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3D "Hobbydrucker" mit PLA im Labor

@ Zahnseide 2

Lass das mal mit den Bilder, weil Präzision sieht in der Zahntechnik anders aus.

Kleiner Hinweis, du bist in einem ZahntechnikerforumZwinkernd

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Hallo Zahnseide,

du kannst doch hier nicht den besseren Zahntechniker geben, als Zahnarzt, wobei doch die Zahntechniker schon die besseren Zahnärzte sind.Zwinkernd

Steht doch hier überall in diesem Zahntechnikerforum.Stirnrunzelnd

Mir gefällt das, was du da machst.

Ich ruf dich mal in der nächsten Zeit an, möglicherweise können wir ja mal was zusammen "aushäcken", und hier im Zahntechnikerforum veröffentlichen.

Mich würde das freuen.

Also bis bald.

HDF

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@ZTM

Präzsion in der ZT? Ich will hier nicht öffentlich mit Beispielen und Bildern von "Qualitätsarbeiten" deutscher Meisterlabore antworten. Nur soviel, dass die den Ball in Sachen Präzision schon sehr flach halten sollten.Natürlich gibt es da viele die wirklich gute Qualität liefern können. Aber dass ich inzwischen alles im Praxilabor fertige hat auch mit der Qualität zu tun. Es gab Zeiten, als ich noch kein Praxislabor hatte, da hatte ich wegen der "Qualität" meines damaligen deutschen Labors richtig Angst vor Zahnersatz. Und es war das einzige deutsche Labor mit dessen Qualität ich schlechte Erfahrung gemacht habe.

Sicher ist es oft auch die Qualität der Abdrücke bzw. der Arbeitsunterlagen, und der mangelnde Mut der Techniker Mängel der Arbeitsunterlagen zu reklamieren. Seit ich meine Präpgrenzen selber frei lege, werden bei mir komischer Weise immer wieder Abdrücke neu gemacht, weil ich diese oder jene kleine Stelle finde, wo mir der Abdruck nicht gut genug war. Früher, als ich das Freilegen extern vom gewerblichen Labor habe machen lassen, kam das merkwürdigerweise so gut wie nicht vor. Das meine Abdrücke früher drastisch besser waren als heute ist extrem unwahrscheinlich. Mein Material und meine Abdrucktechnik ist heute eher deutlich besser als früher.

Anderseits habe ich gestern u.a. eine viergliedrige Brücke mit 3 Pfeilerzähnen aufgepaßt, die ich Sonntag abend angestiftet und gegossen hatte und deren Gerüst ich einige Male mit verschienen Parametern mit dem Ultimaker gedruckt hatte. Das Aufpassen war eine Sache von wenigen Minuten. Auch meine Technikerin meinte die Passung wäre gut. Kein Schauckeln und Ränder, die mit einer gefrästen Arbeit vergleichbar sind obwohl ich das ursprünglich vorgesehene Nachbessern der Ränder mit Cervikalwachs dann doch weitgehend gelassen habe.

Den Mogu von dem ich letzte Woche eine Detailaufnahme gepostet hatte, weil es mir zunächst einmal nur darum ging ganz grundslätzlich festzustellen und zu zeigen, dass man mit dem Ultimaker und PLA Modellationen für die ZT herstellen kann, habe ich mit der selben Ofenladung ebenfalls neu gegossen. Die Passung ist jetzt sehr ordentlich und das Aufpassen ging schnell.

Die feine künstliche Oberflächenstruktur, die durch den Druckprozess verursacht wird, habe ich noch nicht ganz im Griff, aber es stellt sich die Frage ob das überhaupt ein Problem ist und ausserdem ist das Tetrafuran unterwegs. Wenn ich mit dem Tetrafuran die gewebseitigen Flächen der Modellation glätten kann, kann ich in einem weiteren Schritt, den ich mit meinem zu letzt gegossenen Modellguß schon getestet habe, die Modellation über die Glastemperatur erwärmen und dann perfekt unter Vakuum adaptieren. Das PLA ist in dieser Beziehung zahntechnikerfreundlich als z.B. das Lichtwachs. Ausserdem sind die Modellationen aus PLA sehr robust und extem preiswert. Gegenüber der Laserlitographie spare ich das Entfernen der Schicht mit den flüssigen Kunstharzresten. Ausserdem braucht der Ultimaker nicht regelmäßig eine nicht gerade billige neue Wanne für das Kunstharz sondern nur ein paar Tropfen billiges Nähmaschinenöl. Eine neue Düse kostet so um die 12 Euro und verschleißt eher nicht. Ein ganzes Kilo PLA kostet unter 40 Euro und wenn man will kann man massivere Teile sogar hohl drucken und damit Material sparen, obwohl das bei den zahntechischen Anwendungen keine so gut Idee zu sein scheint  (ich drucke inzwischen die Innenräume mit einem Füllfaktor von 75% anstatt der ursprünglich vorgegebenen 20 oder 30%).

