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Angemessenheit Interimsprothese

Hi zusammen,

ich befinde mich gerade in Behandlung zur Setzung von zwei Implantaten. In diesem Zusammenhang wurde zur Überbrückung des Eingriffs eine Interimsprothese angefertigt.

Bei den ersten Beratungsgesprächen zusammen mit dem Zahnarzt wurde mir eine solche Prothese gezeigt. Diese setzte sich aus den Zähnen, hautfarbenem Kunststoff sowie Metallbügeln zusammen. Eine Prothese, wie ich Sie als Laie mir im klassischen Sinne vorgestellt habe.

Nun habe ich gestern meine für mich angefertigte Prothese erhalten, und diese wirkte auf den ersten Blick nicht so hochwertig und wesentlich günstiger verarbeitet, als das Anschauungsstück. Nachfolgend stelle ich euch ein Bild zur Verfügung, damit ihr euch einen besseren Eindruck machen könnt.

https://ibb.co/d4r0id

Betroffen sind die beiden unteren Frontzähne.

Nun meine eigentlich Frage: Gemäß Kostenvoranschlag kostet diese Prothese rund 345 €. Der Kassenzuschuss ist hierbei nicht berücksichtigt. Meint ihr, dass dieser Preis für die dargestellte Prothese angemessen ist?

Die Beschreibung gemäß Kostenvoranschlag geht auf weitere Materialien ein (wie z. B. Verwendung von gebogenen Klammern), die in der Ausführung jedoch nicht ersichtlich sind. Des Weiteren soll damit ein Zeitraum von 6 Monaten überbrückt werden. Essen sollte damit ebenfalls möglich sein.

Nach Rücksprache mit dem Zahnarzt wird darauf verwiesen, dass alles korrekt sei und das Material in Abhängigkeit der gesamten Zahnkonstellation (nur sinngemäß wiedergegeben, da mir der genaue Wortlaut entfallen ist) gewählt wurde.

Ich persönlich kann das Ganze leider überhaupt nicht beurteilen, da ich mich mit der Materie nicht auskenne. Eine Einschätzung von einem Experten wie euch bezüglich der Kosten würde ich sehr begrüßen.

Vielen Dank vorab!

 

 

Eingestellt in:

http://www.paradisi.de/Beauty_und_Pflege/Zahnpflege/Zahnersatz/Forum/#PostingsUnbeantw

 

...nun ja, es ist immer schwierig, Arbeiten von Kollegen zu beurteilen, da man auch den korrekten Arbeitsauftrag nicht kennt.

Die Kosten von 345.- beinhalten sicherlich auch die Behandlungskosten, anders kann ich es mir nicht vorstellen. Laborseitig kostet so eine Prothese sicher nicht mehr 170.-     Wenn auf dem KVA die Klammern vermerkt sind, dürfen sie aber aber auf der Rechnung nicht vorhanden sein, da keine angefertigt wurden. Warum hier keine Klammern gemacht wurden ist mir momentan nicht klar, Gründe dafür und auch dagegen gäbe es natürlich schon. Kann man denn mit der Prothese halbwegs essen, also hält die Konstruktion im Mund?

Der erwähnte Metallbügel ist sicher nur bei endgültigen Versorgung zu finden. Zur Prothese selber kann ich nur sagen: Wir würden diese anders hersellen, also Optimierungsbedarf sehe ich (meine Meinung ist unmaßgeblich) doch schon.

Zum Material kann man nur sagen, dass es sicher normaler Kunststoff ist, warum der allerdings farblos ist? Vielleicht weil er anscheinend auch nach "vorne" extendiert ist....? Stichwort Sichtbarkeit?

Ein Bild von frontal wäre schön.

 

 

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Ein oder zwei weitere Fotos aus anderem Betrachtungswinkel wären gut. Ohne Beschreibung, was man da sieht, hätte ich bestenfalls auf eine Röntgenschablone mit Bariumsulfat-Zähnen getippt.

Wann sollen denn Implantate gesetzt werden? Wie groß soll die Versorgung werden?  Zwei Kronen? Wurden die Zähne gerade extrahiert (gezogen) oder fehlen die schon länger?

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"Was der Planetenlauf umkreist und was ihr Schimmer überglänzt, so weit sei Dir dein Ziel gegrenzt, das hast Du Macht, Dir zu erwerben." ( Parcival, Wolfram v. Eschenbach )

Das ist eine Ausführung ähnlich der Valplastprothese.

Insofern ist die Ausführung korrekt sofern keine Mängel (Druckstellen, Spannungsgefühl, Druck auf das Zahnfleisch,...) vorliegen.

