Online Gäste: 60 Mitgl.: 0 | Mitgl. Gesamt: 9.715 Neu: Si-tec | Besucher Heute: 970 Gestern: 1.199 Gesamt: 7.599.284 Registrieren | Passwort? | Login

Teleskopprothese gebrochen

Hallo, mir ist die Oberkiefer-Teleskopprothese (das Metall) mittig zwischen den Schneidezähnen komplett in 2 Teile durchgebrochen. Beim Reinbeissen ins Vollkornbrot hat es geknackt.

Ist dies wieder ganz stabil zu reparieren?

Muß dazu zwingend ein Gaumenabdruck beim ZA genommen werden, oder kann man sich mit der Reparatur direkt an ein Zahntechniklabor wenden? Die Teleskoparbeit ist ca. 6 Jahre alt. Wird man während der Reparatur sehr lange ohne Zähne sein müßen?

Ich bedanke mich sehr und wünsche einen schönen Sonntag, Anna

Anbei 1 Bild.

Gesamtstimmen: 0
Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Hallo,

ein Abdruck durch den Zahnarzt ist unumgänglich, es wird sicher 1-2 Tage dauern, bis der Zahnersatz wieder verfügbar ist, je nachdem, wann der ZA den Abdruck nehmen wird.

Gesamtstimmen: 1
Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Hallo Anna

Ein Abdruck vom Zahnarzt ist unbedingt erforderlich. Eine Teleskoparbeit ist von hoher Präzision, da braucht man schon ordentliche Grundlagen sonst passt es am Ende nicht.

Zur Wartezeit: Es kommt auf das Labor an mit dem der Zahnarzt zusammenarbeitet . Die einen machen es an einem Tag andere brauchen 2-3.

Wenn der Zahnersatz schon repariert wird, würde ich noch in einen Gaumenbügel investieren. Weil die Statik der Gesamtkonstuktion mit dem 4 Teleskopkronen ist miserabel.Es war nur eine Frage der Zeit das die Prothese auseinander bricht und wird auch irgendwann wieder brechen. Mit dem Gaumenbügel wird dies verhindert.

MFG

 

Gesamtstimmen: 2
Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Ihr seid Experten, die sich hier im Austausch befinden und ich nur eine (aktuell zahnlose, etwas verzweifelte) Unwissende. Ich bedanke mich sehr herzlich, dass ich mit meinem Laien-Anliegen nicht auf der Stelle wieder rausgeschmissen und abgewiesen wurde. Danke für das Verständnis. Und danke für die wertvollen Infos. Ich werde sie alle beherzigen, bzw. den Zahnarzt darum bitten.

Gesamtstimmen: 0
Wie hilfreich war dieser Beitrag?
Hallo, ich hatte nun den Zahnarzttermin. Ober-und Unterkieferabdruck wurden genommen und alles ins Labor geschickt. Es wird eine aufwendige Reparatur und man hofft, dass es zu reparieren ist. Es besteht Hoffnung, aber sicher sei man sich nicht. Auf den Gaumenbügel angesprochen sagte der ZA, dass er Unterfütterungen machen möchte nach der Reparatur, keinen Gaumenbügel. Jetzt hoffe ich, dass die Teleskoparbeit repariert werden kann, ohne dass weitere Brüche jederzeit wieder auftreten können. Die Alternative wäre eine neue Teleskopversorgung, die ich mir finanziell nicht leisten kann. Viele Grüße!
Gesamtstimmen: 0
Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Sorry, aber das wird wohl nicht lang halten. Durch die Unterfütterung wird die Konstruktion etwas entlastet, das wird aber nicht von Dauer sein.

Die Gesammtkonstruktion muss wie oben schon beschrieben verstärkt werden.

Evtl. sieht das Labor, welches die Arbeit jetztr repariert, genauso und versucht schon etwas mehr Stabilität reinzubringen damit die Arbeit in 2 Monaten nicht wieder auf dem Stuhl landet. Good LuckLächelnd

Gesamtstimmen: 2
Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Beim Stegkonstruieren den Zurückbutton drücken. Leben am Limit ;-)

Vielen Dank! Ich habe meine Teleskopprothese wieder. Sie wurde in einem Labor außer Haus repariert. Beim Zahnarzt hatte ich dann 2 Termine am übernächsten Tag. Vormittags wurde die reparierte Prothese kurz anprobiert. Abends konnte ich sie abholen. Während des Tages wurde sie im zahnarzteigenen Labor unterfüttert. Nur leicht, es sei nur wenig zu unterfüttern gewesen. Ja, und jetzt hat sie keinen Halt mehr. Keine Friktion. Ich kann sie mit der Zunge leicht abnehmen. Beim Sprechen und essen löst sie sich. Ich soll Prothesenkleber benutzen. Die Prothese würde sich noch setzen.
Gesamtstimmen: 0
Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Wir haben neulich bei einer ähnlichen Unterkieferprothese einen sehr ähnlichen Bruch repariert. Wir haben dazu die Prothese unterfüttert, die Teile im Mund mit lichthärtendem Kunststoff fixiert und dann noch einen Abdruck über die Prothese gemacht. Die Sekundärteleskope bestanden aus seiner Goldlegierung.

Wir haben dann im Labor eine dünne Platte aus einer Modellgußlegierung gegossen. Die Platte war so gestalltet, dass auch in beiden Kunststoffsätteln gut veranktert werden konnte. Die lingualen Flüchen der Sekundärteleskope wurden gesandstrahlt und konditioniert und die die Platte wurde an den Metallteilen mit einem Spezialzement aus der Praxis verklebt, mit dem sonst Adhäsivbrücken an natürlichen Zähnen verklebt werden.

Die Unterfütterung wurde dabei ebenfals durchgeführt.

Der Patientin konnte man mit gutem Gewissen sagen, dass die so reperierte Prothese noch viele Jahre halten wird.  

Der Halt der Prothese war gut und es passte alles wirklich gut. 

Die Gesamtkosten waren allerdings mit fast 400 Euro (Honorar und Laborkosten zusammen) nicht gerade niedrig und ich war auch erst dafür die Prothese neu zu machen, weil mir eine solche Reparatur als Kassenleistung ziemlich riskant erschien. Aber die Patientin war im Urlaub, und sie war privatversichert und wollte schnell wieder eine funktionierende Prothese. Das das Ergebnis so gut und solide wird, wie es dann geworden ist, war zunächst nicht klar.

Zu dem Fall von Anna1966:

Wenn die Teleskope nicht mehr fest genug halten, kann in den Sekundärteleskopen auch etwas Material aufschweißen. 

 

 

Gesamtstimmen: 1
Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Nur kurz, bin in Eile.

Tausendmal dankeschön für Euer Mitdenken. Das freut mich wirklich sehr.

Gesamtstimmen: 0
Wie hilfreich war dieser Beitrag?