Der Ultimaker ist für mich inzwischen ein Werkzeug, das ähnlich wie mein EWM-Microplasma 50 und meine Vakuum-Einbettmaschine für die Zahntechnik wohl etwas untypisch, aber meines Erachtens ziemlich unverzichtbar ist.

Wenn ich alles was ich bisher an Mogus gedruckt und ausprobiert habe per Lasersintern hätte herstellen lassen, hätte mich das leicht über 1000 Euro an Lehrgeld gekostet. Stattdessen habe ich bisher nur ein paar Euro PLA verbraten.

Eine als nächstes zu untersuchende Anwendung des Ultimakers wird das Drucken von Provisorienschalen für K+B aber auch für umfangreichere direkte Kompositrestaurationen.

 

 

 

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Es ist schno erstaunlich, welche Zahnschleifer manche Universitäten auf die Menschheit loslassen.

Dieses Exemplar hat von dem was er versucht zu erreichen soviel Ahnung, wie ein Schwein vom Radfahren. Rudimentäre Kenntnisse der Zahntechnik und noch weniger Ahnung vom 3D Druck. Ganz ehrlich, wie subtil ist das denn? Erst modelliert er mit einer teurenund ausgefeilten CAD-Software seine Bauteile, dann stellt er sie im additiven Fertigungsverfahren her und dann wir gegossen und wieder geschliffen? Du hast die Prinzipien der CAD/CAM Fertigungstechiken noch nicht einmal ansatzweise verstanden. Bis Du eine Krone fertig hast, haben meine Zahntechnikerkollegen/-kolleginnen längst schon wieder Feierabend und dieser Zahnschleifer bastelt immer noch in seiner Hexenküche. Zudem setzt er Mitarbeiter/ihm Schutzbefohlene einer höchst giftigen Substanz aus - Tetrahydrofuran (so heißt es richtig!).

H225, H351, H319, H335, EUH019, P102, P210, P241, P243. Das Mittel hat es wirklich in sich und sollte nur in verantwortungsbewusste Hände gelangen und schon gar nicht in ein Dentallabor!! Es wäre hier an der Zeit diesen Bastler der Berufsgenossenschaft zu melden.

Hier ist Thorsten gefragt!

 

Der 3D Drucker

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Happy Printing

DON'T FEED THE TROLL

 

 Wer es nicht glaubt - einfach mal einen Faktencheck machen: Abitur + Ingenieursstudium + Studium Zahnmedizin + 30 Jahre klinische Erfahrung (~18+6+6+30=60) Gehen wir realistisch von ein paar Jahren zwischen den Studien aus wohl eher 65-70 Winter. Das würde zwar die schlechten Augen erklären, ist aber in Anbetracht der sonstigen hier geschilderten "Fakten" mehr als fragwürdig.

Behauptungen kritisch zu hinterfragen wäre hier mal wirklich angebracht. Kann das wirklich echt sein???

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Ich habe inzwischen auch den Eindruck, dass das ganze wohl eher ein Fake ist. Was Anderes wäre mehr als erschütternd. Das was "Zahnseide2" da macht hat weder was mit Forschung durch einen Ingenieur noch sonstwas zu tun. Es ist einfach eine Bastelei mit der man sich im Hobby-Keller beschäftigen kann. Ich hoffe es zumindest im Sinne der Patienten.

