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Suche Erfahrungen zu den Sinterschienen vom VHF-Nesting 6

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Eminent Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
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Hallo liebe Kollegen!

Ich habe jetzt angefangen mit dieser VHF-Fräsmaschine (S1 5Achs) zu arbeiten. Also alles neu für mich. Hab zuvor 9 Jahre mit dem CAD/CAM System von Zirkonzahn gearbeitet. Hatte viele komplexe Strukturen in Zirkon gefräst. Überwiegend erfolgreich,10 Prozent musste ich dann doch mal länger "anpassen". Mit diesem Selbstvertrauen habe ich mich gestern, bekloppterweise!!!,dann an einer recht massiven Implantatstruktur (15 Teile über 7 Implantate gewagt. 25mm Block musste her und 18 musste ich sogar ordentlich einziehen damit sie in den Block passt. 2 Stunden berechnen lassen (PC zu schwach) ,Restmaterial anzeigen lassen wunderbar. Hatte eine Sinterschiene angelegt in palatinal mit 2mm Stärke und 21mm Höhe. Wie ein Band sozusagen. Nur mit Sinterperlen konnte ich es mir nicht vorstellen. Auch nicht mit nur ein paar Drops in okklusal. Drops gab es natürlich noch dazu in okklusal und auf dem "Sinterband". Mit Zirkonzahn habe ich immer ein Sinterfuss erstellt mit dem ich die Struktur "hochkant" hinstellen konnte. Die Haube dafür war dementsprechend hoch. Die Haube die ich jetzt habe ist flach. Also gab es keine Option. Alles gefräst und das erste unerfreudige war, ausgefranste Ränder trotz neuen Fräsern. Das hat mich erschrocken,kannte ich nur bei 3fach "überzogenen" Fräsern bisher. Super geärgert. Na gut dann muss ich die Schultern der hybridteile halt teilweise angleichen ,dachte ich mir. Schultern waren ja breit genug und machbar. Damit abgefunden und in den Ofen zum sintern gestellt. Am morgen dann angefangen die hybrids aufzupassen. Waren sehr stramm. Da muss ich noch basteln dran. An den Kanten okklusal gab es ordentlich Frühkontakt (Fräserdurchmesser mit 1,05mm in den Paras angegeben, erhöhen? wenn ja wieviel? ). Alles aufgepasst bzw. alle Kanten großzügig abgerundet und dann kam das erwachen. In der Front verzogen ohne Ende nach palatinal. Bingo!Hatte die Brücke eingescannt und über die modellation gematcht,dort sah ich es eindeutig nochmal. Zirkon war von Siladent. Stellen sich viele Fragen jetzt.

Ich Zweifel zuerst stark an diese Sinterschiene. Hab es zwar wie in der Anleitung gemacht,aber Puste. Kann mir jemand Tipps geben?

Auch diesen Drops traue ich überhaupt nicht. Der Boden von dem Behälter ist ja sehr rau und ich kann mir nicht vorstellen das die beim sintern "mitrutschen"eher hängen bleiben an der Oberfläche und nicht synchron mit der oberen Hälfte mitsintern.

Ich denke die hochkant Version ist die beste. Struktur hat nirgends Kontakt und Reibefläche. Sie kann ungehindert mit der Schwerkraft nach unten Sintern. Verbinder mittig bzw. exakt gleicher Höhe und symetrisch. Gibt es bei vhf auch ein Sinterfuss zum hinstellen? konnte es noch nicht eindeutig identifizieren. Wenn ja müsste ich nur schauen ob die Haube in den Minh-vogt tabeo reinpasst.

Wie macht Ihr das denn so?

Wenn Interesse, sende ich ein paar Fotos hier nach.

Vielen Dank,

Gruß Alex.

Editiert: nur etwas an der Interpunktion gearbeitet 🙂


   
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bigbrush
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Photos wären schon hilfreich. Deine Probleme scheinen vielfältig zu sein.


   
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Olli 123
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Hey benito!

Ich kenne deine Probleme nur zu gut. Aus meinen Erfahrungen, die ich die letzten Jahre gemacht habe, denke ich, dass die Randausbrüche das kleinere Problem sein sollten. Entweder liegt es an einem Fehler in der Software, was bei einem guten Support schnell erkannt und behoben werden sollte. Oder daran, dass das von dir benutze Zirkon einfach zu spröde ist und sich nicht mit deiner zur Verfügung stehenden Frässtrategie verträgt. Bestell dir doch mal bei anderen Herstellern jeweils einen Rohling zum testen und vergleiche dann die Ergebnisse.

