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Ab jetzt geht es in den Messehallen olympisch zu

Ab jetzt geht es in den Messehallen olympisch zu

Höher – schneller – weiter!

 

 

In Wahrheit ist so eine Fachmesse wie die Internationale Dental-Schau (IDS) ja ein Wettkampf, meint der Ausrichter, der VDDI (Verband der Deutschen Dental-Industrie e.V.). Das kann man nur so verstehen: Jeder Aussteller, jedes Industrieunternehmen, jeder Händler, möchte gewinnen: an Kunden und an Umsatz.

 

Für die Besucher stellt sich solch ein Wettbewerb ganz anders dar: Sie können zwischen den angetretenen „Olympioniken“ der Dentalwelt unaufgeregt vergleichen und küren ihren Sieger, in den sie investieren oder investieren wollen. Diese Schau wird in diesem Jahr, so mutmaßen der VDDI und die Kölnmesse, abermals über 150.000 „Fans“, sprich Messegäste, anlocken.

 

Um den Vergleich mit einer Olympiade weiterzutreiben, hatten die Veranstalter zur IDS-Eröffnungszeremonie heute Morgen die Olympiasiegerin Britta Heidemann eingeladen. Sie gewann 2008 in Peking Gold im Fechten. Nun sollen die dentalen „Olympioniken“ jedoch nicht aufeinander einstechen – nein, im Gegenteil! Sie sollen sich im fairen Wettbewerb miteinander messen und immer bessere Leistungen erbringen – und zwar im Sinne der Zahn- und Gebissgesundheit des Patienten und im Sinne der Produktqualität und Effizienz.

 

Britta Heidemann: Nur die Besten kämen weiter, jeder im Wettbewerb Stehende müsse über sich selbst hinauswachsen, wolle er den Sieg davontragen. Um selbst so zu handeln, hat sich die diesjährige IDS auch das Motto gegeben: „Höher – schneller – weiter!“

 

Ein Weltranglisten-Kandidat

 

Schon gleich am heutigen Dienstag zeigte ein dentales Schwergewicht seine Muskeln: Dentsply Sirona (DS). Der neue Geschäftsführer, Don Casey, imponierte mit Aussagen wie dieser: Alle vier Sekunden werde irgendwo auf der Welt ein Intraoralscan mittels DS-Gerät erstellt. Eins – zwei – drei – vier: schon wieder einer! Und in dieser Art führte er dem Publikum die Erfolge und Leistungen der DS-Geschichte eindrucksvoll vor Augen. Übrigens ist rechnerisch schon wieder ein Intraoralscan hinzugekommen: Die nächsten vier Sekunden sind vorbei. In Zukunft kann laut Firmenaussage der Mundscan noch genauer und schneller erstellt werden: mit dem neu eingeführten Gerät Primescan.

 

Zur aktuellen IDS wartet das Unternehmen daneben mit vielen weiteren vielversprechenden Leistungen auf: zum Beispiel mit dem Füllungsmaterial für die Zahnarztpraxis Surefil one, das kein Primen und Bonden oder Portionieren in Inkremente benötigt – eine große Arbeitserleichterung für Behandler. Im Implantologie-Sektor kommt beispielsweise Azento zum Versorgen der Einzelzahnlücke hinzu. Am DS-Stand wurde gesagt, dass der Zahntechniker das Azento-System gut als Kundenbindungs-Tool benutzen kann ... wenn der Zahnarzt nicht allein tätig werden will. Wie bei Atlantis hat man die Möglichkeit, eine Weborder abzusetzen. Bestellt werden können ein Implantat mit passenden Bohrern, eine Bohrschablone, ein Gingivaformer, ein individuelles Abutment mit Schraube und eine provisorische Krone. Ist der Zahntechniker der Abwickler, setzt er mit seiner Eigenfertigung an beliebiger Stelle ein und bestellt aus dem System nur das Benötigte. Er kann etwa die Bohrschablone oder die provisorische Krone in seinem Labor selbst herstellen.

 

Ein Außenseiter, auf den man ebenfalls setzen kann

 

Als kleines Licht und Außenseiter warf sich, ebenfalls heute, Sagemax Bioceramics ins Rennen. Sagemax hat seinen Sitz und seine Produktionsstätte bei Seattle/USA (in der 90.000-Einwohner-Stadt Federal Way) und wirtschaftet eigenständig, gehört aber zur Ivoclar Vivadent-Gruppe (IV). IV bereichert seine Geschäfte durch Sagemax unter anderem, weil hier andere Vertriebspartner angesprochen werden und weil für die Kunden ein Webshop generiert wird – ein neues Erfahrungsfeld für IV. Das Hauptprodukt betrifft Zirkoniumdioxid-Ronden, und damit ist Sagemax der größte ZrO2-Hersteller in den USA: NexxZr S und T sowie NexxZr + und neu: NexxZr Multi mit Farb- und Transluzenz-Verlauf in aufeinandergelegten Schichten. Die Ronden haben unterschiedliche Maße und Auslegungen, sodass sie in die Fräsmaschinen der meisten Hersteller passen, zum Beispiel von Zirkonzahn oder Amann Girrbach. Hinzu kommen Färbeflüssigkeit und Fräswerkzeuge, die auf die Scheiben abgestimmt sind. Weltweit zählt Sagemax etwa 45 Mitarbeiter, die Europazentrale ist im schwedischen Arlandastad beheimatet. Zusätzlich gibt es in München ein Vetriebsbüro.

 

 

... Als olympisch war auch die Leistung der Messebauer einzustufen: Heute Morgen waren die sechs Hallen blitzblank und alle Stände fertig gebaut und bestückt. Eine wahre Heerschar an Standpersonal stürmte ab 8 Uhr die Eingänge. Aber so ist es ja immer bei olympischen und anderen Sportgroßereignissen: Um die Hauptakteure herum gruppiert sich eine unübersehbare Masse an Unterstützern und Helfern. Nur so können die Olympioniken gewinnen.

 

Damit grüßt Euch herzlich von der IDS

Euer muffel-bote

    --> PS: Alle Liveberichte von der IDS 2019 kann man noch einmal unter dem Menüpunkt "der muffel-bote" nachlesen.

Kontakt:

Dr. Gisela Peters
Lohrbachstr. 8

61350 Bad Homburg

Mail: peters.gisela@t-online.de