Hallo liebe Kollegen,
so mancher mag sich heute Fragen was ist die bessere Lösung und was leisten die einzelnen Systeme in Bezug auf den alltäglichen Gebrauch in der Zahntechnik!
Ich habe das Glück beide Systeme kennen gelernt zu haben. Ich habe jahrelange Erfahrungen mit Lasern und seit letztem Jahr habe ich auch Erfahrungen mit einem Phaser.
Beide Systeme sehe ich gleichauf, was die Art und der Umfang an Anwendungen im täglichen Gebrauch angehen. Wenn ich in einem Labor arbeite ist es mir egal ob Laser oder Phaser, schade wäre es nur wenn keines der beiden Systeme vorhanden wäre!
Persönlich sehe ich aber den Phaser vor dem Laser. Warum?
Das Arbeiten:
Beim Laser muss man die Werksstücke an der entsprechenden Stelle anrauen, anstrahlen oder schwärzen, um Reflektionen zu verhindern. Diese Reflektionen reduzieren die Leistung und sind gefährlich, unter anderem muss man deshalb auch eine Schulung zum Laserbeauftragten machen.
Das ist heute alles Routine und stellt sicher kein Problem dar, ist aber bei einem Phaser nicht nötig!
Es sei auch erwähnt, dass die Elektrode des Phaser nach 25-30 Schuss kurz nachgeschliffen werden muss. Man kann dabei gut 5 Stk. auf einmal anschleifen, dauert nur ein paar Sekunden.
Es gibt meiner Erfahrung nach keine Anwendung des Lasers die man nicht auch mit dem Phaser gleich gut lösen kann. Durch die bessere Anströmung des Argon 4.6 an das Werkstück, ist das verschweißen z.B. von Titan mit einem Phaser einfacher.
Rentabilität:
Da ist der Phaser dem Laser ganz deutlich überlegen! Geringe Anschaffungskosten, ein guter Phaser liegt neu bei 3.800 – 5.600 €, und somit bei gerade mal 15% – 20% eines neuen Lasers!!!!
Die Wartung des Lasers muss und kann nur durch Fachleute vollzogen werden, muss einmal im Jahr gemacht werden und ist kostenintensiv, auch sind Blitzlampen und weitere Verschleißteile wiederum sehr teuer!!!
Ein Phaser braucht keinerlei Wartung und das einzige Verschleißteil ist die Elektroden und kosten 29.- Euro für 10 Elektroden, mit denen kann man bis zu 20.000 Scheißpunkte machen!
Nur am Rande erwähnt:
Man kann sich folglich ohne großes Risiko auch einen gebrauchten Phaser zu kaufen! Einziger Nachteil ist der hohe Wiederverkaufswert, gebrauchte liegen um die 2.000 – 3.500.- Euro!
Man sollte aber im Vorfeld sich die verschiedenen Anbieter ansehen/testen, bzw. einen Kollegen fragen der schon mit einem Phaser arbeitet.
Ich habe einen ½ tägigen Einführungskurs bei DT&Shop besucht, kostet nur 89.- € und wenn man sich dann für den Denta PUK entscheidet werden einem diese auch erlassen!!
Ich habe mich letztes Jahr selbstständig gemacht und habe mich für den Denta Puk entschieden, den ich gebraucht gekauft habe.
Fazit:
Ich find beide Systeme klasse, aber der Phaser ist insgesamt gesehen die klar bessere Lösung.
Das ist aber meine persönliche Meinung.
Mit internetten Grüßen
Peter
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Eine Hilfe gibt es in der Hilfe Inhalte_aus_MS-Word_eintragen
Schaut mal bei den Goldschmieden vorbei und lasst euch hier die Zubehörkataloge zeigen hier gibts auch die "Phaser"
Hallo master-plaster,
richtiiiig der Denta PUK ist von Lampert und die kommen wiederrum aus der Goldschmiedezumpft! Im Ein Phaser für Goldschmiede ist aber nur bedingt in der Zahntechnik zu gebrauchen!
Warum?
Das hat was mit den unterschiedlichen Legierungszusammensetzungen zu tun, zudem verarbeitet die Goldschmiede auch Silber und wir eben NEM!Diese Unterschiede verlangen andere Parameter bei der Einstellung/Modellation des Lichtbogens, diese kleinen aber feinen Unterschiede hat Lampert zur Entwicklung des DENTA PUK bewogen.
