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63 Jahre Praxislabor. Wie sieht es heute aus mit deren Berechtigung?

Soso, erst jetzt werden die gut ausgebildeten Zahntechniker nicht mehr gerecht gezahlt...

erstes Kreuz beim Bullshitbingo. Sorry, aber die durchschnittlichen Gehälter sind nicht erst seit 5 Jahren unterirdisch. Schaut mal in die Berufsbeschreibung der Handwerkskammer! Die Zahntechniker profitieren vom angehobenem Mindestlohn! Da ist kein einziges Praxislabor schuld sondern jeder einzelne der solche Löhne zahlt!!!

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Dentinitus, ich erlaube mir Deine Sätz zu vervollständigen ;)

 

Diese besch...eidenen Gehälter haben doch viele gut ausgebildete Techniker gerade in die Praxislaboratorien getrieben. Sind wir doch mal ehrlich, uns Technikern ist doch völlig egal wer an unserer Arbeit mitverdient. Der Zahnarzt oder der Laborbesitzer? Hauptsache ist für uns was auf unsere Lohnstreifen steht. Klar schafft der Laborbesitzer die Arbeit heran, der Zahnarzt ebenfalls, aber der Techniker macht sie und beide verdienen an seiner Arbeitsleistung.

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Ich kann mich osfrontale nur anschließen, es müssen gleiche Voraussetzungen her! Man darf sich auch nicht wundern, wenn die Gewerblichen aufgrund der ganzen Thematik nicht mehr ausbilden....Ich kenne solche Fälle und kann es nachvollziehen.  Aber ich glaube wir können hier ewig diskutieren, es führt zu keinem Ergebnis. Jeder vertritt seine Interessen, egal ob Zahnarzt, Techniker oder Laborinhaber.

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Eins muss ich noch loswerden. ;-)

Dentinitus und Hinz-Kunz, ich gebe euch vollkommen recht, was die Gehälter angeht. Es ist doch ganz klar, dass man sich für den Arbeitgeber entscheidet, beim dem man am besten verdient und es dem Techniker auch egal ist, ob ihn ein Zahnarzt oder ein Laborinhaber bezahlt. Ich kann euch vollkommen verstehen.

Aber man muss auch sagen, dass sich die Auftragslage in den letzten Jahren in vielen Unternehmen, bedingt durch Gesundheitsreformen, Praxislabore, Auslands- und Billigzahnersatz deutlich verschlechtert hat. Wie soll man großzügige Gehälter zahlen, wenn das Geld nicht da ist.

Ich denke, dass viele Praxislabore auch nicht mehr soviel zahlen würden, wenn sie den Kostenapparat eines gewerblichen Labors hätten.  Wobei wir nochmal beim Thema gleiche Voraussetzungen sind...

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Wann war die letzte Gesundheitsreform? Praxislabor? Ja, um die kümmern wir uns ja. Auch hier ist das Arbeiten kein Zuckerschlecken. Ich bin mir sicher, dass viele Techniker, bei annehmbaren Gehältern, wieder ins gewerbliche Labor wechseln würden. Gegen billig kann man nichts machen, lediglich sich besser positionieren. Und welcher Kostenapparat? Meinen Sie z.B. die Einkommenssteuer gegen die Gewerbesteuer? Warum machen Zahnärzte gewerbliche Laboratorien auf? Um für andere Zahnärzte zu arbeit? Zum Glück spielt bei Zahnärzten Neid keine Rolle, deshalb sprechen sie ja nur in den höchsten Tönen voneinander.

 

Ich bin seit über 20 Jahren im Beruf, Meister, Betriebswirt usw. Alles immer selbst gezahlt. Was ich bis heute nicht verstehe: Wenn ein Technikerarbeitsplatz vergeben ist, dieser Techniker 2500 € verdient und den dreifachen Umsatz (7500 €) machen muss, warum muss ein Techniker, auf demselben Arbeitsplatz, bei einem Gehalt von 4000 € plötzlich 12000 € Umsatz machen? Wenn alle Kosten (Miete, Wasser, Strom) gleich bleiben, erhöhen sich nur die Lohnkosten um 1500 €, zzgl. Lohnnebenkosten von 23%, berechnet auf 1500 € = 1845 €. Demnach würden bei 4000 € etwa 10100 € Umsatz (inkl. höhere Lohnkosten im Urlaub und Krankheitsfall) genügen. Alles andere ist zusätzlicher Gewinn für den Arbeitgeber. Warum muss ein Techniker bei bezahlten Lachend Überstunden auch den 3fachen machen? Sind da nicht alle Kosten schon gedeckt? Bekomme er Überstunden auch im Urlaub oder bei Krankheit bezahlt?

