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TK1 bzw. TK-Soft Friktionslemente, Indiv.-Löffel, Exocad und Meshmixer

Wenn man die verstellbaren Friktionselemente TK1 von Microtec und TK-Soft von Si-Tec per Exocad in Teleskoparbeiten anwenden will, dann benötigt man angeblich das nicht ganz billige Exocad-Implantatmodul, weil man innerhalb von Exocad nur mit diesem die Kronenwand durchbrechen kann.

Ich habe nach einer preiswerteren Alternative gesucht und bin fündig geworden: Mit Hilfe des kostenlos herunterladbaren, sehr professionellen Hilfsprogramms Meshmixer von Autodesk kann man die den Friktionsteilen entsprechenden STL-Dateien von Microtec bzw. von Si-Tec mit Hilfe einer boolschen Subtraktion anwenden und so die passenden Ausparungen für die Friktionsteile erzeugen.

Etwas mit Meshmixer zu "spielen" macht für Zahntechniker die sich mit CAD beschäftigen aber auch aus anderen Gründen Sinn. Auf youtube gibt es auch deutsche Anleitungen für Meshmixer.

Mit Meshmixer kann man um Beispiel auch individuelle Löffel für den 3D-Druck herstellen.

Dazu hier einige Youtube-Videos: 

Beim Drucken wird man den Support intelligenter Weise auf der Löffelinenseite plazieren, weil man dadurch eine zusätzliche Rauigkeit und damit Retention erhält.

Als Drucker für die Löffel reicht ein Gerät wie der Ultimaker 2+ mit PLA (Polymichsäure) oder ein SLA-Drucker mit LCD-Technik, wie der Zortrax Inkspire locker aus. 

Für K+B, große Stegarbeiten und für Modellgüsse habe ich mir jetzt den Zortrax Inkspire für unter 1700 Euro (inkl. MWSt! ) gekauft. Nach einigen Versuchen ist der Ergebnis sehr gut. Man sollte allerdings nicht beim Kunstharz sparen. Das Beste was ich bisher für die Herstellung von Teilen für den Metallguß gefunden habe, ist das BlueCast X5. Die gedruckten Teile waren gut glatt und präzise. Auch das Gußergebnis mit NEM war sehr gut. Importeur für Deutschland ist Horbach-Giestechnik. Andere Händler liefert es allerdings auch. Das BlueCast X10 habe ich noch nicht getestet.  

Mit einem deutlich billigeren Kunstharz für den zahntechnische Präzisionsguß hatte ich dagegen Qualitätsprobleme, die auf Rückstände des Harzes schließen lassen. Vielleicht wäre dieses billigere Harz auch gut, wenn man anders vorwärmt. Weil das BlueCast x5 funktioniert habe ich aber keine Lust weiter lange zu experimentieren.

Mit dem Zortrax Inkspire könnte man auch Modelle für die Alignertechnik drucken. Das Gerät hat eine Pixel-Größe von 50 Mikrometer und eine Schichtdicke von 25, 50 oder 100 Mikrometer.