Der Ersatz für die gebogenen Klammern ist der "vordere Anteil" zwischen Lippe und den Zähnen neben der Lücke. Dieser wird flexibel sein um das Ein- und Ausgliedern der Prothese zu ermöglichen.

Der Effekt ist derselbe. die Prothese wird vor Abzugskräften geschützt. Im Sichtbaren Bereich sind Metallklammern nicht sehr schön. Auch ist das Material verträglicher, da im Klammerdraht Nickel enthalten ist und der Kunststoff ist Monomerfrei.

Nachteil ist daß diese Prothese nicht oder zumindest nur sehr aufwendig zu erweitern ist. Das ist allerdings in diesem Fall zu vernachlässigen da ja die Implantate ca. 6 Monate einheilen und dann die Lücke geschlossen wird.

In der Regel ist diese Variante deutlich teurer und meines Wissens eine reine Privatleistung.

Über die Kosten wird der Patient aber aufgeklärt -hier gehört natürlich die Aufklärung über Alternativen dazu- und unterschreibt was er bekommen möchte.

Transparent oder rosa, das ist in dem Fall Geschmackssache. 

Mir erscheint allerdings die Ausdehnung zum Mundboden hin etwas überdimensioniert. Wenn es aber beim Essen, sprechen,... nicht stört ist das in Ordnung.

 

Dentinitus

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Hallo und vielen Dank für die kompetenten Antworten!

bastler schrieb:

Die Kosten von 345.- beinhalten sicherlich auch die Behandlungskosten, anders kann ich es mir nicht vorstellen. Laborseitig kostet so eine Prothese sicher nicht mehr 170.-     Wenn auf dem KVA die Klammern vermerkt sind, dürfen sie aber aber auf der Rechnung nicht vorhanden sein, da keine angefertigt wurden. Kann man denn mit der Prothese halbwegs essen, also hält die Konstruktion im Mund?

Ja, die 345 Euro beziehen sich auf die gesamten Kosten, also einschließlich Material, Herstellung sowie Honorar des Zahnarztes.

Die Prothese sitzt sehr fest im Mund, sogar so fest, dass das Einsetzen und Herausnehmen sich sehr schmerzhaft gestaltet. Hat man sie erst mal im Mund, trägt sie sich nach so 30 – 60 Minuten – nachdem der Kunststoff weich wurde – relativ angenehm.

Essen klappt soweit, wobei ich aber damit nicht direkt ab- oder zubeiße. Dabei entsteht ein etwas unangenehmer Druck auf das darunterliegende Zahnfleisch.

Was mir noch aufgefallen ist, ist, dass ich mit der Zunge an dem recht dicken Material anstoße und dadurch geringfügig lispel. Es ist jetzt nicht gravierend, aber ich bin mir nicht sicher, ob das bei einer temporären Prothese der Fall sein sollte und ob das als Mangel zu betrachten wäre.

hyoideus schrieb:

Ein oder zwei weitere Fotos aus anderem Betrachtungswinkel wären gut. Ohne Beschreibung, was man da sieht, hätte ich bestenfalls auf eine Röntgenschablone mit Bariumsulfat-Zähnen getippt.

Wann sollen denn Implantate gesetzt werden? Wie groß soll die Versorgung werden?  Zwei Kronen? Wurden die Zähne gerade extrahiert (gezogen) oder fehlen die schon länger?

Ich hab ergänzend noch weitere Bilder davon angefertigt, die ich euch unter nachfolgendem Link zur Verfügung stelle.

https://ibb.co/f1hXJd

https://ibb.co/czJHjJ

https://ibb.co/mSfxjJ

Die Implantate werden voraussichtlich in ca. 3 Monaten gesetzt. Dabei handelt es sich aber nur um die Implantate selbst (2 Stück). Die Kronen werden in ca. 6 Monaten auf die Implantate gebaut, nachdem diese komplett eingeheilt sind.

Es waren Zähne vorhanden, die gezogen wurden. Die 3 Monate bis zur Setzung der Implantate dient der Wundheilung und dem Aufbau der Knochen – wie mir berichtet wurde

 

Dentinitus schrieb:

Über die Kosten wird der Patient aber aufgeklärt -hier gehört natürlich die Aufklärung über Alternativen dazu- und unterschreibt was er bekommen möchte.

Ein Beratungsgespräch über Kosten bzw. über alternative Ausführungen hat es nicht gegeben. Mir wurde in einem Gespräch lediglich eine Prothese gezeigt, und diese wich optisch eben sehr stark von dem Modell ab, das ich erhalten habe.