Und jetzt zum Sintern..... oh ja, das hat mir so einige schlaflose Nächte bereitet. Wir arbeiten mit dem AG System und müssen somit auch auf Perlen sintern. Hab es nie hinbekommen eine 14- gliedrige ohne Verzug zu sintern. Hab auch schon hier im Forum um Hilfe und Tipps gebeten, leider ohne Erfolg. Auch AG war mir hierbei keine Hilfe, und sowieso hat hier jeder Zirkon-hersteller seine eigene Philosophie wie das angeblich funktionieren soll.

Bin dann irgendwann mal auf die Anleitung von Michael Anger gestoßen und seitdem funktioniert es recht gut. Noch ein kleiner Tipp, nimm Micro-Perlen, die verklemmen interdental bzw. zwischen Sinterblock und Objekt nicht so sehr.

https://www.dentalligent.de/blog/sinterstege-sinter-bars-zirconium-001188/


   
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Eminent Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
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Werde beim Reseller anrufen, sollen mal alles kontrollieren. Vom feeling ist mir der Vorschub zu schnell 20mm/s. Geschwindigkeit 19000 glaube. Schlaflose Nächte ist gut,ich bin gestorben!Ich denke keiner hat so richtig ne Lösung und kann so etwas dominieren. Bei extrem-fällen wie bei mir erst Recht nicht. Das von Dentalligent schau ich mir an. Wenn Du gute Erfahrungen gemacht hast klar. Danke Olli. Ich hätte der Struktur aber eine sehr gute Chance gegeben mit dem Standfuß von Zirkonzahn. Weiss auch nicht was mich geritten hat. Microperlen werde ich bestellen. Die jetzigen sind 2mm dick. Der Sinterbalken muss aber auch Kontakt mit den Perlen haben richtig!Diese Drops naja,einige sind im seitenzahnbereich beim fräsen noch abgebrochen. Klar waren ja auch sehr lang und grazil. Hab es jetzt zum fräsen in NEM versendet. Denke das wird eh die Zukunft bei solchen Fällen. Danke für Eure Unterstützung. Troubleshooting...meine Spezialität :-/

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bastler
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...wir fräsen auch mit der selben Maschine. Randausbrüche haben wir nie, egal welches Zirkon wir fräsen. Sehr merkwürdig. Bohrfutter ist sauber, gereinigt? Auch mal neue Fräser getestet!, nicht das ein Fräser vielleicht unrund läuft?


   
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Eminent Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
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Werde ich reinigen. 2mm und 1mm waren neu. 0,6mm weiß ich nicht, mal neuen probieren.Wurde selten benutzt auch weil immer Standard-Quali gewählt wurde. Bin erst seit 3 Wochen an der Maschine.

Wieviel Umdrehungen und Vorschub habt Ihr Bastler?

Danke!


   
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bastler
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Beigetreten: Vor 18 Jahren
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....muß ich nachschauen, wir fräsen mit den Parametern von VHF, Materialeinstellung aber immer auf „Zirkon - transluzent“ . Wenn Du nur „Zirkon“ wählst, kann das problematisch sein.

Haben jetzt kürzlich auf Vers. 7 umgrstellt, damit sind die Ergebnisse noch ein klein wenig besser. Fräsen auch die ganzen hochtransluzenten Zirkone und haben nie Ausbrüche, immer tadellos. Die 0,6er Fräse fräst eigentlich keine Ränder.


   
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Die Info mit dem Zirkon- transluzent hatte mir der Kollege weitergegeben. Sind die Parameter so unterschiedlich zum zirkon?!Habe ich mitbekommen mit dem Upgrade 7. Hatte ein angullierten Kanal. Hybrid hatte die gleiche Achse wie Kanal passte dadurch nicht. Soll sich mit dem Upgrade wohl ändern. Scheint mir ja auch nicht normal mit diesen Ausbrüche. Muss die Maschine wohl mal ordentlich kontrollieren. Kollege hat sonst mit der Kronen/Brücken-Strategie keine Probleme. Hab mir auch alle Resultate genauestens angeschaut. Keine Ausbrüche,gar nix!


