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63 Jahre Praxislabor. Wie sieht es heute aus mit deren Berechtigung?

Nach dem letzten Bericht in WISO und dem eingereichten Gutachten seitens des Arbeitgeberverbandes (AVZ) vetreten durch Manfred Heckens beim Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages bezüglich der rechtlichen Grundlage von Praxislaboren, wird das Thema Praxislabore, auch im Hinblick auf das neue Antikorruptionsgesetz, mehr diskutiert, denn je. Praxislabore sind für die gewerblichen Dentallaboren schon immer ein "Dorn im Auge". Verständlich, da ihnen nicht nur ca. ein Drittel des Gesamtumsatzes Zahnersatz genommen wird, sondern auch ein Wettbewerbsnachteil durch sehr unterschiedliche Voraussetzungen entsteht. Am Ende des Artikels finden Sie nach dem Fazit eine Zusammenfassung des Gutachten des AVZ, welches ich hier einmal unkommentiert reinstelle.Nach dem letzten Bericht in WISO und dem eingereichten Gutachten seitens des Arbeitgeberverbandes (AVZ) vetreten durch Manfred Heckens beim Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages bezüglich der rechtlichen Grundlage von Praxislaboren, wird das Thema Praxislabore, auch im Hinblick auf das neue Antikorruptionsgesetz, mehr diskutiert, denn je. Praxislabore sind für die gewerblichen Dentallaboren schon immer ein "Dorn im Auge". Verständlich, da ihnen nicht nur ca. ein Drittel des Gesamtumsatzes Zahnersatz genommen wird, sondern auch ein Wettbewerbsnachteil durch sehr unterschiedliche Voraussetzungen entsteht. Am Ende des Artikels finden Sie nach dem Fazit eine Zusammenfassung des Gutachten des AVZ, welches ich hier einmal unkommentiert reinstelle.

 

Mehr dazu auf meinem Blog im aktuellen Artikel von heute.

Grüße

Rainer Ehrich

 

Bitte Link zum Blog sowie zu WISO. Danke

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Lieber fehlerhaft beginnen, als perfekt zu zögern

Habe mir "Praxislabore - ein aktuell sehr brisantes Thema" durchgelesen.

Ich finde diese Diskussion einfach unsinnig - nicht nur weil ich gerade heute morgen wieder eine mich zornig machende Konstruktion eines mir unbekannten Labors gesehen habe, dass mit ziemlich Sicherheit aber ein deutsches Meisterlabor war. 

Wie auch immer. was ich beim Lesen diese nicht ganz einfachen Textes dachte:

  1. Zuerst müßte dann doch gefordert werden, dass der Untersuchende und die Behandlungspläne erstellende Zahnarzt ein unabhängiger Beamter mit Festgehalt sein müßte und dass er auf keinen Fall mit dem Zahnarzt identisch sein dürfte, der die Behandlung durchführt. Ausserdem müßte jede Diagnose und Behandlungsplanung durch mindestens 2 verschiedene Zahnarzte erfolgen. Bei Nichtübereinstimmung der Diagnosen und Behandlungspläne müßte ein dritter, ebenfalls  beamteter Zahnarzt hinzugezogen werden. Wenn diese Voraussetzungen nicht erfüllt werden, dann liegt immer der Verdacht nahe, dass die Diagnose und Behandlungsplanung sich am wirtschaftlichen Interesse des Zahnarztes und nicht nach dem Interesse und Wohl des Patienten richtet. Die Diskussion über die Praxislabore und auch die Annahme, dass das "Antikorruptionsgesetz" auf in der Zahnmedizin Sinn macht, implizieren das.
  2. Wenn es bei Behandlungen zu Komplikationen kommt, die weitere Behandlungen auslösen, dann sollte die weitere Behandlung von einem anderen Zahnarzt durchgeführt werden, der von dem ersten Behandlung in jeder Beziehung unabhängig ist, weil sonst die Gefahr besteht, dass ein Zahnarzt Komplikationen mit dem Ziel seinen eigenen wirtschaftlichen Vorteil zu verbessern, generiert.
  3. Erst dann, wenn die Punkte 1 und 2 erfüllt sind, macht es Sinn sich vielleicht auch noch über solche Feinheiten wie Praxislabor und Gewerbliches Labor, sowie über Antikorrptionsgesetz und dergleichen unterhalten.
  4. Wenn der Zahnarzt, wenn im Praxislabor gearbeitet wird, im Umkreis von 500 sein und in 5 Minuten zur Stelle sein muß, dann frage ich mich wie das bei den gewerblichen Meisterlaboren mit nur einme Meister ist, wenn der Meister bei einem Kunden ist, oder wenn der Meister krank ist oder wenn bei zwei Meistern der eine bei Kunden ist und der andere krank. Werden dann in den gewerblichen Laboren von den Gesellen und Azubis keine zahntechnischen Arbeiten mehr ausgeführt, bis der Meister wieder da ist? Meine Erfahrung sagt mir, dass die ZT-Innung sich in diesem Punkt vielleicht erst einmal darüber informieren sollte, was in den realen gewerblichen Laboren üblich ist.  