Aus diesem Grund wurde ich auch etwas misstrauisch, ob die Ausführung tatsächlich zu dem Angebot passt.

Falls das für euch in Ordnung ist, würde ich ergänzend eine Kopie der Rechnung einstellen, sobald ich Sie bekommen habe und falls irgendwelche Unstimmigkeiten auftauchen. Dabei würd ich natürlich sämtliche Daten der beteiligten Personen und Praxen schwärzen.

Ich Bedanke mich vielmals für die vielen, produktiven Rückmeldungen von euch. Hat mir auf jeden Fall schon mal ein Stück weitergeholfen.

Viele Grüße

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Wie gesagt sind die Halteelemente dieser Konstruktion nur gegen Abzugskräfte, nicht gegen Kaudruck. Daher der Druckschmerz beim Abbeißen, wobei die frische Extraktionswunde zusätzlich empfindlich ist.

Wenn die Prothese im kalten Zustand etwas steifer ist kann sie in warmem Wasser ( nicht heiß!!! nur warm) geschmeidig gemacht werden, das wird das eingliedern etwas erleichtern.

Alles Gute, halte uns auf dem laufenden.

Dentinitus

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Ja, jetzt kann man es besser erkennen. Die Ausführung ist recht geschickt und eine gute Alternative zur Kassenleistung. Die Ausdehnung zum Mundboden hin, resp. Zungenbändchen könnte etwas kürzer ... dient wohl der Stabilität.

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"Was der Planetenlauf umkreist und was ihr Schimmer überglänzt, so weit sei Dir dein Ziel gegrenzt, das hast Du Macht, Dir zu erwerben." ( Parcival, Wolfram v. Eschenbach )

Hallo nochmal,

ich habe nun die dazugehörige Rechnung erhalten. Diese setzt sich aus der Rechnung des Zahnarztes und die des Labors als Anlage zusammen.

Wie bereits in dem Angebot vermerkt, steht in der Rechnung die „Verwendung mehrarmiger gebogener Klammern“, die aber so an dem Modell nicht verbaut wurden. Scheint wohl ein Fehler zu sein.

Unabhängig davon wird in der Anlage „Rechnung Labor“ auf die jeweiligen Materialien eingegangen. Diese sind mit den ausgewiesenen 40 € relativ günstig. Pauschal kommt dann noch die „Summe Leistung“ – also für meine Begriffe die Fertigung - in Höhe von rund 200 € hinzu. Weitere Unterteilungen in z. B. die angefallene Bearbeitungszeit in Stunden werden nicht vorgenommen.

https://ibb.co/k2mmzT

https://ibb.co/e274m8

Haltet  ihr die angesetzten Kosten für die aufgezeigte Prothese für angemessen? Ich selber bin mir nicht sicher bedingt durch die Widersprüche zwischen Leistungsbeschreibung und der tatsächlichen Ausführung. Wäre super, wenn ihr mir eure Meinung dazu schildern könntet.

Besten Dank euch nochmals vorab.

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Hallo Meppel,

 

das sieht doch alles sehr anständig aus. Auch scheinst du mit der Interimsprothese ganz gut zurecht zu kommen. 

 

 Es drängt sich hier eher der Verdacht auf dass das Vertrauensverhältnis Arzt-Patient nicht gegeben ist?

 

Natürlich könntest du wegen den Klammern nochmal nachfragen und auf eine korrigierte Rechnung bestehen. Dies wäre dann jedoch mit deutlich erhöhten Kosten für dich verbunden, da solche Klammern imho eine reine Privatleistung sind.

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Hallo philcad,

vielen Dank für deine Antwort. Wie ich bereits geschrieben habe, wurde mir in einem Beratungsgespräch eine gänzlich andere Bauform einer Prothese aufgezeigt. Da das Angebot sowie die Rechnung anscheinend auch auf dieses andere Modell ausgelegt sind, gab mir es Anlass, das zu hinterfragen. Es geht mir nicht um das Vorhandensein der Klammern, sondern darum, nicht mehr zu bezahlen, als ich gerechtfertigt ist.

Viele Grüße

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Habe kurz mal die Rechungen überflogen.

Der Kollege hat solide auf der Basis nach GKV abgerechnet und nicht nach privater Leistungsliste, die angezeigt wäre. Nach GKV mussten Halteelemente (gebogene) abgerechnet werden ! Die Ihnen zugute gekommene Konstruktion ist (zeit)aufwendiger und Sie sind offensichtlich zufrieden mit dem Halt.

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