Welche Erfahrung gibt es mit der Möglichkeit Laboraufträge durch Fotos zu ergänzen?
Machen das viele?
hmmm, die erfahrungen sind zwiespältig:
kommt auf die praxis an, ob nun fottos gemacht werden oder nicht.
meist sind sie anfangs recht angetan, dann lässt die begeisterung mit dem stand der akkus nach...und du kriegst nichts mehr mitgeliefert. (situs sind ja nun schon erhöhter aufwand)
wenn du eine praxis nicht allzusehr fordern willst, fährst du hin und machst die bilder selber. manche meiner doc´s haben selbst eine kamera und schicken die bilder entweder per usb-stick oder mail rüber, gelegentlich kriege ich ein situ mit der bitte um eine montage, um dem patienten zu zeigen, wie er mit weissen zähnen aussieht.. wenn´s was kostet sieht die welt schon wieder anders aus.
für meine aufnahmen benutze ich eine olympus e-10 spieglreflex, die ich vor jahren für 2000mit zubehör gekauft habe, gibts heute schon für einen appel und ´nen ei, habe den blitz mit einer milchigen streuscheibe versehen, mache in der praxis den weissabgleich, damit der farbstich minimal ist, und nehme als aufnahmeformat TIFF oder SHQ, das reicht, um fast jede feinheit zu sehen. zusätzlich ein schnelles portrait, um den patienten vor augen zu haben.
gut ist auch ein foto der anprobe, wo man deutlich sieht, wo man gepatzt hat. ist manchmal deprimierend, obwohl weder patient noch behandler sowas sehen würden...
als bilderprogram habe ich paint shop pro.
[ bearbeitet von dicki-depp am 31.08.2006 um 06:30 Uhr ]
Was haltet ihr von Lateralblitzen? Nötig für wirklich gute Fotos oder technischer Schnickschnack? Wir benutzen einen Ringblitz. Ist schon deutlich besser als ein Standdartblitz aber noch nicht perfekt, wenn man mal in die Schichtung der Zähne sehen will.
Hab meinen Ringblitz oben und unten abgeklebt. Seitdem haben die Aufnahmen viel mehr Tiefe und sehen nicht mehr so flach aus. ![]()
If only life had an undo button...
Fotografierst Du mit 3D-Master?
![]()
oben und unten abgeklebt:
Die Einstellung kann man an unserem vornehmen. Geht etwas besser. Wenn man aber mal die Fotos von den Spezies sieht sind die Ringblitzaufnahmen alle amateurhaft (übertrieben gesagt). Arbeitet jemand mit Lateralblitz?
ich habe mit lateralblitz von olympus gearbeitet.
die fotos werden dadurch sehr viel plastischer. man muss aber auch einiges an zeit invstieren, um die bestmögliche einstellung der blitz intensität herauszufinden. meistens knallen die blitze sostark rein, dass die farben vollkommen weg sind.
ich habe mir aus einem tupperdeckel zwei weisse streuscheiben gebastelt und vor die bltze geklemmt, was sehr gut funktioniert. in der praxis mache ich dann den weissabgleich und mache ein paar testaufnahmen. bei dicki-tal kommt´s ja nicht so drauf an.
günstig kann sich auch ein polfilter auswirken, um unerwünschte reflexe zu mindern. zähne trockenpusten. es gibt nix schöneres, als hinterher spuckeblasen oder fäden auf dem fotto zu haben....
Ringblitze abkleben, Tupperdeckel als Streuscheibe vorbasteln? Das können wirklich nur Zahntechniker. SAUGUT Jungs!
Ist wie die Geschichte, das die Ammis sich fürs All ein Schreibgerät (Stift) für 1Million Entwicklungskosten hergestellt haben, der unter Schwerelosigkeit funktioniert. Die Russen nahmen einen Bleistift!
Zitat:
am 04.09.2006 um 21:11 schrieb Ceramix:
Ringblitze abkleben, Tupperdeckel als Streuscheibe vorbasteln? Das können wirklich nur Zahntechniker. SAUGUT Jungs!
der bleistift ist auch gut.... ![]()
mit dem tupperdeckel ist ganz einfach:
Zugeschaut und mitgebaut mit bastelonkel dicki:
lichtaustrittsöffnung des blitzes auf den weissen deckel übertragen, ein gewisses übermass, so 2mm, parallel zur kontur stehen lassen.
blitzgehäuse leicht mit vaseline einreiben
lichthärtenden löffelkunststoff faltenfrei um das gehäuse legen, mit skalpell in form schneiden.
an der lichtaustrittsöffnung material überstehn lassen.