Ansonsten wäre es sicher am Besten für die Patienten, wenn die Politik sich die zahnärztlichen Kulturunterschiede in Europa zu Gemüte zu führen würde ( http://www.freizahn.de/2016/07/zahnaerztliche-kulturunterschiede/ ) und darüber nachzudenken würde, ob es nicht besser wäre, das ganze, die Zahnmedizin und Zahntechnik betreffende  deutsche Versicherungswesen, die Gebührenordnungen und Leistungsverzeichnisse und die Sozialversicherung für diesen Bereich abzuschaffen und das in Norwegen übliche System einzuführen.  Bei allem Gemecker über die Praxislabore sollten die Zahntechniker nicht übersehen, dass Deutschland ein zahntechnisches Eldorado ist, bzw. dass die Zahntechnikerdichte und damit wohl auch der Umsatz pro Kopf der Bevölkerung und auch pro Zahnarzt drastisch höher ist als in vielen anderen Ländern, einschließlich so sozial eingestellten und reichen Ländern wie Norwegen und Dänemark.

Nicht zu letzt möchte ich aber darauf hinweisen, dass diese ganzen Diskussionen ziemlich müßig sind, wenn, wie die Studie der sogenannten Hill-Gruppe sehr überzeugend zeigt, irgendwann um 2030, also bestenfalls in 14 Jahren, der Energieaufwand für die Ölförderung größer wird als der Energieertrag derselben http://www.freizahn.de/2016/10/erschoepfung-das-schicksal-des-oelzeitalters/

Zitat:

Die Erschöpfung der nutzbaren Erdölvorräte ist weiter fortgeschritten als allgemein angenommen wird und die Förderung wird schneller abnehmen als allgemein angenommen wird. .....

Die fortschreitende Erschöpfung der Welt-Ölreserven kann Veränderungen in einer Größenordnung mit sich bringen, die man in 1000 Jahren nicht erlebt hat!

 

Für die Patienten wäre es vor diesem Hintergrund besser, wenn man darüber diskutieren würde, wie man Zahnersatz so konstruieren kann, dass dem Wohl des Patienten auch dann gedient ist, wenn Zahnmedizin und Zahntechnik in einigen Jahren wegen Mangel an Energie- und Nachschub vielleicht garnicht mehr oder nur noch bedingt liefer- und funktionsfähig sind. 

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Mal ne Kleine Umfrage: Wer liest sich Zahnseide2 Beiträge komplett durchZwinkernd

Naja ich meine es nur Gut wenns eh keiner liest ( also ich nicht, nach ersten Drittel schalte ich schon ab).

Weil bei den umfangreichen Texte( Respekt) könnte er die Zeit sinnvoller in seinem Praxislabor verbringen und seinen Technikern auf die Finger schauenLachend

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Überfliegen reicht vollkommen.

Es sind so viele schräge Themen, in die er adriftet. Zu Schulzeit hätte drunter gestanden: Thema verfehlt.