 

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Fühl dich doch nicht gleich so angegriffen. Ich habe doch nichts negatives über den Praxistechniker gesagt. Ich kann es voll und ganz verstehen, wenn man aufgrund einer besseren Bezahlung dorthin wechselt. Und warum sollte das Arbeiten dort Zuckerschlecken sein? Es hat niemand behauptet, dass man in einem Praxislabor weniger leisten muss. Genauso wenig sollte meine vorherige Aussage eine schlechtere Bezahlung rechtfertigen, dennoch ist es ein Faktor der in manchen Betrieben eine Rolle spielt. Die Betonung liegt auf "manchen", da ich merke dass, wir hier gerne einen Hang zur Verallgemeinerung haben. Zumal es auch genügend gewerbliche Labore gibt in denen es top Arbeitsbedingungen gibt und gut gezahlt wird. Wie schon gesagt, es wird gerne Verallgemeinert....

Ich selbst bin kein Laborinhaber, will mich jedoch (wenn alles nach Plan läuft) einmal selbständig machen. Da ich mir auch Gedanken über meine Zukunft mache, und die Praxislabore nicht weniger werden, ist es sicherlich ein Thema, das mich früher oder später auch betrifft. Und ja, wenn ich mir die Artikel und Berichte in letzter Zeit ansehe, bin ich fest der Meinung, dass hier etwas schief läuft und mit zweierlei Maß gemessen wird.

Aber wie ich auch schon oben geschrieben habe, werden wir hier keinen gemeinsamen Nenner finden, da jeder von uns seine eigenen Interessen verfolgt.

 

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Es ist ja nicht so dass der Zahnarzt seine Techniker mit Gold überschüttet.

Ich als Techniker arbeite aber nur noch für einen Zahnarzt, mit dem ich auskommen muss. Ich weiß wie er seine Kontakte, Zementspalte, Form und Funktiom will. Ich bin innerhalb von 30 Sekunden beim Patient um die Geschichte anzuschauen.

Der Zahnarzt wiederum bekommt seine Arbeiten mit gleichbleibender Qualität, nicht das eine Mal vom Startechniker und mal vom Azubi oder Jungtechniker. Es geht ja nicht nur um Gewinnoptimierung, auch wenn das ein durchaus gewünschter Nebeneffekt ist.

Ist mit einer grossen Brücke etwas nicht so dass der Patient zu 100% zufrieden ist weil der eine Zahn etwas lang, kurz, schmal, breit,... ist freut sich jedes Labor wenn die Arbeit nach einem halben Jahr auf Kulanz wiederholt werden soll. Das gehört im Praxislabor auch dazu. Und das ist für das gewerbliche auf Dauer nicht drin. Spätestens nach der 2. derartigen Aktion sollte der Kunde doch realistisch bleiben was möglich und nötig ist.

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Meiner Meinung nach ist die FrageStellung der falsche Ansatz, wenn das Wohl des Patienten vorgeschoben wird.

Ist es da nicht sinnvoll dass der Zahnarzt die größtmögliche Kontrolle bekommt um Qualität und Standard sichern zu Können?

Gibt es unter diesem Aspekt etwa etwas besseres als eigene Mitarbeiter die nach den eigenen Vorgaben handeln?

Oder sollte man dann dritte ins Boot nehmen?

Im gewerblichen wie im Praxislabor wird doch auch mit Fräsmaschinen gearbeitet bei denen die Wertschöpfung im Labor bleibt und die Datensätze werden nicht (mehr) an Fräszentren geschickt die bessere, genauere und besser gewartete Maschinen haben mit Personal das auf diese Maschinen spezialisiert ist. 

Durch schlechte Politik sind wir auf diesen falschen Weg gekommen. Es war ein Preiskampf gewünscht um Qualität bezahlbar zu machen. Herausgekommen ist eine untergehende Branche die um Perspektiven kämpfen muss. 

Die Vertragswerkstätten haben sich gehalten trotz geringerer Kosten von ATU und CO.

Qualität ist das Einzige was auf Dauer hilft. Das hat unsere Branche verlernt. Ich kann doch nicht auf Qualität verweisen und mit Mindestlöhnern arbeiten.

 

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Zitat:
  Dentinus :

Gibt es unter diesem Aspekt etwa etwas besseres als eigene Mitarbeiter die nach den eigenen Vorgaben handeln?

Oder sollte man dann dritte ins Boot nehmen?   

 

Um ein gewerbliches Labor zu betreiben benötigt man eine Qualifikation = Meisterprüfung.

 

Diese ist nicht umsonst, weder vom Finanziellen noch vom Zeitaufwand her.

 

Was gibt es Besseres für die Qualität und Transparenz als eine fachspeziefische Prüfung ?

 

 

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Durch die Ausbildung ist ein Zahntechniker/eine Zahntechnikerin in der Lage Zahnersatz herzustellen. Mehr tut man nicht. Eine Betriebsführung findet nicht statt. 

Ein weiteres Problem in der Zahntechnik ist der vergleichsweise geringe Mehrverdienst gegenüber anderen Handwerksberufen. Deshalb sind mittlerweile ein großer Teil der Vertreter die im Labor antanzen Zahntechnikermeister. 

 

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