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Shitstorm auf der IDS oder die Wut der Zahntechniker

Ja, das betrifft die gesamte EU, dürfte in Deutschland nach derzeitigem Stand jedoch für uns Zahntechniker wenig ändern, außer möglicherweise eine konsequentere Dokumentation.

Bego nimmt dir hier die Doku ab, im Gegenzug kannst du dann ein offenes System nur noch geschlossen verwenden. Sobald du Fremdkomponenten integrierst war es das sofort wieder mit "MDR-Ready"

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Nur damit ihr jetzt am langen Wochenende keine Langeweile habt, etwas Lektüre:

http://data.consilium.europa.eu/doc/document/ST-10728-2016-INIT/de/pdf

hier ist von den 566 Seiten die Seite 52 interessant für ZT.

Aber dann auch die entsprechenden Anhänge, da muss man sich ein bisschen durcharbeiten, aber wir schaffen das.

http://data.consilium.europa.eu/doc/document/ST-7972-2017-INIT/de/pdf

Ja und das Ganze ist eigentlich jetzt schon EU Gesetz, es muss nur noch im Amtsblatt der europäischen Union veröffentlicht werden, was wahrscheinlich schon passiert ist, dann ist es innerhalb weniger Tage Gesetz (EU weit).

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Das ist eine Antwort auf Beitrag 23

Nicht nur die Fa. BEGO nimmt euch hier ne Menge Arbeit ab, es gibt da auch Anbieter, die euch aber auch den Zahnärzten diese Arbeit abnimmt.

Aber in beiden Fällen verliert ihr ein Teil eurer Selbständigkeit.

Ihr seit nicht mehr Herr über eure Entscheidungen.

Das bleibt ihr aber bei einer handwerklichen Zahntechnik unter Einhaltung der Bestimmungen für Sonderanfertigungen.

Da die digitale Zahntechnik ja viel mehr Verbreitung erlebt hat, als es Bedarf gib, das ist übrigens der Grund für den Verfall der Preise in dem Bereich, ist es doch eine Überlegung wert, konservative zu denken.

Möglicherweise hat Handwerk irgendwann wieder "goldenen Boden"!

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Weil ich ja weiß, wie Zahntechniker ticken, und ich sehe es ja auch bei den bisherigen Beiträgen dazu,  "wird schon nicht so schlimm werden, oder ist egal wie eine Krone hergestellt wird, ist immer Sonderanfertigung",  hier mal der genaue Gesetzestext.

 http://data.consilium.europa.eu/doc/document/ST-10728-2016-INIT/de/pdf (link is external)

Seite 52

Artikel 2

Begriffsbestimmungen

3. Abs. 2

  Zitat

"Serienmäßig hergestellte Produkte, die angepasst werden müssen, um den spezifischen

Anforderungen eines berufsmäßigen Anwenders zu entsprechen, und Produkte, die gemäß

den schriftlichen Verordnungen einer dazu berechtigten Person serienmäßig in

industriellen Verfahren hergestellt werden, gelten jedoch nicht als Sonderanfertigungen;"

Zitat Ende

 

Hier ist ein Satz ganz wichtig für uns:

Zitat

" Produkte, die ................. serienmäßig in industriellen Verfahren hergestellt werden, gelten jedoch nicht als Sonderanfertigungen"

Zitat Ende

Hier geht es nicht darum, dass zum Schluss eine, z.B. Krone entstanden ist, hier wird unterschieden, nach welchem Produktionsverfahren hergestellt wird.

Handwerkliche-  oder industrielle- Verfahren.

Und hier werden  unterschiedliche Anforderungen gestellt, ob Sonderanfertigung oder nicht Sonderanfertigung!

 

Das die Herstellungsverfahren  mittels Digitalisierung  und entsprechender Fertigungsverfahren ( CAD-CAM) als industrielle Verfahren einzustufen sind, ich denke darüber gibt es hier keinen Zweifel.

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Schön dass du es auf den Punkt bringst.

Ein Detail hast du jedoch übersehen:

Den Fräsvorgang selbst könnte man möglicherweise so definieren, jedoch macht dieser nur einen kleinen Teil in der Herstellung aus. 

Von einem vollständig "industriellen Verfahren" kann keine Rede sein. Es sind und bleiben Einzelstücke, welche der Zahntechniker herstellt. Ob mit der Maus oder dem Wachsmesser in der Hand ist dem Gesetzgeber völlig egal.

 

Aber wir entfernen uns zu weit vom Thema, dass Zahnärzte immer mehr zum Hersteller von Zahnersatz werden und wie Zahntechniker damit umgehen bzw dem entgegen wirken können.

Meiner Meinung nach kann die Antwort nur sein, technisch Up-To-Date zu bleiben, da man sich sonst selbst obsolet macht.

In wie weit kommende EU-Verordnungen nationale Gesetze ab 2019 verändern werden ist derzeit noch nicht ganz sicher. Aber die Antwort kann nicht sein sich dem Fortschritt zu verweigern. 

