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Teilzeitkräfte in der Zahntechnik

Hallo Kollegen, was habt ihr so für Erfahrungen mit Teilzeitkräften?

Mein Chef stellt immer mehr Teilzeitkräfte ein nach dem Motto "besser Teilzeitkräte als gar keine"

Dies führt bei uns aber zu immer mehr Spannungen in der Belegschaft.

Die denken die Regeln und Besonderheiten in der Zahntechnik gelten nur für Vollzeitkräfte.

 

Überstunden so gut wie nie möglich, Korrekturen von Arbeiten müssen andere übernehmen weil man ja pünktlich weg muss, 

Reparaturen gehen nicht weil man ja dem Meister damit drohen kann, dass die regulären Arbeiten sonst nicht fertig werden.

Das stinkt uns Vollzeitkräften mitlerweile sehr. 

 

Grundsätzlich wollen ja wahrscheinlich 99% der Teilzeitkräfte vormittags arbeiten. Wir können dann nachmittags rotieren.

 

Also ich würde mir beim nächsten Vorstellungsgespräch genau ansehen wie lang die zukünftigen Kollegen täglich arbeiten.

Ich schaue mich gerade um was auf dem Markt so los ist, würde aber niemals wieder in einen Betrieb gehen wo viele Halbtags arbeiten.

Da ist man doch nur der blöde am Ende

Wie sind eure Erfahrungen und wie geht ihr damit um?

hi.

hi

Zitat:

Da ist man doch nur der blöde am Ende: Wie sind eure Erfahrungen und wie geht ihr damit um?

Hatten ähnliche Erfahrungen - ist eine Frage der Teamführung zu vermeiden, dass sich jemand einer Problemlösung durch Pünktlichkeit beim Arbeitsende entzieht - entziehen kann.

Ist schon eine Aufgabe Teilzeit zu integrieren! - Nicht einfach - Teamgeist entsteht auch nicht aus dem Nichts. Wenn das Gefühll (od. oder Tatsache?) entstanden ist, Teilzeitler belasten die Vollzeitler auch dadurch, dass sie angeblich oder absichtlich "trödeln", dann ist allerdings "hängen im Schacht".

Die Arbeitswelt der Zahntechnik entwickelt sich immer mehr zum Horrortrip auch ohne Teilzeitler (nicht unbedingt durch sie). Ich würde allerdings Teilzeitler (wieder) einstellen.

hf

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Teilzeitkräfte arbeiten selten grundlos Teilzeit. Selten ist der Grund durch die Zahntechnik erworbener Reichtum. Meist sind Kinder zu versorgen bzw. von Kindergarten und Schule abzuholen. 

 

Dadurch sind Überstunden kategorisch ausgeschlossen. Mehr Betreuung bedeutet höhere Kosten, ebenso ist es mit dem Essen in der entsprechenden Einrichtung, das geht richtig ins Geld. Hier geht ein Mehrverdienst gleich drauf- Wenn es denn reicht.

 

Wenn jemand für 4 Std. anheuert kann man eben keine 5 Stunden Arbeitszeit erwarten.

Teilzeitkräfte sind als Entlastung anzusehen und nicht als arbeitsscheue unkameradschaftliche Drückeberger!!!

 

Wenn es so ist dass die Teilzeitkräfte keine Reperaturen machen können  weil sonst die "richtigen Arbeiten" nicht fertig werden ist doch eher eine allgemeine mangelhafte Planung gegeben. Wenn die Teilzeitkräfte so mit "richtiger Arbeit" ausgelastet werden dass sie keine Luft für Außerplanmäßiges haben müssen es die übrigen ausbaden -wenn sie es -mehr oder weniger zähneknirschend -machen.

Organisatorisch müßte man die Arbeitsplanung komplett überholen, so dass die Teilzeitkräfte die Vollzeitkräfte mehr entlasten und ihnen mit den Reperaturen den Rücken freihalten und dann- so wie es klappt- "richtige Arbeiten" übernehmen wenn die Reperaturen abgearbeitet sind.

Wenn die Reperaturen noch nicht da sind wenn die Teilzeitkräfte anfangen müssen sie eben früher abgeholt werden, dann muß auch mal der Patient früher beim Zahnarzt einbestellt werden.

Die Frage ist doch auch nicht warum Teilzeitkräfte pünktlich Feierabend machen, sondern warum es die Vollzeitkräfte nicht können!!!

Wenn es bei euch nicht anders ist als überall sonst bekommt die Teilzeitkraft einen geringeren Stundenlohn. Da lässt die Motivation nach der regulären Arbeitszeit auch gerne nach, besonders wenn frau vor dem Mutterschutz mehr Geld für die Arbeitsstunde bekam. Meist ist ja das Argument für die schlechtere Bezahlung von Teilzeitkräften deren mangelnde Flexibilität.

 

Meine persönlichen Erfahrungen waren allesamp positiv. Alles Muttis die arbeitswillig und motiviert waren. Und die meisten sind sich nicht zu Schade für eine Reperatur, Unterfütterung oder was auch immer anfiel.

 

Fazit: Ich habe absolutes Verständnis für die mangelnde Flexibilität der Teilzeitkräfte. Was mir fehlt ist das Verständnis für die negative Betrachtung der Teilzeitkräfte, da sie- wie bereits beschrieben- eine Verstärkung des Teams darstellen, keine Schwächung.

Ich fände es interessant wenn jemand die Situation aus Sicht einer Teilzeitkraft schildern könnte.

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Sehe das ähnlich wie Dentinitus.

Wenn es bei euch zu Spannungen kommt und sich - deiner Schilderung nach - sogar 2 Lager gebildet haben, ist das Problem imho in der Mitarbeiterführung und Arbeitsplanung zu suchen.

 

Vor einigen Jahren hatte ich als angestellter Techniker gleich 2 Teilzeitkräfte als Kolleginnen, welche unterschiedlicher nicht sein konnten.

Die eine Technikern hast du oben quasi beschrieben, da gab es massiv Stress. Die andere Dame war einfach super, engagiert, hilfsbereit und fleißig. Überstunden waren natürlich auch bei ihr ein Problem, mit etwas Planung und frühzeitiger Nachfrage aber auch durchaus möglich.

Ich denke daher wie mein Vorredner dass eine Teilzeitkraft durchaus eine Bereicherung und Entlastung sein kann. Die dafür notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen ist natürlich Aufgabe deines Chefs.

 

Auch möchte ich zu bedenken geben, dass eine motivierte Teilzeitkraft in 4-5 Stunden durchaus die Leistung einer mäßig motivierten Ganztageskraft erbringen kann. Und dann sieht es mit der Bezahlung auch schon wieder anders aus Zwinkernd

 

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