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3D Druck von Modellen

Anspruch hin oder her. Schlussendlich endscheidet der Patient/Kunde für was und wieviel er sein Geld bereit ist auszugeben.

Ich drucke die Modelle für Aligner mit einem Wanhao D7 plus. Nach kurzer Einarbeitung klappt das. Auch Gußobjekte und Kronen/Brücken für die Einprobe habe ich damit schon gedruckt, wobei ich da noch an den Parametern etwa feilen muss. Für den Einstieg waren mir andere Drucker einfach zu teuer und beim Formlabs gefällt mir das Kartuschensystem nicht. Suche mir lieber selbst das Material aus welches zu mir passt.

 

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Also ich teste gerade den anycubic photon. bis jetzt sind die ergebnisse ganz gut. Welches Resin nutzt du? bei mir ist es monocure Grey. Formlabs ist noch zu teuer. Der Anycubic druckt schneller und kostet nur 470 euro amazon preis.

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Ich nutze für die Modelle das Modelresin von Senertek. Es hält die hohe Temperatur der Tiefziehschienen aus, 80$/kg plus Versand. Kommt aus der Türkei.

Habe auch von ihm das castable Resin, funktioniert auch gut, 90$/kg

Am Formlabs2 stört mich das Kartuchensystem. Aber es gibt ja inzwischen genügend Altenativen.

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Hallo zusammen,

wir haben jetzt seit März nen Formlabs 2 3DDrucker der,  aber erst jetzt  6 Monate später einwandfrei arbeitet.

Problem weder HS noch Formlabs selbst haben eine Ahnung von der Benutzung im Dentalen Gewerbe.  Haben dann, mit viel Ausprobieren und ein paar Tipps von Kollengen die,  diesen auch schon lange haben, endlich den Dreh raus bekommen.

Wichtig ist vor allen Dingen ist, das man bei 3Shape die Materialdatei Formlabs verwendet, mit den Mindestdicken der Modelle (es sind dann Hohlmodelle mit 3 Passungsgrößen für Stümpfe) und das alle Modelle auf der Plattform direkt gedruckt werden ohne Stützaufbauten!!! Die sorgen nur für Abzüge und Fehldrucke!

Sollte man Modelle haben die nicht Achsgenau (z-Achse) auf der Form liegen, sondern schief, muss man diese natürlich im Winkel drucken. Hierbei 2 Tipps:

- immer im 45 ° Winkel mit labial zur Wiper Side

- Stützstruckturen im Hohlgelegten Teil des Modells verstärken und die Gegenüberliegende Seite des Modells zur Wiper Side auch besser abstützen mit Stützstruckturen

Haben seit dem keine Fehldrucke mehr!

Noch was nebenbei :

- Am besten beim Erstellen der Modelle bei der Finalen Formung noch an der Rückseite der Modelle im 45° Winkel  beschneiden; zum besseren Lösen von der Plattform später.

- Form cure und Form Wash sind wirklich notwendig. Die Handwaschung und Aushärtung mit anderen Geräten ist fast unmöglich. Wir haben so angefangen und auch komplette allon4/6 so gemacht aber es ist immer kritisch ob nicht doch zB. im Analogschacht nicht doch noch KS verblieben ist oder das Material zu wenig/zu stark aushärtet!

Mich würde es interessieren wie Ihr das macht?

Habt Ihr andere Tipps? Oder händelt ihr den Formlabs 2 genauso?

Freu mich auf jede Antwort.

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Ist ja schön, diese digitale Welt, ihr druckt jetzt eure Modelle, find ich auch interessant, aber irgendwie klemmt das noch, wenn ich das hier so lese.

Irgendwann wird man aber auch Modelle drucken können, die richtig gut sind.

Ich hab ja früher meine Modelle aus Gips hergestellt, also Gips, das ist dieses Mineral, dem man beim Brennen Wasser entzogen , dan fein gemalen hat, und das durch Wasser hinzugäbe eine plastische Masse ergibt, aus der man dann nicht digitale Abdrücke ausgießen kann.