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Wir sind ja nun ein etwas größerer 3D Druckdienstleister. Was er da so schildert, mit dem Ultimaker, das entspricht in den Grundzügen schon der Wahrheit. Auch wir haben ein gutes Dutzend von diesen Druckern (zusätzlich zu unseren ander 60 Industriedruckern), für spezielle Kunden aus der Medizintechnik. Jedoch sind bei unseren Druckern lediglich noch die Gehäuse original. Eine gute und gleichbleibende Qualität ist mit dieser Art von Druckern, von der Stange gekauft, nicht zu erreichen. Also alle billigen Bauteile raus und hochwertige Industriekomponenten verbaut. So kommt dieser Drucker - kostenmäßig - auf gute 8 bis 10.000.- €. So kann man damit tolle Sachen drucken. Auch das mit den Kunststoffen hat er schon stimmig erklärt, nur der Grundansatz ist völlig falsch. Man stelle sich doch einmal die grundlegende Frage:"Was will ich drucken und welches Ergebnis möchte ich damit erzielen?". Die Prozesskette CAD/CAM (ob nun additiv oder subtraktiv) macht doch am Ende nur Sinn, wenn ich als Anwender Zeit einspare, die Produktqualität erhöhen kann und am Ende so wenig als möglich, eher gar nicht, nacharbeiten muss? Also man muss damit Geldverdienen? Oder? Wir sehen den 3D Druck in der Zahntechnik nur als Spielerei und Geldverbrennen. Es wäre schneller und günstiger, die Labore würden zu uns Dienstleistern schicken. Bei uns stimmen Qualität und Endergebnis. Der Preis? Nun wie sagt der Amerikaner:"you get what you pay for". Wir haben uns mal vor kurzem den Drucker von BEGO näher angeschaut. Der Preis ist Wucher und die Qualität, na ja. Ich möchte darüber lieber schweigen. Wenn 3D Druck im Labor, dann nur und ausschließlich SLS oder SLA, alles andere ist Geld- und Zeitverschwendung. Wobei diese Drucker in der Anschaffung sehr teuer sind. Oder aber reine Wachsdrucker. Die machen wieder Sinn und sind auch nicht soooo teuer. Für jeden 3D Drucker gibt es eben den entsprechenden Anwendungsbereich. Lasersintern ist wiederum eine tolle Sache, jedoch lohnt es sich nicht, hier fast 2 Mio. € zu investieren, da es auch hier Dienstleister gibt, die auf dem neuesten Stand der Technik sind und wissen, was sie tun. Also lassen wir Zahnseide weiter so vor sich hinwurschteln und hoffen, dass er niemanden dabei verletzt, denn dann wird es kriminell.

 

In diesem Sinne

Happy Printing

Der Peter

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Happy Printing

Einige Nachträge, nachdem ich den Ultimaker nun schon vier oder fünf Wochen habe.

Inzwischen haben wir die Modellationen von einigen Kronen, Brücken und Modellgüssen mit Hilfe des Gerätes hergestellt und auch eingeliedert. Eine große Kombiarbeit ist auch dabei, und die nächste Teleskoparbeit und weitere Brücken damit sind ganz selbstverständlich in Arbeit. Es funktioniert jedenfalls grundsätzlich und das auch mit der Technik von der Stange. Ich habe lediglich eine Abdeckung und Fronttür dazu gekauft.

Absolut unerlässlich für brauchbare Druckergebnisse war ferner der Zukauf der Slicer-Software Simplify3D. Mit der von Ultimaker kostenlos angebotene Software konnte ich keine akzeptablen Ergebnisser erzielen. Ebenfalls unerläßlich für die Herstellung brauchbarer Modellationen ist die 0,25 mm Düse, die bei den Ultimaker 2+ Geräten mitgeliefert wird. Die von Ultimaker für diese Düse angegebenen kleinstmögliche Schichtdicke ist 0,06 mm, also 60 µm. Ich habe neulich einen Modellguß mit der Hälfte dieses Wertes gedruckt und es hat funktioniert. Die Oberfläche ist damit deutlich besser. Auch geringen Höhenänderungen pro Lage, wie z.B. beim Drucken einer Gaumenplatte, kommt man damit zu akzeptablen ergebnissen.

Passung von Modellgüssen

Die Passung von Modellgüssen auf dem Modell ist exzellent WENN man es richtig macht: Ich Drucke den Modellguß OHNE diese Links und Rechts verbindende, nach dem Guß zu entferndende Aussteifungsstange. Diese wird erst vor dem Anstiften aus Draht hergestellt was auch Metall beim Guß spart und was es vorallem ermöglicht, den Modellguß unter Vakuum auf das Modell zu pressen. Dazu verwende ich den Vakuum-Suction-Kit von primotec. und ganz normalen, dünnen (bei mir grünen) Kofferdam aus der Praxis. Nachdem das Vakuum angelegt ist gieße ich heißes Wasser auf die Bereiche wo ich eine perfekte passung zum Modell wünsche. Bereiche wo die Modellation etwas vom Modell abstehen soll, also die wo bei der klassischen Technik üblicherweise ausgeblockt wird, unterspritze ich vorher mit dünnem A-Silikon. Wir haben jede Menge fast leere Kartuschen von der Abdrucknahme. Die Reste davon sind für solche Zwecke noch nützlich. Das Material wird dazu von Hand auf einer Teflonplatte gemischt und z.B. mit einer Centrix-Spritze gezielt dort appliziert wo man es braucht. Wenn das Modell mit der Modellation später aus dem Vakuum-Gerät kommt kann man die Abruckmasse einfach entfernen.

