Online Gäste: 63 Mitgl.: 0 | Mitgl. Gesamt: 9.726 Neu: ZAK Zahn | Besucher Heute: 387 Gestern: 1.337 Gesamt: 7.682.562 Registrieren | Passwort? | Login

3D-Druck mit Bio-Material

Eine dünnere und bessere Düse, wie auch ein neugeschriebenes template, ermöglichen noch glattere Oberflächen bei den Modellen zu realisieren. Dabei gehören die Stufen, die bedingt durch größere Düse und die Strangbreite zu sehen waren der Vergangenheit an. Modelle für zahntechniche Versorgungen wie herausnehmbare Stümpfe oder Modelle für die Baumannplatten sind längst umsetzbar und die Genauigkeit der Modelle voll und ganz überzeugend. Der Clou dabei ist das Material, welches biologisc abbau- und recyclebar ist. Das spezielle PLA (Polylactid), welches zum Großteil aus Polymilchsäuren und Maisstärke besteht ist absolut unbedenklich für Mensch und Natur, da es ein reines Bio-Produkt ist. „Print Green“ also. Auserdem erfordert das Druckverfahren FDM keine Nachbearbeitung im Isopropanolbad oder unter UV-Belichtung. Der FDM-Druck, vor einigen Jahren noch als Billig- oder Baumarktdrucker verschrie, entwickelt sich immer mehr als “Die saubere Alternative“ für den Dentalen 3D-Druck. Neben Modellen drucken wir bereits Löffel und Bohrschablonen mit Filamenten, die das Medizinproduktehesten erfüllen. Dabei geht die Entwicklung der Hard- und Software stetig voran und auch neue Filamente und Materialien kommen auf den Markt, die auf die Zahntechnik, Zahnmedizin oder auf die Allgemeinmedizi abgestimmt sind und die erforderlichen Medizinprodukteverordnungen erfüllen. 

Es bleibt spannend....

Hi Marc,

Bio hört sich gut an, jedoch lassen deine Bilder an der Detailgenauigkeit zweifeln.

Gesamtstimmen: 1
Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Hi Thorsten,

ja die Bilder schmälern etwas das Ergebnis leider. Ich stelle nochmal welche rein mit einer besseren Kamera.

 

Gesamtstimmen: 1
Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Modelle auf FDM-Druckern wäre natürlich ein Traum, bis jetzt habe ich jedoch noch nie brauchbare per FDM hergestellte Modelle gesehen. Deine Bilder sind aber das Beste was ich da bisher gesehen habe, wenn auch vermutlich noch nicht für alle Modelle ausreichend? Evtl für Aligner aber durchaus geeignet. Freue mich jedenfalls auf bessbere Fotos und Infos: Welcher Drucker, welche Düse? Besonderes PLA? Druckzeit je Zahnkranz? Im Übrigen konnte ich zur Abbaubarkeit von PLA in der freien Natur nichts finden.

Danke jedenfalls dass du deine Erfahrungen mit uns teilst! 

Gesamtstimmen: 0
Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Hallo Ihr Plastidrucker Reingefallen

Zum Thema FDM-Druck in der Zahntechnik:
ja man kann es machen, muss aber nicht.

PLA ist nicht so einfach abbaubar wie versprochen wird und in der Natur alleine, also irgendwo auf einem Komposthaufen schon gar nicht. Damit sich PLA zersetzten kann bedarf es besonderer Umstände, die in der Natur so nicht vorkommen. Ein wichtiges Dazutun ist Hitze.
Schade, dass Menschen immer wieder auf die Märchen verschiedener Hersteller reinfallen und nicht hinterfragen. Traurig ist, wenn diese Märchen auch noch einfach weitergegeben werden, ohne ordentliche Recherche zu betreiben.
Klar ist PLA ein toller Werkstoff, doch die Ungenauigkeiten im FDM-Druckverfahren bedingen eben nur besondere Anwendungsbereiche. Und für mein Dazutun gehört der FDM-Druck bestimmt nicht in die Zahntechnik. Einerseits reden die Zahntechniker von Messbereichen jenseits von Gut und Böse und auf der anderen Seite wird ein Druckverfahren gehuldigt, welches diese Bereiche nur rudimentär wiedergeben kann. Es sei denn, man hat Zeit, dann kann man schon akzeptable Ergebnisse erzielen, doch gerade Zeit ist doch das, was ein Dentallabor eben nicht hat oder? Wie lange braucht ein Gipsmodell zum Aushärten? 30 Minuten? Nun, unsere Carbon 3D-Drucker schaffen das schneller, doch niemlas zu dem Preis, was ein Gipsmodell kostet. Diese Drucker setzen wir für Kleinserien ein und können dort auch adäquate Preise für die Druckteile erzielen. Alle anderen Maschinen brauchen eben ihre Zeit und die FDM-Drucker sind eben das Goggomobil unter den 3D Druckern.

Die additiven Fertigungstechniken haben mittlerweile in allen Bereichen der Industrie ihre Daseinsberechtigung und sind auch nicht mehr weg zu denken. In der Zahntechnik sehen wir das noch kritisch. Zumindest mit den unterschiedlichen Druckern, die von der Dentalindustrie angeboten werden. Wir würden niemlas einen 3D Drucker kaufen, wenn wir nicht die Möglichkeit hätten, diesen vorab ausführlich in unseren Räumen zu testen! Wieder einmal werden die Zahntechniker als Testkaninchen mißbraucht und letztendlich sind die Patienten die eigentlichen "Opfer". Sie wissen meist überhaupt nicht, was sie in ihre Münder verbaut oder reingeschoben bekommen.