 Was jetzt nicht digitale Abdrücke angeht, dass will ich hier nicht weiter beschreiben.

Ich will auf etwas ganz anderes hinaus.

Wir bekamen damals für ein Modell so um die 10 €, wenn ich mich recht erinnere.

Das war eigentlich schon damals eine unterbezahle Serviceleistung.

Ihr habt heute zur Modellherstellung Hightech Geräte und dementsprechende Materialien, da müsst ihr ja um das vielfache höhere Preise als ich damals nehmen, um wirtschaftlich klar zu kommen?

Und ich dachte, Geiz ist Gail!

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@dentalfriedrich:

Nur mal so am Rande - Modelle druckt man im Allgemeinen nur, wenn der klassische Weg nicht funktioniert. Also bei digitalen Abdrücken zum Beispiel, da gibt es diese dubiosen mit Strom angetrieben Geräte, welche wie eine Lampe Licht ausgeben und auf einer Fläche dann einem ein Bild der Präparation anzeigen. Zwinkernd

Es soll ja Kollegen geben, welche sich einfach den Bildschirm mit Gips ausgießen, im Allgemeinen bevorzugt man dafür jedoch den 3D-Drucker.

 

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philcad schrieb:

 

Es soll ja Kollegen geben, welche sich einfach den Bildschirm mit Gips ausgießen, ..................

 

Ich kann mir nicht vorstellen, wie das funktionieren soll, die Modelle sind bestimmt nicht präziese.

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Ja das Thema 3D-Druck ist leider nicht ganz so einfach – wie von Shalima oben beschrieben, sechs Monate Lernkurve um akzeptable Ergebnisse zu bekommen?! Aber wenn es dann auch noch um komplexe Fälle geht, wie z.B. Modelle mit mehreren Implantatanalogen, ist das Thema Genauigkeit ausschlaggebend - hier kann ich nur zum Zukauf raten. Als Fertigungsdienstleister haben wir viele Jahre in das Thema Prozessentwicklung für additiv gefertigte Modelle und in die entsprechenden Technologien, die einem Industriestandard entsprechen investiert. Heute können wir eine Bandbreite an Modellvarianten anbieten, vom gepinnten Sägeschnitt, herausnehmbare Stümpfe, Implantat –oder Orthomodelle mit stabiler reproduzierbarer Qualität.

Auch wenn die Industrie das Thema 3D Druck als die Revolution für die ZT bewirbt – viel Zeit und Testrunden sind ein Muss und es ist davon auszugehen, dass es Unterschiede hinsichtlich Genauigkeiten gibt zwischen einem Einsteiger Desktopdrucker und einem highend Industriesystem.

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Habe mich in den letzten Tage wieder etwas mehr mit 3D-Druck beschäftigt, weil ich das für große Implantatarbeiten brauche.

Eine Frage war auch, ob ich ergänzend zu meinem FDM-Drucker (Ultimaker 2+, meist mit PLA und 0,25 mm Düse betrieben) vielleicht auch einen SLA oder DLP Drucker anschaffen sollte.  Im Thread hier wurde auch der Anycube Photon erwähnt, den ich mir auch genauer angesehen habe.

Zunächst einige Links zur Genauigkeit:

https://3faktur.com/genauigkeiten-bzw-toleranzen-im-3d-druck/

https://www.machinedesign.com/3d-printing/accuracy-additive-manufacturing

Das Thema Modellerstellung für zahntechnische Zwecke im 3D-Druck hat sich damit aus meiner Sicht im Bezug auf die Präzision erledigt.

Für mich erstaunlich war die hohe Schrumpfung der Kunstharze für SLA-, DLP- und LCD-Drucker: 5 bis 7 % ist normal, wobei die Schrumpfung der Harze dann offenbar auch noch von Charge zu Charge etwas variiert.