   
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Olli 123
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Noch zwei Fragen an dich benito, nur so aus Interesse.....

-Warum habt ihr euch eigentlich vom Zirkonzahn System getrennt?

-Hat das Sintern im Stehen immer funktioniert oder ist es da auch schon mal zu Problemen gekommen? Ich Frage deshalb, da AG den Sinterfuß für die stehende Variante auch mal für kurze Zeit in ihrer Software angeboten hatte. Hat aber seltsamer Weise bei mir auch nie richtig funktioniert, 14-gliedrige waren immer verzogen.

Habe allerdings keine glatte Unterlage, sonder die AG Sinterschale benutzt. Kann es sich dadurch verzogen haben?


   
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bastler
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Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 508
 

....ja, angulierte Kanäle klappen mit Ver. 7 ohne Probleme. Leider aber auch ein teures, kostenpflichtiges Update.

Und noch eine blöde Frage: Der Rohling ist fest und sicher eingespannt? Man muß ja alle Möglichkeiten in Betracht ziehen.....


   
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Eminent Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 42
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Ich habe einen neuen Arbeitsplatz.

Es gab auch Probleme mit diesem Sinterfuss. Ich muss noch dazu sagen das ich in den 9 Jahren nicht ein 14er über Stümpfe gesintert habe. Bis 10 Teile schon. Da ging es wunderbar. Die Strukturen die ich hauptsächlich gesintert hatte waren 14er über Implantate/Hybridteile. Die kamen auch mal ganz leicht verzogen raus,aber so leicht das ich Sie in 1 Stunde passend hatte. Frühkontakte mussten dann an den Rändern entfernt werden.Das war nur eine vertikale Korrektion (kippelte) und dann war gut. Bei meinem Unfall jetzt ist die Front nach palatinal und basal gesintert. Da war nix zu machen. Es machte auch ein Unterschied ob ich die Hybridteile selber scannte oder deren vorberechnete Fräsung für die hybridbase benutzte. Selber=Frühkontakte am Rand und bei der anderen Version besser am Rand aber sehr locker. Ich musste sehr oft den Kanal anwinkeln, da blieb nur selber scannen. Aber nach und nach hatte ich es trotzdem ohne Verzug und kippler hinbekommen. Der Fuß und der Kronenboden brauchen bestimmte Parameter und die richtigen Positionen der Verbinder. Da halfen wichtige Infos von anderen Profis die auch an der "Front" wie wir sind. Wenn Interesse gebe ich gerne Auskunft. Über Stümpfe 14er stell ich mir das mit dem Aufpassen sehr schwierig vor. Der Gips gibt nach und Titan/Zirkon nicht. Der Sinterfuss war auf einer planen rauhen Platte,kenn die von AG nicht. Hat aber bestimmt auch nur 3-4 kleine Berührungspunkte gehabt und nicht über den kompletten Fuß.

Upgrade um die 1300€ hab ich gehört. Der Rohling war fest eingespannt.Hatte sogar Angst das ich den Block zerstöre. Mir fällt aber auf das nach dem Fräsen immer 1 Schraube locker ist.Die anderen blieben superfest!

Habe heute die Spannzange gereinigt. Nichts auffälliges recht sauber gewesen. Danach eine Krone gefräst und Ränder komplett hinüber. Fräse 2 und 1 sind neu. Kronen und Brücken wurden vom Kollegen ohne Probleme zuvor sauber gefräst,ohne Ausbrüche mit den gleichen Fräsen. Ich lasse morgen die Strategie überprüfen. Eine Kalibrierung wäre glaube auch mal angebracht. Auch werde ich "gewohntes" Zirkon nochmal dafür testen.


   
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Olli 123
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Beigetreten: Vor 9 Jahren
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Vielen Dank, für deine ausführlichen Worte. Ja, ich wäre dir wirklich sehr dankbar, wenn du mir genauere Auskuft über die besagten Parameter, Positionen der Verbinder etc. geben könntest. Ich finde das Thema sehr interessant. Da ich bei uns im Labor der einzige bin, der sich mit solchen Dingen beschäftigt und die Industrie mir bei solchen Themen in der Vergangenheit wenig behilflich war, bin ich für alle Infos rund um dieses Thema dankbar. Man lernt ja nie aus. 😉


   
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Eminent Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
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Die Industrie wird Dir nie überall helfen können.Die haben und verwirklichen nur Ideen,WIR testen Sie dann in der Realität.Glauben tue ich prinzipiell gar keinen von denen.Schick mir bitte eine PN mit Fotos von dem Sinterfuss den Ihr bauen könnt.