Dann wird wie gesagt der Draht für die beim Einbetten nötige Aussteifung angebracht, die Modellation wird angestiftet, eingebettet ( vorzugsweise unter Vakuum) und gegossen. Bei den für NEM bei mir nötigen 950 °C verbrennt das PLA genauso gut wie Wachs.

 

Kronenränder und ähnliches

Das PLA kann mit einem elektrische Wachsmesser angedrückt und auch geglättet werden. Ich habe z.B. für Kronenränder einen Hollenback-Einsatz mit einem auf 200 °C gestellten elektrischen Wachsmesser von Renfert verwendet. Ein reglbarer Lötkolben, den man sich zurechtschleifen kann würde natürlich auch gehen. D.h., zum "Anschweißen" der Aussteifungsdrähte und auch für das zusammenschweißen der Modellation der Kombiarbeiten verwende ich einen feinen Elektroniklötkolben.

Selbstverständlich kann man die gedruckten Modellationen mit Wachs und, siehe unbten, auch mit Palavit G oder anderen PMMA-Kunststoffen anpassen und verbessern.

 

PLA in der Medizin und Zahntechnik.

In der Zahntechnik wird PLA bisher z.B. von der Firma Erkodent für Tiefzieplatten verwendet. http://www.erkodent.de/dental/anleit/eplastPLA.pdf. Wir Erkodent schreibt verbindet sich PLA mit Acrylaten. Ich habe daraufhin Versuche mit Trim Plus (ein Provisorienkunststoff für die Zahnarztpraxis) und mit einem normalen Prothesenkuststoff (Metacryl N) gemacht. In beiden Fällen war der Verbund gut.

Anderseits zeigt der Wikipedia-Eintrag von PLA. Das PLA auch für selbst auflösende Implatate und chirurgisches Nahtmaterial verwendet wird. Man kann damit also keine Prothesen drucken, aber man kann z.B. mit dem Provisorienmodul von Exocad dünne Eierschalenprovisorien drucken und diese zusammen mit einem zahnfarbenen Provisorien-Kunststoff auf PMMA-Basis, wie Trim, verwenden.

Wenn man selber, warum auch immer Zahntechnik machen möchte UND wenn man ohnehin einen Scanner und dazu eine CAD-Software für den zahntechnischen Bereich hat, DANN ist der Ultimaker 2+ mit der 0,25mm Düse in Kombination mit PLA-Filamenten (transparent) und der Software Simplify3D ein System, dass sehr nützlich sein kann und bei dem sowohl die Anschaffungskosten als auch die Verbrauchskosten sehr überschaubar sind. Es ist allerdings einiges an Erfahrung bzw. Übung und Experimentieren nötig um brauchbare Ergebnisse zu erzielen. Man braucht auch gute Englischkenntnisse.

Sehr angehm ist schließlich noch die Möglichkeit gleich aus Simplify3D das Volumen der Modellation zu erfahren. Die Gußkegel sind damit deutlich kleiner geworden und oft sogar gerade eben nicht mehr existent, während die Modellation noch gut ausgegossen ist.

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Was soll dieser Hype mit dem 3-D-Druck? Es ist absolut nichts Neues. Ich habe schon vor 10 Jahren Brückengerüste aus Kusto gesehen die dann gegossen werden müssen. Dieses Gerüste sahen übrigens sehr gut aus und waren sehr passgenau. Aber dann müssen sie noch gegossen werden und das übliche Procedere läuft ab. Warum soll ich das tun??? Wenn die Konstruktion fertig ist kann ich das ganze z.B. gleich fräsen. Und die Sache ist fertig!

Uns was Zahnseide2 da mit mit dem Modellguß beschreibt ist der schlichte Horror. Da stelle ich den Modellguß doch lieber traditionell her. Das geht recht schnell und passgenau. Wenn ich alles richtig gemacht habe muss ich nicht mehr aufpassen, allenfalls punktuell. Bei richtiger Vorgehensweise, die allgemein bekannt ist, passt der MG immer. Ohne Probleme. Sollte eigentlich jeder Techniker beherrschen.

 

Ich bestreite nicht, dass der 3-D-Druck auch für die Zahntechnik mal interessant werden könnte. Bislang sehe ich das so allerdings noch nicht. Ist noch viel Spielerei.

 

Ich wünsche Allen hier ein schönes Osterfest!Lächelnd

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