Nachdenklich stimmen sollten auch der Unmstand, dass für die Nachbearbeitung von mit SLA-, DLP- und LCD-Druckern hergestellten Teilen eine Nachhärtung mit UV-Lampen empfohlen wird. Im Klartext bedeutet das, dass es NACH dem Druck eine Materialschrumpfung geben wird, die inerhalb der Werkstücke und von Werkstück zu Werkstück schwanckt. Das ist ein ähnliches Problem wie bei Kompositfüllungen im Seitenzahnbereich: Es findet zwingend eine Schrumpfung und damit auch ein Materialfluß oder ein Aufbau von Spannungen statt, was zu Verzug und/oder Rissen führt. Die von der Lichtquelle entfernten Stellen werden dabei schlechter und langsammer ausgehärtet (ein Grund warum ich als Zahnarzt im Seitenzahn noch immer vorzugesweise Amalgam als Füllmaterial verwende).

Beim 3D-Druck kann man diese Materialschrumpfung grundsätzlich durch entsprechende Berechnungen so kompensieren, dass die Werkstücke sich am Ende nicht mehr verformen und zugleich auch noch ausreichend Maßgenau sind, aber das ist sehr kompliziert.

Dazu kommen dann noch solche Phänomene, wie dass die Lichtstärke bei den Druckern nicht überall gleich ist. Bei LCD- und DLP-Druckern kann man diese Unterschiede durch Versuche ermitteln und dann durch entsprechende Masken, bzw. durch eine Anpassung der Belichtungszeiten für die einzelnen Pixel berücksichtigen.

Ein Problem dürfte auch sein, dass die Folien bzw. die Böden der Wannen mit dem Harz und auch das Harz altern. Zwischen "neu" und "unbrauchbar" gibt es zwangsläufig Übergänge. Man müßte diese Veränderungen ständig messen und die Software müßte diese beim Druck berücksichtigen. 

Der Anycube Photon druckt, wie man auf Youtube sehen kann, z.B. wunderschöne, scheinbar sehr "genaue", weil detailreiche Teile, ABER, der vom Hersteller mitgelieferte Slicer, den man kostenlos herunterladen kann, verfügt über keinerlei Möglichkeiten zur Kompensation der Schrumpfung. Mit dem Slicer von https://www.formware.co/slicer hat man sehr viel mehr Möglichkeiten, aber dieser Slicer kostet 300 €. Alle der oben erwähnten, durch die Schrumpfung verursachten Probleme lassen sich damit aber auch nicht kompensieren. 

Fazit:

Das gute alte Gipsmodell bleibt uns erhalten, zumindest bei denen, die Wert auf Präzision legen. Dass es drastisch wirtschaftlicher ist kommt noch dazu. 

Ich selber werde weiter meinem Ultimaker nutzen um damit Teile zu drucken, die mit Exocad konstruiert habe und die ich dann nach den Drucken wo sinnvoll mit Wachs verfeinere und anschließend ganz normal in Metall gieße - sofern ich sie nicht zu einem Fräszentrum schicke.

Vielleicht, aber auch nur vielleicht, bekomme ich auch eine Fräsmaschine. Damit kann man nämlich schon sehr präzise fertigen, aber dass ist mit ziemlich hohen Anschaffungs- und auch Betriebskosten (Fräser, Blanks usw.) verbunden. Wenn der Faktor Zeit kein Problem ist, ist es günstiger das Fräsen auszulagern.

 

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Guten Morgen Gemeinde,

es wird über den 3D Druck sehr viel geredet und geschrieben. Leider ist der Großteil davon einfach Mist, entstanden aus Unwissenheit und Ignoranz gegenüber einer modernen Technologie, wobei diese ja nicht wirklich so neu ist. Zum Leben erweckt durch Chuck Hull im Jahr 1983 und seither eben weiterentwickelt und verfeinert.

Es ist richtig, dass es weltweit keinen einzigen 3D Drucker gibt, der auf Anhieb so funktioniert, wie sich der Bediener das vorstellt. Es ist eine Maschine, eine komplexe CNC-Maschine, die bedient werden will und bedient werden muss. Dazu bedarf es selbstredend an gewissem Grundwissen, in Bezug auf den 3D Druck und auf das entsprechende 3D Druckverfahren. Zudem ist es ratsam und hilfreich, sich in Materialkunde (Photopolymere und/oder Filamente) einzulesen/einzuleben.