Ein großer Geist schwirrt durch die Foren und die Dentallabore, das ist der Geist des Medizinproduktes und die sogenannten "medizintechnisch zertifizierten" Druckmaterialien. Es gibt kein einziges zertifiziertes Druckmaterial weltweit. Alles Schall und Rauch. Warum? Nun, egal welches Druckverfahren man sich hierzu betrachtet. Das Rohmaterial leigt entweder in festem, pulverförmigen oder flüssigen Aggregatszustand vor. Die festen Materialien (FDM-Druck) müssen erstmal geschmolzen werden, um dann entsprechend geformt werden zu können. Kein Hersteller kann garantieren, dass sich dabei die Grundeigenschaften nicht verändern. Die flüssigen und pulverförmigen Materialien werden mittels "Licht" ausgehärtet oder ebenfalls auf- und verschmolzen. Alle Verfahren verändern die Grundmaterialien in ihren Eigenschaften. Weiter liegt das Problem an den Druckern und den Druckverfahren selbst. Es gibt keinen Drucker von der Stange, welcher so konzipiert ist, dass er medizintechnisch "rein" (clean)produzieren kann. Kein Drucker ist desinfizierbar, und zwar vor jedem Druck! Die Hygiene vor, während und nach dem Druck lässt doch wirklich zu wünschen übrig. Dieses Thema ließe sich schier unendlich weiterführen.

Kein gedrucktes Modell, keine Schiene oder sont ein zahntechnisches Bauteil entsprechen in Gänze dem Medizinproduktegesetz. Es ist auch für den "Hersteller", Euch, all dieser Bauteile nicht zu beeinflussen, was der Kunde mit den Sachen anstellt, sobald sie das Labor verlassen haben. Daher ist es eine Dummheit von zertifizierten 3D Druckmaterialien zu sprechen. Alle "Zertifikate" egal von welchen Herstellern, sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt sind. Lest bitte mal sehr genau, was auf diesen Zertifikaten steht und wer die akkreditierten Aufsichtbehörden oder Stellen sind. Es sind weder die FDA in Amerika noch die zuständigen Institutionen hier in Deutschland oder Europa.

Wir haben das Thema längst durch und fahren gut damit, wenn wir unsere Kunden stets darauf hinweisen, um welches Material es sich handelt und wie es verarbeitet wird. Alle Photopolymere sind im flüssigen Zusatn toxisch! Basta! Das ist eben mal so. Wer kann zertifizieren, dass Eure gedruckten Schienen, etc. das nach dem Druck nicht auch noch sind? Niemand.
Eine Herstelleraftung (wir als Druckdienstleister) schließen wir generell aus, schon gar keine Haftung in Bezug auf mögliche gesundheitliche Schäden der Patienten oder Mensch und Tier im Allgemeinen. Das kann keiner und unterm Strich haftet der Zahntechniker für das, was er herstellt und in den Verkehr bringt, niemlas der Materialhersteller - und das ist bei allen Materialien so. Nehmt Euch bitte mal die Zeit und lest die AGB's der Hersteller durch. Ihr werdet Euer blaues Wunder erleben. Sollte es um Haftung gehen und Gott bewahre, das wünscht sich niemand, stehen die Zahntechniker, respektive die Dentallabore immer an vorderster Front. Die Kunden lassen uns Zahnnklempner doch eiskalt im Regen stehen, wenn es mal wirklich zur Sache gehen würde. Das liegt einfach in der Natur der Ärzte allgemein. Lasst Euch von der Dentalindustrie bitte nicht verarschen. Die wollen doch immer nur das eine - Euer Geld! Alles andere ist diesen Unternehmen doch völlig schnuppe!

Wünsche Euch allen jetzt schon ein schönes und erholsames, vor allen Dingen ruhiges Ostern und "always happy printign".

 

Herzliche Grüße aus Niedersachsen
Der Peter

Gesamtstimmen: 2
Wie hilfreich war dieser Beitrag?

 

3Dimensionen - Rapid Prototyping

In einem anderen Beitrag hatte ich die fehlenden CE Kennungen zur Sprache gebracht - Danke für deine Bestätigung !! Auch Zeitaufwand und Präzision - nebst dem unvermeidlichen Kunststoffmüll sind Punkte die zum Nachdenken anregen sollte.

Gesamtstimmen: 1
Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Über den Zahnkamm hinaus blicken

Danke Wilfried,

ja, gerade das Thema Müll ist echt problematisch. Wir sind bereits seit einiger Zeit daran, ein Pfandsystem einzuführen. Bei unseren Industriekunden funktioniert das bereits. Problem in der Zahntechnik sind die Aufbewahrungsfristen. Nach wie vor muss in den Praxen das physische Modell aufbewahrt werden. Zum Thema digitale Aufbewahrung in Zahnarztpraxen konnten wir noch keine validen Aussagen oder Maßgaben finden.

Gesamtstimmen: 0
Wie hilfreich war dieser Beitrag?

 

3Dimensionen - Rapid Prototyping