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Zahntechniker: Lasst Euch feiern!

 

 

Zahntechniker: Lasst Euch feiern!

Ihr habt es verdient!

 

 

Stellt auch die Zahntechnik am großen Kuchen des industriellen Dentalmarktes nicht das prominente und augenfälligste Wachstums-Stück dar, so sind es doch die „Backwerke“ der Zahntechniker, die von Patienten milliardenfach durch die ganze Welt getragen werden. Und vieles davon lässt Experten das Wasser im Munde zusammenlaufen, so bestechend schön sind die Ergebnisse. Deshalb lasst Euch auf der IDS feiern, liebe Zahntechniker! Ihr verdient es!

 

Es wurde zum einen der Gysi-Preis, zum anderen der KunstZahnWerk-Preis von Candulor verliehen. Jeweils in feierlichen Veranstaltungen auf der Messe.

 

Der Gysi-Preis, Nachwuchswettbewerb des VDZI

 

Wie wahr: Lehrlinge sind die Zahntechniker von morgen ... mindestens sollen sie es einmal werden. Sie sollen die Mission des Berufes weitertragen und mit viel Engagement und Sachverstand schöne patientengerechte Zähne machen. Damit das auch so eintritt, hofiert man die Azubis am besten und kitzelt das Beste aus ihnen heraus. Das dachte sich vor genau 40 Jahren Zahntechnikermeister Siegfried Snay und initiierte den Gysi-Preis. 1979 wie heute werden damit den Auszubildenden ein Anreiz und eine Plattform gegeben, ihren Leistungsstand darzustellen und ihre Leidenschaft für den Beruf bereits im 2., 3. und 4. Lehrjahr deutlich zu machen. Seit dem Jahr 2000 ist der Gysi-Preis an die IDS geknüpft und wird dort alle zwei Jahre in einer Feierstunde verliehen.

 

Die Aufgaben orientieren sich an der Ausbildungsverordnung und siedeln sich dort am oberen Ende an. Wer sich am Ende Gysi-Preisträger nennen dürfe, gehöre von Anfang an zur Crème de la Crème der Zahntechniker, betonte der Leiter der diesjährigen Jury, Zahntechnikermeister Gregor Stobbe, vor der Festgesellschaft. Schon als die Jury die Arbeiten ausgepackt habe, sei ihr „die Liebe zur Zahntechnik entgegengeschwappt“. Zahntechnikermeisterin Julia Schlee, Jury-Mitglied und Festrednerin, sah viel Individualität in den eingereichten Wettbewerbsbeiträgen – und darüber freute sie sich sehr. Sie hatte ihren Vortrag überschrieben: „Alles bleibt anders – wo bleiben wir? Von der extra Meile, die alles verändert.“ Sie hielt ein Plädoyer für das selbstbewusste Bemühen um patientenindividuellen Zahnersatz. Die fertiggestellten Arbeiten dürften nicht einander ähnlich ein. Jeder Patient sei anders und so solle auch der Zahnersatz kein Erzeugnis von der Stange sein. Um diesen Anspruch augenfällig zu betonen, hatte sie zwei verschiedenfarbige Schuhe angezogen, was sehr apart aussah. Genau zu Julia Schlees Anliegen passte das Grußwort, das Zahntechnikermeister Heinrich Wenzel, Vorstandsmitglied des VDZI, an die Erschienenen richtete: Zahntechniker müssten ihre erworbene Kompetenz nutzen und einsetzen, um Verantwortung für die Patienten wahrzunehmen.

 

Der KunstZahnWerk-Preis, Prothetikwettbewerb von Candulor

 

Die KunstZahnWerk-Ausschreibung richtete sich an Zahntechniker auf der ganzen Welt – und das jetzt zum elften Mal seit 1999. Die Aufgabe bestand im Fertigen einer Totalsanierung: Es waren eine schleimhautgetragene Oberkiefer-Totalprothese und eine bedingt-abnehmbare Unterkiefer-Versorgung auf vier Implantaten zu fertigen. Candulor-Marketingdirektor Alexander Ewert stellte den zu lösenden Patientenfall vor, Geschäftsführerin Claudia Schenkel-Thiel, selbst von Hause aus Zahntechnikerin, sprach vor dem Publikum zum Anliegen von Candulor. Es gebe viele Szenarien dazu, wie man Zahnersatz herstellen könne. Wichtig sei die Leidenschaft, mit der man sich seiner Aufgabe widme, um den Patientenwunsch zu erfüllen. Und hiermit war sie übrigens genau auf der Linie des Gysi-Gedankens. Die eingereichten KunstZahnWerk-Arbeiten hätten überdeutlich gezeigt, mit welchem Herzblut die Wettbewerbsteilnehmer ans Werk gegangen seien. Wenn man sich dann ein entsprechend erzieltes Ergebnis anschaue und ein Patient zufrieden, ja glücklich, sein neues Leben beginne, dann sei dies einer der Momente, in denen man wisse, warum man als Zahntechniker noch abends spät im Labor bei der Arbeit sei.

 

49 Teilnehmer aus 16 Ländern haben diesmal ihre Arbeiten eingereicht, von Deutschland bis Brasilien. Bemerkenswert: Einige davon haben den Sockel individuell gestaltet: bemalt oder aus Holz geschnitzt, um ihre Handschrift und ihr individuelles Anliegen zu dokumentieren. A propos dokumentieren: Zu den realisierten Lösungen waren auch Dokumentationen in Wort und Bild gefordert – auch sie wurden prämiert. Die KunstZahnWerk-Gewinner wurden mit insgesamt 3.000 Euro, Sachpreisen und Candulor-Trophäen geehrt.

 

 

Bei beiden Preisverleihungen gab es viel Applaus und laute Beifallsbekundungen. Ja! Das beflügelt doch und gibt weiteren Auftrieb in der Berufsausübung, liebe Zahntechniker – oder etwa nicht ... ??

 

 

Damit grüßt Euch herzlich von der IDS

Euer muffel-bote

    --> PS: Alle Liveberichte von der IDS 2019 kann man noch einmal unter dem Menüpunkt "der muffel-bote" nachlesen.

Kontakt:

Dr. Gisela Peters
Lohrbachstr. 8

61350 Bad Homburg

Mail: peters.gisela@t-online.de