dort den ausgeschnittenen deckel (streuscheibe) hineindrücken und die kante so umlegen, das, die scheibe nicht abfallen kann im harten einsatz....
im lichthärtegerät kurz anhärten, abziehen, durchhärten.
wie gewohnt ausarbeiten, bissken schmirgeln.
damit das ding nicht wie ein löffel aussieht, habe ich das gehäuse matt-schwarz gespritzt, wobei das teil von originalzubehör für deppen nicht zu unterscheiden ist...
kost nix, hat sauguten effekt.
hallo liebe kollegen und kolleginnen,
die dentalfotographie ist in unserem beruf nicht mehr wegzudenken finde ich.
bei uns werden sämtliche farbnahmen mittels kamera mit dokumentiert. beim schichten der einzelnen arbeiten sehr
hilfreich. man hat nicht nur EINE farbangabe sondern das
komplette orale farbenspiel eines patienten vor augen.
(amalganfüllungen, verfärbte komposit füllungen, goldkronen, schon vorhande keramikronen, beläge und nicht zuletzt die farbe der gingiva.) auch die oberflechen textur läßt sich bei entsprechender ausleuchtung darstellen.
darüber hinaus läßt sich bei großen arbeiten eine auswertung vornehmen, wo man die ebenen (bipupillarlinie, faciale mitte, dentale mitte, lachlinie, gingivaverlauf, schneidekantenverlauf, occlusionslinie) einzeichnen und dementsprechend auswerten kann.
diese hilfestellung bringt die fotographie innerhalb des labors mit sich.
ferner natürlich noch die komunikation mit den zahnärzten. bei rohbrandanproben wo man (leider) nicht dabei sein kann können wichtige änderungspunkte an fotos aufgezeigt werden. natürlich nur dann wenn der behandler eine fotosystem benutzt und damit umgehen kann.
allein per fotos farben zu übermitteln ist sehr schwierig bzw unmöglich. pc-monitore und drucker sollten aufeinander abgestimmt sein und dementsprechend kalibriert.
bei allem erfinderischen respekt bin ich der meinung, daß man ein in sich stimmiges system benutzen sollte. nicht umsonst kostet ein laterplitz von canon schon fast so viel wie die kamera selbst. die ergebnisse sind einfach reproduzierbarer und qualitativ konstat hochwertig.
wer jetzt noch lust hat weiter zu lesen dem zetiere ich noch folgende, sehr brauchbare angaben aus dem buch:
ADHÄSIV BEFESTIGTE KERAMIKRESTAURATIONEN (Pascal Magne/ Urs Belser)
Fotoaufnahmen:
Nur weniger der hier beschriebenen Behandlungsziele wären ohne eine gute Fotoausrüstung möglich. Das sprichwörtliche Bild, das mehr als tausend Worte sagt, ist für eine reibungslose Kommunikation unverzichtbar. Idealerweise sollte in der Zahnarztpraxis um im Labor mit einer ähnlichen Fotoausrüstung gearbeitet werden - insbesondere wenn sich das Labor in einem anderen Gebäude, einer anderen Stadt oder gar in einem anderen Land befindet. Gut gemachte Aufnahmen in der Praxis ersparen dem Patienten nämlich einige Besuche im Labor. Die wesentlichen Variablen bei der Fotoausrüstung sind Kamera, Objektiv und Blitzsystem.
Die Kamera muß unbedingt mit einer TTL-Blitzsteuerung ausgestattet sein. Diese misst die Blitzstärke und stoppt den impuls, sobald das Motiv hinreichen ausgeleutet ist.
Das Blitzsystem:
Zwei Punktlichtquellen (Lateralplitz) sind die ideale Kompromissläsung, denn sie ermöglichen eine gute Lichtausbreitung und zugleich eine feinkörnige dreidimensionale Darstellung des Zahnvolumens.
Ein Punktlicht ist ein dreidimensionales Licht, das Schatten erzeugt und dadurch Strukturen, Formen und Konturen gut sichbar macht. Diese Blitzsysteme eignen sich etwa für Aufnahmen des intraoralen Frontbereichs, des Lächelns, des Gesichts sowie von Modellen und anderen Laborarbeiten.
Ein Ringlicht ist ein diffuses und schattenloses Licht, bei dem keine Details des Motivs verborgen bleiben. Dieses Blitzsystem eignet sich etwa für chirugische Aufnahmen sowie für intraorale Spiegelaufnahmen des Seitenzahnbereichs.
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das war das Wesentliche zu dem hier in diesem Forum gestellte Fragen und äußerungen.
viel spaß beim knipsen
gruß


