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Was darf der Techniker im Patientenmund?

ich bin jetzt nicht der Pressesprecher von Thorsten, aber er lebt in diesem Rechtstaat, in dem es Gesetze auch zur Regelung von Zuständigkeiten gibt, wie zum Beispiel das Zahnheilkunde Gesetz.

Und dort ist geregelt, das selbst wenn der Zahnarzt / die Zahnärztin danebenstehen und dulden, das der ZT in den Patientenmund greift, sich dann der, der duldet und der der greift, strafrechtlich verfolgbar macht.

Ich warte eigentlich nur noch auf den Patienten, der seine Rechnung nicht bezahlen will, weil der Zahntechniker etwas in seinem Mund gemacht hat, und er dieses beweisen kann, will man den dann verklagen, auch wenn man damit riskiert, strafrechtlich verfolgt zu werden?

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das ist eine Antwort auf Beitrag  #9

 

es ist richtig, dass der Zahntechniker im Delegationsrecht des Zahnarztes nicht vorkommt.

Da steht aber, dass der Zahnarzt alles Maßnahmen am Patienten persönlich zu erledigen hat.

Allerdings kann er bestimmte Dinge an dafür qualifiziertes Praxispersonal delegieren.

Da steht auch wer dieses Praxispersonal ist, und da kommt der Zahntechniker nun mal nicht vor, da steht ausdrücklich:

Zitat

" Das ZHG sieht in § 1 Abs. 5 und 6 vor, dass bestimmte Tätigkeiten an dafür qualifiziertes

Prophylaxe-Personal mit abgeschlossener Ausbildung wie zahnmedizinische Fachhelferin, weitergebildete Zahnarzthelferin, Prophylaxehelferin oder Dental-Hygienikerin (im Folgen-den Mitarbeiterinnen) delegiert werden können. "

 

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https://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/b/Zahnmedizin_Zahntechnik.pdf

Siehe Absatz 2

hier steht eindeutig daß der Zahntechniker nicht IM Patienten behandeln darf. Dies darf nur der Zahnarzt durch die Approbation.

Es ist nicht ausdrücklich ausgeschlossen daß der Techniker nichts an einer Prothese machen darf die ihm- nach Anweisung des Behandlers- übergeben wurde.

Zu einer Kontrollpflicht des Zahnarztes, die unbestritten existiert, ist es nicht nötig daß dieser permanent daneben steht.

Was auch immer der Techniker erledigt darf der Zahnarzt nicht in seinem Arbeitsaufwand abrechnen. Sonst macht er sich wiederum strafbar.

Heißt für mich: Ich darf

-Konfektionierte Friktionselemente austauschen 

-Prothesenränder bearbeiten

-Druckstellen an Prothesen entlasten, wenn ich den gereizten Bereich im Mund erkenne

-Prothesen Ausdünnen

-Störstellen beseitigen die mir vom Patienten gezeigt werden.

 

Der Behandler muß die Anweisung geben und die Ausführung kontrollieren. Das lese ich heraus.

Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.

 

@ Thorsten:

Ich habe nie behauptet es seien "meine Prothesen". Ich sagte lediglich ich verbitte mir daß eine Helferin daran herumschleift. Eben weil sie nicht qualifiziert ist und bekanntlich alles nur schlimmer macht.

Das macht der Behandler zwar auch manchmal, aber er hat die Qualifikation Kraft seiner Approbation.

 

Dentinitus

 

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2 Abgrenzung der zahntechnischen von der zahnärztlichen Leistung

da lese ich u. A. , Zitat:

 

"Im umgangssprachlichen Sinne endet die Tätigkeit des Zahntechnikers „vor dem Mund des Patienten“.

Zitat Ende.

 

Wie du da allerdings

Zitat:

"-Druckstellen an Prothesen entlasten, wenn ich den gereizten Bereich im Mund erkenne" Zitat Ende

Druckstellen erkennen willst, wenn der Mund für dich tabu ist, das ist für mich jetzt nicht so ganz ersichtlich.

Du kannst alles machen was du willst, mit dem Zahnersatz eines Patienten, selbst ohne Einverständnis des Behandelns (ob der das gut findet, wirst du dann bei weiteren Beauftragungen sehen)   du darfst nur nicht an den Mund des Patienten, dagegen hat der Staatsanwalt etwas, wenn ihm das zu Ohren kommt.

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Zitat:

"Wie du da allerdings

Zitat:

"-Druckstellen an Prothesen entlasten, wenn ich den gereizten Bereich im Mund erkenne"

Druckstellen erkennen willst, wenn der Mund für dich tabu ist, das ist für mich jetzt nicht so ganz ersichtlich.

Du kannst alles machen was du willst, mit dem Zahnersatz eines Patienten, selbst ohne Einverständnis des Behandelns (ob der das gut findet, wirst du dann bei weiteren Beauftragungen sehen)   du darfst nur nicht an den Mund des Patienten, dagegen hat der Staatsanwalt etwas, wenn ihm das zu Ohren kommt." Zitat Ende

 

Ganz einfach: Pat. öffnet den Mund und zeigt drauf.