Ich wünsche ihm alles erdenklich Gute und bin froh, ihn nicht als Kunden zu haben.

Warum arbeitet er eigentlich nicht in seinen preferierten Ländern?

Das Antikorruptionsgesetz wurde wahrscheinlich genau wegen solchen Ärzten erforderlich.

Ich vermute allerdings, dass er gerne provoziert um seinen Intellekt zu präsentieren und über seine Ergüsse sich selbst beflügelt.

 

 

 

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.....man, mir ja durch die Ergüsse von @Zahnseide2 ganz schwindelig. Aber ich überlege schon mal, was ich ab 2030 mache......

Bastler

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Da wird doch der Al Capone mit Steuerhinterziehungen am Umgehen der Prohibition gehindert.

Dank eines Antikorruptionsgesetzes wollen die gewerblichen Laboratorien doch nur wieder verstärkt an hochwertige Arbeiten und an die Privatpatienten rankommen. Und somit das eigene Stück vom Kuchen vergrößern.

Was soll sich ändern? Dass ein Meister im Praxislabor angestellt sein muss? Ein zusätzliches Gewerbe angemeldet werden muss (was jetzt auch schon gemacht werden kann?) Dann können endlich Azubis im Praxislabor arbeiten, äh gelehrt werden.

Eine Abgabe an die Handwerkskammer wäre doch nett,damit ausgebildet wird und die Zahntechniker nicht aussterben?

Im Praxislabor arbeitet im Idealfall DER Techniker von dem der Zahnarzt eine gleichbleibende gute Qualität bekommt. 

Wer sich einen schlechten Techniker einstellt ist doch selbst schuld, der Zahnarzt haftet doch für das was er dem Patienten einsetzt, nicht der Techniker und nicht das gewerbliche Labor. Das gibt auch nur eine Gewährleistung auf die Arbeit.

 

Das Thema eignet sich wunderbar zum Bullshit-Bingo.

 

 

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@ ZTM, bastler, osfrontale

zunächst: ich habe den Beitrag komplett gelesen. Und,... ich finde dieser Beitrag ist durchaus berechtigt, und wirft einen Blick in die deutsche Bürokratie, die man auch noch verkomplizieren könnte und sollte, wenn man der Sache auf den Grund gehen möchte.
Ein wenig mehr Vertrauen in die Arbeit des Anderen sollte da sein, sonst hat die Gesellschaft eh verloren......

Mir will doch hier keiner erzählen, dass alle Arbeiten aus den gewerblichen Laboren besser sind als aus den Praxislaboren. Was für ein Bullshit. In jeder Branche gibt es Solche und Solche.

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@thorsten

Zitat:
 
Mir will doch hier keiner erzählen, dass alle Arbeiten aus den gewerblichen Laboren besser sind als aus den Praxislaboren. Was für ein Bullshit. In jeder Branche gibt es Solche und Solche.

 

Das sagt keiner.................... aber die Voraussetzungen müssen die Gleichen sein !!!!!

 

Es kann doch nicht sein, dass es für die gleiche Arbeit unterschiedliche Bedingungen gibt !!!!

 

Tatsache ist, dass nur noch der unrentable Rest im Gewerblichen landet und die Rosinen aus der Mischkalkulation im Praxislabor gefertigt werden. Was Zahlen auch belegen.

Unsere gutausgebildetetn Techniker können nicht mehr gerecht bezahlt werden und diese dann im Praxislabor uns eine Konkurrenz, die man finanziell und auftragsweise nie erreichen kann, aufbauen.

 

Von den " Konstruktionen" wie : Zahnarztpraxis - Praxislabor -> Steuerberater -> Rechstanwalt  -> GmbH`s  usw.                   ganz zu schweigen.

 

Für das gleiche Produkt müssen auch die gleichen Steuern und Ausgaben sowie Pflichten anfallen.

 

Nicht umsonst ist dieses Verhalten inzwischen auch schon den Medien bekannt..und nicht nur diesen.

 

 

 

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