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Kfo Neuling Gehaltsfrage

Hallo Forumsmitglieder!

Ich bin eine frisch ausgelernte (Jan2019) Zahntechnikerin in Niedersachsen. 

Werde höchstwahrscheinlich im Juni in einer neuen KFO Praxis beginnen.

Sitze seit 2 Jahren ausschließlich in der Prothetik und kenne mich schon gut mit Kunststoffen aus, Klammern biegen gehen mir auch gut von der Hand. Schienen kann ich innerhalb von 20 Minuten abgeben. 

Bei meinem derzeitigen Arbeitsplatz komme ich leider kaum in Berührung mit Kfo Apparaturen.

Ich habe nur den 1 Wöchigen Kfo Kurs belegen können, der zum Teil meiner Ausbildung gehörte. 

Nun die Frage.. Welche Gehaltsvorstellung sind realistisch? 

Ich hatte an 1800 bis 2000 brutto gedacht. 

Habe dann einen Täglichen Weg von 30km. 

 

Lieben Dank für eure Zeit und die Antworten!

Ich denke mal du solltest abwarten, denn z.Zt. sind gerade mal im Bereich KfO Zweifel aufgekommen, ob KfO Maßnahmen überhaupt wirtschaftlich sind.

Dass hätte zur Folge, dass KfO eine ausschließlich privat abzurechnende Leistung ist.

Da Nicht nur Kiefer - Orthopäden, sondern auch alle  anderen ZÄ seit Jahrzehnten dafür kämpfen, die Zahnmedizin aus dem Bereich gesetzlicher Krankenversicherer heraus zu bekommen, kann hier zumindest im Bereich KfO eine neue Situation entstehen.

Das kann bedeuten, dass du als KfO Techniker in der Zukunft sehr viel mehr Geld verdienen kannst, es kann aber auch sein, das deine Arbeitskraft nicht mehr benötigt wird.

 

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dentalfriedrich schrieb:

....Zweifel aufgekommen, ob KfO Maßnahmen überhaupt wirtschaftlich sind.

 

War wirklich "wirtschaftlich" gemeint, oder nicht doch "medizinisch sinnvoll"?

Wie auch immer, KFO-Behandlung sind medizinisch sinnfreie, rein kosmetische Behandlungen. Darüber hinaus könnte man diese Schönheits-Behandlungen durch eine vernünftige Beratung der werdenden Müttler nahezu vollständig, kostengünstig vermeidne, und DAS wäre dann auch medizinisch sinnvoll.

https://www.freizahn.de/2019/01/gesund-abnehmen-auch-ohne-sport-und-hung...

Wirtschaftliche sinnvoll sind KFO-Behandlungen dagegen schon sehr, zumindest für die Kieferorthopäden, Lieferanten, Sachbearbeiter, Zahntechniker usw, die davon leben. Halt so wie ein großer Teil unserer Gesellschaft eigentlich ziemlich sinnfrei rotiert und damit aber für das allseits so sehr gewünschte und gepriesene Wirtschaftswachstum sorgt. 

 

 

 

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Zahnseide2 schrieb:

Wie auch immer, KFO-Behandlung sind medizinisch sinnfreie, rein kosmetische Behandlungen.

Das ist etwas übertrieben und stark vereinfachend, weil

1. Es immer auch wirklich krasse Fälle gibt. 

2. Im Rahmen einer prothetischen Behandlung kann es sehr hilfreich sein, die Position von Zähnen im Vorfeld zu verändern.  Das mache ich selber auch.

2. Zähne zum Essen, Sprechen und Lachen nötigt sind, UND der Gesetzgeber im SGB ausdrücklich vorgesehen hat, dass in Deutschland z.B. Frontzahnlücken auf Kosten der Krankenkassen versorgt werden können und dass z.B. Verblendungen bis zum OK5er und UK4er Kassenleistung und damit Teil einer "ausreichenden, wirtschaftlichen, medizinisch notwendigen Behandlung sind". Wobei man allerdings zynisch fragen kann, aus wessen Sicht, und vor dem Hintergrund von welchen Interessen und zur Erreichung welcher Ziele" ausreichend, wirtschaftlich und medizinisch Notwendig. 

Mit Blick auf die garnicht so ferne Zukunft möchte ich hier auf zwei Quellen zum Nachdenken hinweisen

Die Grafiken die Prof. Nachtwey zur Entwicklung der Reallöhne, der Produktivität und der Lohnquote seit 1960 zeigt sind schon sehr beeunruhigend: Von 1960 bis 1969, in nur 10 Jahren sind die Reallöhne und die Produktivität um 45,8 bzw 47 % gestiegen. Von 1970 bis 1990, als in den nächsten 20 Jahren haben sind die Reallöhne nur noch um 24,5 % und die Produktivität nur noch um 49,6 % gestiegen.  In den 20 Jahren von 1991 bis 2011 sind die Reallöhne um 4,9 % gesunken und die Produktivität ist nur noch um 20,6 % gestiegen. Basis für die Prozentwerte ist jeweils das 1. Jahr der betrachteten Zeitperiode.

Diese Entwicklung der Reallöhne ist ein Phänomen, dass den gesamten Zahnmedizinisch/zahntechnischen Komplex tangiert. Wie es weitergeht sieht man in Frankreich (Gelbwestenproteste), wobei das nur kleine, harmlose Vorläufer sind. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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...und schon würde wieder ein Thema "entführt"!

Leute, merkt ihr gar nicht mehr dass ihr das Forum so kaputt macht??? Was habt ihr denn bitte nun zur Gehaltsfrage beigetragen? Nichts!

Macht doch einen eigenen Thread auf wenn ihr politische Aussagen diskutieren möchtet, bitte.

 

 

An die Threadstarterin: Im gewerblichen Labor wäre dein Gehalt für den Einstieg ohne Erfahrung in dem Bereich sicherlich überhöht, da du ja erst für Kfo ausgebildet werden musst. Im Praxislabor denke ich könntest du es aber bekommen.

 

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