Rote Stelle= gereizte Stelle

weißer, aufgedunsener Bereich= Druckstelle.

weißer, aufgedunsener Bereich mit Vertiefung= massive Druckstelle in der Umschlagfalte, meist neben einem Bändchen.

Selten bei neuem Zahnersatz aus unserem Haus. Aber es kommt definitiv vor.

 

Ohne Auftrag vom Behandler machen wir gar nichts. Weder Prothesenreinigung noch sonst irgendetwas.

 

Dentinitus

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Ich möchte an dieser Stelle an den Anfang des Treats verweisen.

Entgegen der Formulierung der Eingangszeile „Was darf ich im PatientenMund„ hieß es:

„was darf ich am/ mit dem Patienten.“

 

Dentinitus

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Was darf der Techiker imPatientenmund? NICHTS, wir haben keinerlei Ausbildung dafür, wer es anders hält damit muß sich darüber im klaren sein was er für ein Risiko eingeht wenn etwas passiert.

Wir hatten einen Vortrag dazu bei einer Innungsversammlung, ganz klare Aussage des Anwalts ( auch des Anwalts der KZVB ) wer im Mund arbeitet, was auch immer, steht mit einem Bein im Gefängnis.

 

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ich denke, jetzt ist jedem klar, der Zahntechniker darf nichts im Patientenmund!

Bei Zuwiederhandlungen droht strafrechtliche Verfolgung, sogar mit Gefängnisstrafandrohung.

Wir wissen aber auch alle, der Zahntechniker ist mit Duldung, oder sogar auf Verlangen des Zahnarztes /der Zahnärztin im Munde des Patienten tätig (https://www.muffel-forum.de/3353/wieviel-zahnarzt-steckt-dir-beendet-am-... ) .

Dieses geschieht um den Pateientenwunsch zufriedenzustellen, also im Sinne des Patienten.

Alle sind froh das es so ist.

Aber es ist illegal!

Und das darf nicht so bleiben, denn alle Beteiligten müssen dafür sorgen, dass dieses legal passiert.

Hier ist der Gesetzgeber aufgerufen, die bestehenden Gesetze so umzugestalten, dass Zahnärzte und Zahntechniker sich bei dem oben beschriebenen gang und gäbe Tun nicht weiter im Unrecht befinden.

Der Gesetzgeber wird aber erst tätig, wenn die Betroffenen ihn davon überzeugen, das er handeln muss.

Und hier sind die Zahnärzteschaft (BZÄK),  und die Zahntechniker (VDZI) aufgerufen gemeinsam dementsprechend  zu handeln.

 

 

 

 

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übrigens, dieses Thema ist hier ein Dauerbrenner, z.B. hier:

https://www.muffel-forum.de/3134/forum/sonstiges/eingliederung-von-zahne...

 drüber reden ist ja schon gut, handeln wäre besser!

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https://www.muffel-forum.de/3353/wieviel-zahnarzt-steckt-dir-beendet-am-...

ich nehme hir Bezug auf Beiträge zu dieser Umfrage.

@ Petzlpatrick

Alles was du da geschrieben hast, ist ja richtig, aber als Zahntechniker (auch Meister) macht man sich strafbar, wenn man einem Patienten in den Mund greift.

Und das Dumme an der Sache ist, im Fall der Fälle findest du einen Richter, der volles Verständnis für das hat, was du da Gutes am Patienten getan hast, nur er muss dich trotzdem verurteilen, weil du Gesetzeswidrig gehandelt hast.

Deine Hoffnung, dass der Gesetzgeber eine andere Lösung finden werde, geht solange ins Leere, solange nicht Standespolitiker auf die Lage hinweisen, die erfordert, Gesetze zu ändern.

Und noch eins, du handelst Gesetzwidrig,  wenn du einem Patienten hilfst, indem du in seinem Munde zu seinen Gunsten tätig wirst, riskierst dabei Strafverfolgung,  und bekommst dafür noch nicht mal ein Honorar.

 

 

@RELAX

du schreibst, " Wenn ich in den Mund fasse, frage ich den Patienten um seine Einwilligung und habe ja meist einen Zeugen dabei ( Helferin/ Arzt und ich handle ja im Auftrag)."

Ich überspitze das mal, wenn dich ein totkranker Mensch bittet, ihn durch einen Pistolenschuss von seinen Leiden zu erlösen, dann hat er auch sein Einverständnis gegeben, aber ihn zu töten, ist genau so verboten, wie einem Patienten, auch wenn er seine Einwilligung gegeben hat, dass du ihm in den Mund fassen darfst, ihm in den Mund zu fassen.

Du handelst im Auftrag, schreibst du, niemand ist berechtigt, dir den Auftrag zu erteilen, in im Munde des Patienten irgend etwas zu tun, sollte der "Auftraggeber ein Zahnarzt sein, macht er sich ebenfalls strafbar.

Übrigens, wir Zahntechniker gliedern auch nicht ein (wäre strafbar), das macht der Zahnarzt.

 

 

 

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