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Jahrmarkt-Feeling! Hier tanzt der Bär!

Also gut, es gibt sie noch, neu vorgestellte Gusslegierungen, etwa bei Kulzer. Aber jeder Jahrmarkt kennt solche Ecken, zu denen nicht jeder sofort hinrennt. Attraktionen, Publikumsmagnete finden sich auf der IDS woanders. Folgt mir durch die Hallen und seht her!

 

Zum Beispiel war der Stand von Zirkonzahn, sowieso schon in schwarzem Design gehalten, schwarz von Menschen. Zuerst hatte ich ihn inmitten des Getümmels gar nicht sehen können: Der Chef selbst, Enrico Steger, von Freunden und Anhängern auch „Heini“ genannt, umringt von einer neugierigen Schar, ließ seine Finger rund um seine Material-Palette spielen. An einer anderen Ecke des Standes machte ich unter den Zirkonzahn-Helden und solchen, die es werden wollen, eine weitere Berühmtheit aus: Udo Plaster, der gestikulierend seinen Implant-Planner erläuterte.

 

Wohin sich zuerst wenden? Eine Attraktion jagt die andere

 

Genauso wenig Durchkommen gab es rund um den Stand von 3Shape, der nur so von schwergewichtigen Softwareneuheiten strotzte. Die Menge bordete geradezu in die umliegenden Stände über. Also weiter zu Straumann: Von dort muss man abbiegen, hinaus aus der Halle in den breiten Gang hinein zu einer Attraktion, die bestimmt 6 Elefanten à 7 Tonnen aufwiegt: Es ist der Straumann-Truck, der hier für die Dauer der IDS Halt gemacht hat. Wirklich, ein eindrucksvolles 2.000 PS-Vehikel von 9 Metern Länge, das außerdem auf 6 Meter Breite aufgezogen werden kann. Ein beliebter Platz für viele Selfies – die Ihr übrigens später auch machen könnt. Denn der Truck tourt noch durch etliche Städte. Innen erwartet den Eintretenden – nein: kein Spiegelkabinett, sondern man kann man die Stationen des neuen digitalen und validierten Workflows von Straumann ablaufen. Neue glänzend weiße Hardware steht da, die unter dem Straumann-Label verkauft wird: angefangen vom Intraoralscannermuffel-forum.de Lexikon mit kleinem mundgerechtem Handstück und Gestensteuerung über Fräsgeräte für Praxen und Labore bis hin zum 3D-Drucker.

 

Das Schlagwort überall: CAD/CAMmuffel-forum.de Lexikon

 

Wären die Fräsgeräte nicht weiß, sondern dunkelblau, könntet Ihr sie vielleicht erkennen: Es sind – halt, halt: keine siamesischen wie auf mittelalterlichen Jahrmärkten, sondern eineiige – Zwillinge der neuen Ceramill DNA-Gerätegeneration von Amann Girrbach. Also hieß es jetzt für mich, damit mein Bericht für Euch weitergehen kann: „Auf zum Stand von Amann Girrbach!“ Die bisherigen Ceramill-Geräte sind nicht wiederzuerkennen. Das Herzstück, die Steuerung, wurde ebenso überarbeitet wie die Steuerungssoftware, Frässtrategie und das Gehäuse. Nun ist der Fräs- und Schleifprozess beschleunigt – bei Lithium-Disilikat ist er bis 60 Prozent schneller: durch großzügiges Vorab-Abtrennen nicht gebrauchter Teile („Carving-Methode“). Auch Kunststoffe werden wesentlich schneller gefräst. Amann Girrbach produziert selbst – ein großer Neubau wurde eigens für die neue Gerätegeneration geschaffen, mit moderner Technik – ein Hingucker: autonome Transportroboter – und angenehmem, freundlichem Ambiente für die Mitarbeiter. 5.500 Quadratmeter stehen zur Verfügung – wie viele Fußballfelder sind das noch mal? Auch die CAD/CAM-Materialien kommen aus dem Hause Amann Girrbach. Daraus ergibt sich der Vorteil, dass Geräte und Materialien von vornherein aufeinander abgestimmt werden können. Zu den Fräs-Materialien gehören jetzt zum Beispiel auch polychromatisches Zirkoniumdioxid (d.h. mit Farbgradient) sowie hochtransluzentes Zirkoniumdioxid mit über 30 Prozent kubischer Phase, wobei die Biegefestigkeit bei 1.100 MPa liegt und somit Klasse 5-Restaurationen möglich sind.

 

Damit habe ich für Euch, liebe Leser, das Alphabet im wahrsten Sinne des Wortes heruntergebetet – nicht heraufgebetet –, von Z wie „Zirkonzahn“ bis A wie „Amann Girrbach“.

 

Freut Euch jetzt auf weitere umlagerte Neuigkeiten von der IDS, zum Beispiel auf Multilayer-Zirkoniumdioxid mit inhärenter Fluoreszenz. Um dieses zu sehen, habe ich mich am Stand von 3M durch die Massen nach vorne gekämpft. Dafür habe ich einen Trick, denn man will ja nicht unhöflich sein und die Ellenbogen einsetzen. Zum Schlangestehen und vielleicht gar nicht zum Zuge Kommen ist die Zeit zu kostbar auf der diesjährigen IDS, zumal für mich als Euren Muffelmuffel-forum.de Lexikon-Boten. Probiert’s mal aus! Man ruft ins Gewühle: „Bitte Platz zu machen für die Elefanten des Sultans! Bitte Platz zu machen für die Elefanten des Sultans!“ Ganz von selbst öffnet sich die Menge. Und zu allen Seiten dankend wandelt man durch die Schneise.

 

 

Es grüßt Euch herzlich von der IDS

Euer Muffel-Bote