VG Alex.


   
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Zanni05
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Beigetreten: Vor 6 Jahren
Beiträge: 2
 

Hallo Benito.

Ich betreibe cadcam seit 2005 intensiv. Zirkuläre Brücken sinter ich immer liegend auf Sinterdropse oder auch Kamine genannt. Stehend habe ich es versucht fand aber das es leicht verzogen war (Schwerkraft die es nach unten gezogen hat????? Wer weiß. Vielleicht gab es auch einen Scanfehler) Wie sinter ich. Ich habe für mich festgestellt, das es wichtig ist die Sinterstege hinten geschlossen zu lassen. Somit kann die "Spange" sich nicht "aufbiegen" beim Sinterprozess. Wichtig auch das in der mitte alles rausgefräst ist. Vorteilhaft ist, das die Wandstärke des Sinterteils gleichmäßig ist. So um die 5mm wäre gut. Dann nur einen Kamin pro Einheit. Die Brücke sollte durch 5 Anstiftungen zw. Den Einsern, den Dreier und Vierern sowie hinten zw Sechs und Siebener mit einem Durchmesser 3mm verbunden sein mit dem Sintersteg. Bitte nicht an Kappen anstiften. Es besteht ein erhöhtes risko von Sprüngen an den Kappen. Dann lieber Interdental. Zum sintern verwende ich eine 6mm dicke Aluminiumplatte. Die ist relativ glatt im Gegensatz zu den dünnen Keramikplatten. Hier können sicherlich die Kamine "hängen" bleiben beim Sintervorgang. Und zur Aufheizrate. Große zirkuläre Brücken sinter ich je nach dicke mit einer Aufheiz und abkühlphase zw 150-200 K/h.

So sollte es eigentlich gelingen. Zumindest wende ich das seit Jahren so an. Aber ich denke es liegt auch an dem Material. Auch wenn das meiste Thosomaterial ist, sind die Zusätze und Herstellungsverfahren unterschiedlich und wirken sich sicherlich auf den Sinterprozess aus.

Grüße Zanni05


   
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Beigetreten: Vor 18 Jahren
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Danke für Deine wertvollen Tipps. Werde Sie probieren nächste mal umzusetzen.

Viele Grüsse.


   
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Eminent Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 42
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Zum Thema Randausbrüche hat man mir empfohlen den horizontalen Rand auf 0,5mm zu erhöhen.

Normal bei der Vhf?


   
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bigbrush
Estimable Member
Beigetreten: Vor 17 Jahren
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Nein ist es nicht.

Habe meine horizontale Erweiterung bei 0,2 und die Maschine fräst das bestens.

Ist eine Spindelwartung gemacht worden?

Kalibrierung OK?

Wie alt ist die Maschine, wurde sie schon mal gewartet / Service gemacht ( Kugelgewindetriebe + Führungsschienen gereinigt + geschmiert ).

Wenn da alles OK ist muss das auch mit 0,2 laufen.


   
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bastler
Honorable Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 508
 

...ich fräse auch wie @bigbrush mit 0,2 alles ohne Probleme, auch die ganz hochtransluzenten Zirkone...... (Auf VHF)


   
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Olli 123
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Beigetreten: Vor 9 Jahren
Beiträge: 65
 

Könnte aber auch an den Fräsern liegen. Wir hatten je nach verwendetem Zirkon auch gelegentlich mit Ausbrüchen zu kämpfen. Wir sind jetzt auf Diamantierte umgestiegen, seit dem haben wir keinerlei Probleme mehr. Diese haben auch eine längere Standzeit.


   
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Eminent Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 42
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Danke Euch fürs Feedback!

VG


   
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Eminent Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 42
Themenstarter  

Ok läuft jetzt.Andere Fräsermarke diamantiert 0,2mm ohne probleme.

Danke an alle nochmal.


   
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