Viele hier vergessen die Anfänge der Frästechnik im Dentallabor. War das damals wirklich alles so einfach? Einstecken, prigrammieren und fräsen? Wohl kaum, denn die Industrie und im Besonderen die Dentalindustrie verspricht einem das Blaue vom Himmel. Die Realität sieht hernach ganz anders und ernüchternd aus. Auch dieses Jahr wird wieder versprochen und gelogen, bis sich die Balken biegen. Ich persönlich spare mir diese "Show". Man bekommt doch eh keine detaillierten Auskünfte und letztendlich geht es um Verkaufszahlen. Vor der Messe ist nach der Messe. Richtig valide Aussagen der Hersteller gibt es immer nach so einem Event.

Nun zum 3D Druck im Dentallabor. Wir drucken professionell nun bereits seit vielen Jahren und im Bereich präoperativer Modelle spielen Maßhaltigkeit und Professionalität eine entscheidende, in vielen Bereichen eine lebenswichtige Rolle. Wir erhalten DICOM-Daten, welche dann aufgearbeitet und die Regionen oder das Organ segmentiert werden. Hier kommt ausschließlich zertifizierte Software zum Einsatz. Unsere Drucker in diesem Bereich sind von Formlabs. Sie sind zertifiziert (der Workflow, als auch die Materialien) und sehr einfach in der Bedienung. Auf Grund der Mengen, welche wir verarbeiten, sind wir dazu übergegangen und haben uns von dem geschlossenen System der Firma Formlabs verabschiedet. Wir haben seit Kurzem unsere eigenen Resine, die wir sehr bald dem Dentalmarkt zum Kauf anbieten werden. Ebenso beschichten wir unsere Tanks neu und sparen so viel Geld und schonen die Umwelt, da wir über 70% weniger Müll produzieren. Formlabs ist der McDonalds unter den Müllverursachern. Auch befüllen wir unsere Kartuschen wieder und haben ein System entwickelt, mit dem wir die gebrauchten Kartuschen zurücksetzen können. Mit jedem Neubefüllen folgt ein Reset, so dass die Drucker die Kartuschen stets als "voll" erkennen. Wir können die Kartuschen gut und gerne 30-50x wiederbefüllen, was die Umwelt spart. Neuestest Projekt ist das Auslassventil an den Kartuschen. Ein Billigprodukt aus China, was sehr schnell seinen Dienst quittiert und den Anwendern große Probleme bereitsn kann. Läuft erstmal Resin in den Drucker hinein, ist dieser kaum mehr zu retten. Mit über 200kg Resinverbrauch im Jahr ackern unsere Form2 Drucker nahezu rund um die Uhr und sind zuverlässiger, als manche unserer Großdrucker. 

Lange Rede, kurzer Sinn. Der 3D Druck macht nur Sinn, wenn er sinnvoll eingesetzt wird. Es sind Toleranzen erreichbar, die denen einer CNC-Maschine für 1.5 Mio.€ in nichts nachstehen. Der allergrößte Vorteil liegt jedoch in der Fähigkeit, anatomische, sprich organische Geometrien fertigen zu können. Da tun sich alle Fräsmaschinenhersteller bis heute noch schwer und der Vorteil, dass man viel weniger Materialverbrauch hat, da man additiv und nicht subtraktiv arbeitet. Ein ressourcenschonendes Verfahren.

Wer Fragen hat, kann mich gerne kontaktieren. Wir haben nichts zu verbergen, wie manch Andere. Unser Wissen und unsere Erfahrungen geben wir sehr gerne weiter und vielleicht sind unser Refillservice und Kartuschentweaks ja interessant für Dentallabore.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein schönes Wochenende. Bei uns ist bald Dienstschluss.

Always happy printing!

 

Herzliche Grüße aus Niedersachsen

der Peter

 

P.S.: Schreibfehler dürft Ihr gerne behalten :-)

 

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