Online Gäste: 68 Mitgl.: 1 | Mitgl. Gesamt: 9.776 Neu: Soraya | Besucher Heute: 486 Gestern: 1.161 Gesamt: 8.254.612 Registrieren | Passwort? | Login

Nebenberuflich Selbstständig

Hallo liebe Kollegen,

ich weiß, das Thema wurde das ein oder andere Mal bereits angesprochen, jedoch würde ich gern Eure Meinung und vielleicht auch Tipps zu meinem Fall hören bzw lesen...

ich bin angestellter Meister in einem Praxislabor. Die Arbeit dort ist echt Klasse. Wir sind ein ziemlich gut ausgestatte, können daher auch tolle Arbeiten machen und obendrein ein gutes Team. Im Labor sowie auch mit unseren beiden Zahnarztpraxen. Es gibt kaum Gründe diesen Job aufzugeben. Außer das ich gern zusätzlich gern eine befreundete Praxis gern mit einigen Arbeiten von mir versorgen würde, bzw Sie es auch gern will. 

Mein Plan ist, meine Stunden in der Praxis ein wenig zu reduzieren, was auch durchaus denkbar ist. Ich würde mir dann einen Arbeitsplatz ganz offiziell mieten, natürlich alle vorherigen Schritte für eine Selbstverständlichkeit einleiten (Gespräch mit der HWK steht noch aus) usw.. Ich hätte ca einen Stundenaufwand von 10-15 h pro Woche um das zu leisten, was die Praxis gern von mir gefertigt haben will. 

Geht das überhaupt, das ich mir bei meinem Chef sogar eventuell den Arbeitsplatz mieten darf? letztendlich bin ich dann ja keine Konkurrenz für ihn und es könnte sich aus diesem Modell wirtschaftlich sogar eine win win-Situation ergeben.                                                

Was meint ihr dazu? Ich habe gehört, das es durchaus ähnliche Modelle in unserem Beruf gibt. 

Danke erstmal im Voraus 

Dentrick

Hallo, ich denke mal, das Naheliegendste wäre, zuallererst deinen Chef zu fragen, ob er damit einverstanden ist. Wenn er grundsätzlich schon dagegen ist, erübrigen sich alle weiteren Überlegungen. Ist er einverstanden, kannst du dir konkret Gedanken zur Machbarkeit machen. Unmöglich ist das sicher nicht. Ich könnte mir nur vorstellen, die Arbeitsplatzmiete in einem anderen Labor wäre logistisch/organisatorisch u.U. einfacher durchzuführen.

Gruß novum65

Gesamtstimmen: 0
Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Hallo Dentrick,

schau doch mal zum Beitrag 63 Jahre Praxislabor und deren Berechtigung.

Da wird das Thema Praxislabor heiß diskutiert. Du willst jetzt noch einen drauf setzen und in "deinem" Praxislabor auf eigene Faust einen zusätzlichen Zahnarzt mit ins Boot holen.

Ich habe grosse Zweifel dass das legal ist.

 

Gesamtstimmen: 0
Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Hallo dentrick,

du willst nur für einen Kunden arbeiten? Dann wirst du ein Problem mit Scheinselbstständigkeit bekommen. Ein Gespräch mit einem Steuerberater würde ich erstmal machen. Neben der Scheinselbständigkeit kommt bei sehr geringen Umsätzen dann noch das Finanzamt mit Liebhaberrei. Ist zwar beim ersten Steuerbescheid inzwischen normal, aber wenn dann nicht bald der Gewinn stimmt.......

Ob es da Sinn macht, sich mit deinen oben genannten Fragen zu beschäftigen, mußt du selber wissen.

Schönes WE

T4

Gesamtstimmen: 0
Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Danke erstmal für eure Anrworten!

Ich verfolge den Beitrag mit dem Praxislabor schon eine Weile. Ist ziemlich briskant , ja. Und ich verstehe das durchaus. Habe selbst jahrelang im Gewerblichen gearbeitet. Und auch ich verfolge die Interessen der gewerblichen Labore. Kann halt durchaus sein das ich selber zu einem werde. Trotzdem haue ich nicht auf die Praxislabore ein. Gut geführt und vernünftig ausgestattet,steht z.b unser Labor etlichen gewerblichen Laboren nicht nach. Auf jeden Fall was die Qualität und die Patientenzufriedenheit angeht. Die Unzufriedenheit der Gewerblichen in Sachen Benachteiligung kann ich durchaus verstehen. 

Zurück zum Thema.. ich will ja keinen anderen Zahnarzt mit ins Boot holen. Und woanders einen Arbeitsplatz mieten kommt für mich auch durchaus in Frage. Begreif das mit der Scheinselbständigkeit nur nicht so ganz. Im Prinzip läuft es ja so: ich erfülle meinen Job im Praxislabor und nebenbei versorge ich eine andere Praxis in einem relativ geringem und natürlich machbarem Umfang auf selbstständiger Basis. Wo auch immer das dann sein mag. In anderen Gewerken geht das ja auch. 

Naja, mal abwarten was die Kammer dazu sagt. Ich dachte, vielleicht gibt es ja jemanden unter uns hier, der ähnliches macht, gemacht hat oder auch so angefangen hat, in die Selbständigkeit zu gehen..

Gesamtstimmen: 0
Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Hallo Dentrick, hier sind meine Empfehlungen, wie du vorgehen solltest, was Du machen kannst und was Du auf keinen Falle machen solltest. Vorab: Ich bin Zahntechniker und kein Jurist, aber ich habe mich mit einigen aktuellen Themen sehr beschäftigt. Deswegen hier meine Tipps, die nur meine Empfehlung sind:

  1. Wenn Du aus einem PL für einen anderen Za. arbeitest, egal ob selbstständig oder scheinselbstständig, ist das ein sehr heisses Eisen. Du könntest in Berührung mit dem AkG kommen. Und vor allem der Zahnarzt, der Dir den Platz vermietet - der auf alle Fälle. 
  2. Wegen der Scheinselbstständigkeit solltest Du Dich unbedingt bei einem guten Steuerberater erkundigen. 
  3. Ich finde es klasse, wenn Du Dich selbstständig machen willst. Dann aber richtig. Alles andere sind nur Kompromisse, wo die Sicherheit das Hauptmotiv sind. Das geht meistens nie richtig ab in Richtigung wirklicher Erfolg. 
  4. Wenn Du ersteinmal liber auf Nummer Sicher gehen willst, miet Dir für eine befristete Zeit einen Arbeitsplatz in einem gewerblichen Meisterbetrieb und legt los. Mache das maximsal auf 12 -24 Monate und hole Dir in dieser Zeit 2-3 Zahnarztkunden. Danach machst Du Deinen eigenen Laden auf.

Viel Spaß beim Erfolg.

P.S.: Es geht bei den PL übrigens nicht um das Rumhakcen, sondern um Wettbewerbsverzerrung im großen Stil. Allerdings haben wir Zahntechniker über 60 Jahre zugeschaut und deswegen ist es gut, dass da jetzt etwas in Bewegung kommt. Aber das ist ja ein anderes Thema. Wenn Du wissen willst, wie Du in 6 Monaten 2 Kunden gewinnst, ruf mich einfach an. Ich sag Dir, was Du machen musst.

Sorry, wegen eventueller Rechtschreibfehler, ich habe keine Brille am Mann :-)

Gruß, 

Rainer

Gesamtstimmen: 0
Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Lieber fehlerhaft beginnen, als perfekt zu zögern