenlosen Dienstleistungen“ abfordern, und gerne annehmen, wenn man sie doch so angeboten bekommt.

Ich hatte immer eine „Hitliste“ von Zahnärzten, die Reklamationen verursachten, natürlich auch eine von Technikern.

Und immer dann, wenn es mir zu viel wurde, dann wurde die jeweilige Nummer 1 dem Kunden –oder Arbeitsmarkt wieder zugeführt.

Heute arbeite ich nur noch für einen Zahnarzt, wir beide haben nie einen Platz auf der Hitliste belegt.

Der Zahnarzt ist handwerklich so gut drauf, dass ich in den Mündern der Patienten überhaupt nix zu tun hab.

Und das ist gut so!

Das war jetzt mein Wort zum Sonntag, ich wünsche EUCH einen schönen!

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