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zirkonfrank schrieb:

 

Den Fräsvorgang selbst könnte man möglicherweise so definieren, jedoch macht dieser nur einen kleinen Teil in der Herstellung aus. 

Von einem vollständig "industriellen Verfahren" kann keine Rede sein. Es sind und bleiben Einzelstücke, welche der Zahntechniker herstellt. Ob mit der Maus oder dem Wachsmesser in der Hand ist dem Gesetzgeber völlig egal.

 

 

Und darum geht es , um die industriellen Verfahren, deren Produkte dann keine Sonderanfertigungen sind.

Genau für die gelten andere Voraussetzungen als für Sonderanfertigungen, möglicherweise auch andere Steuersätze, schon mal drüber nachgedacht?

Wenn hier jemand glaubt, weil da "serienmäßig" steht, kann es sich ja nicht um Einzelanfertigungen handeln, dem möchte ich gerne mal diese Interpretation zuführen:

http://synonyme.woxikon.de/synonyme/serienm%C3%A4%C3%9Fig.php

 übrigens, es gibt Fachleute, die interpretieren auch schon CAD, und nicht nur CAM (und dabei ist egal, ob gefräst oder wie auch immer), als industrilles Verfaren, und dann macht es schon einen Unterschied ob Maus oder Wachsmesser!

 

 

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Ich hoffe inständig, dass möglichst viele Dentallabore ebenso denken wie du und den Fortschritt verschlafen, dann bleibt für die anderen mehr vom Kuchen.

Für uns als digitales Speziallabor ist die Lage inzwischen so, dass wir uns die Kunden aussuchen können und nicht umgekehrt. Zu unseren Bedingungen. Damit hat Handwerk für uns bereits jetzt wieder "goldenen Boden", wie du dir in Beitrag#25 gewünscht hast.

Für einen alten Hasen ist dieser ganze​ digitale Wandel sicherlich schwer nachzuvollziehen, ist dieser ja noch massiver als damals mit dem Aufkommen präziser Einbettmassen, lichthärtender Kunststoffe...

 

Deine Interpretation einer Sonderanfertigung halte ich für seeehr unwahrscheinlich, aber wir werden sehen wie der Gesetzgeber das letztendlich regeln wird. 

Und immerhin dabei werden wir die gesamte Dentalindustrie auf unserer Seite haben.

Bis dahin genießen wir die goldene Auftragslage.

Da ansonsten keiner mehr mitschreibt und unsere Diskussion sich im Kreis dreht, bin ich vorerst raus.

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Vor 10 Jahren waren es solche Leute wie du die unser Handwerk durch die Digitalisierung dem Tod geweiht sahen und probagierten. Dadurch versäumten viele Dentallabore  Lehrlinge auszubilden. Wozu wird ja in Zukunft keiner mehr gebraucht. Heute haben wir die Quittung. Die Digitalisierung hat in größtenteils jeden Dentalllabor Einzug gehalten aber Techniker werden trotzdem gebraucht, blos es gibt immer weniger Techniker. Das Handwerk ist geblieben und Einbettmasse usw. werden immer noch benutzt.

Du Digitali Speziali bleib in deiner Welt wir in unserer und schau nicht so von oben auf uns herab,denn Hochmut kommt vor dem Fall

PS: Wenn der Strom mal ausfällt, ich weis mir zu helfen Dein Bildschirm bleibt schwarz Zunge raus

 

 

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.....also wenn bei uns der Strom ausfällt, geht bei uns kein Bunsenbrenner (elektrischer Gasschalter), kein Licht, kein Vorwärmofen, kein Abdampfer und kein Handstück. 

Ich weiß schon, was Du sagen möchtest, aber ......... Und ob die nicht vorhandenen Kollegen auf die seinerzeit aufkommende Digitalisierung zurückzuführen ist, ich weiß nicht. Denke da gibt es SEHR viele andere Gründe. 

Grundsätzlich muß jeder seinen Weg finden, aber spätestens in 5 Jahren kommt niemand mehr an "Digital" vorbei. Es wird vermutlich immer noch diverses "zu Fuß" erledigt werden müsssen, aber es wird immer weniger. Wir modellieren z.B. keine K&B Arbeiten mehr. Wer hätte das vor 5 Jahren gedacht......?

Gruß

Bastler

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Hallo ZTM,

kein Grund persönlich zu werden, oder habe ich dir irgendetwas getan?

Ich denke deine Argumente hat Bastler bereits kommentiert. Danke hierfür, Bastler!

 

Mein Anliegen war lediglich aufzuzeigen dass der digitale Wandel auch riesige Vorteile bietet und man diesen nicht seinen Zahnärzten überlassen sollte. Und genau das passiert, wenn wir unsere Kunden auf diesen Gebiet nicht entsprechend betreuen!

 

Wenn sich bei diesem​ Aufruf bereits manche auf den Schlips getreten fühlen, verstehe ich sehr gut dass manche wie MasterDisaster ihre Erfahrungen nur noch per PN mitteilen. Schade um dieses Forum.

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