Interessant:
Zum Thema laserbar = phaserbar, hatte ich ein Gespräch mit dem Metallurgen Prof. Dr.-Ing. Norbert Nowack aus der Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei Shera. Grundsätzlich ist alles laserbare natürlich auch phaserbar!
Als Metallurge würde auch Prof. Dr.-Ing. Nowack den Phaser, einem Laser vorziehen!!!
Ich hoffe den einen oder anderen Kollegen bei der Entscheidungsfindung geholfen zu haben. Wir können alle das Geld nur einmal ausgeben und gerade hier kann man sehr viel Geld sparen, ohne auf irgendwas verzichten zu müssen!!!
Mit internetten Grüßen
Peter
das Thema ist bei mir durch....habe mir damals für sehr teures Geld einen Laser gekauft...in der Zeit,wo auch noch Gold verarbeitet wurde...:-)
heiter geht es weiter,es lebe die Zahnklempnerei....:-)
Bei mir steht seit einigen Jahren ein PUK2 ungenutzt im Lager, nachdem ich ihn einige Jahre genutzt habe. War besser als nichts. In meiner neuen Werkstatt wird er wieder einen Platz bekommen. Der Einsatz wird sich dann auf einfaches Heften und das gelegentliche Verbessern die Friktion von Sekundärteleskopen beschränken.
Den Denta PUK hatte ich mir, als er auf den Markt kam, angesehen und auch einige Zeit damit gespielt. Gekauft habe ich dann aber nicht den Denta PUK sondern ein Mikroplasmaschweißgerät vom Type microplasma 50 von EWM ( http://www.ewm-group.com/de/ewmprodukte/geraete/plasma/microplasma.html). Das lag preislich, einschließlich Zubehör bei über 10.000 Euro.
Der Schweißprozess beim Mikroplasmaschweißen erfordert in der ZT oft ähnliche Vorkehrungen wie das Löten (Lötschutzpaste, ggf. Lötmodell), es ist aber oft auch möglich freihändig zu schweißen.
Mit dem Mikroplasmagerät kann man schnell und tief durchschweißen. Man kann es aber auch so weit herunterregeln, dass es gerade genug Leistung hat um z.B. einen Kunststoffsattel schnell und ohne Schaden zu lösen. Ausserdem sind kurze kräftige Impluse möglich um z.B. einen Draht von 1,2 mm Durchmesser mit einem Impuls sicher mit einem Prothesenrüst zu verschweißen ohne dabei den in der Nähe befindlichen, mit Hitzeschutzpaste abgedeckten Kunststoff zu verbrennen.
Alles in Allem möchte das Mikroplasmaschweißgerät nicht mehr missen und würde es auch nicht gegen einen Phaser oder Denta Puk eintauschen. Viele Probleme und Reparaturen haben dank der Möglichkeiten dieses Gerätes ihre Schrecken verloren.
Mikroplasmaschweißen erfordert allerdings einiges an Training, Übung, Überlegung und Aufmerksamkeit. Mit einen Laser oder Phaser kann man nicht annähernd so schnell soviel so gründlich kaputt machen wie mit einem Mikroplasmaschweißgerät, dass man bis 50 Ampere und Dauerimpuls aufdrehen kann. Auch der Verbrauch an Verschleißteilen (Düsen und Elektroden) hängt beim Mikroplasmaschweißen sehr davon ab wie man das Gerät bedient und benutzt. Das Mikroplasmaschweißen zu delegieren ist mir daher zu teuer und zu riskant. Das ist sicher ein Nachteil gegenüber einem Laser, Phaser oder Denta Puk.
Einige Webseiten wo sich auch einiges über Mikroplasmaschweißen findet:
http://www.mtu.de/de/technologies/repair_techniques/micro_plasma_welding/
http://www.oerlikon-online.de/presse/Schweissen_und_schneiden_10_2008.pdf
http://www.dsl-schweisstechnik.de/media/pdf/Plasmaschweisen.pdf
Hallo Zahnseide2,
Mikroplasmaschweißen ist mir jetzt in der Zahntechnik noch nicht unter gekommen, ist aber ein sehr interessanter Beitrag.
In einer Sache muß ich Dich aber korrigieren. Aus Deinem Beitrag Mikroplasmaschweißen:
Ausserdem sind kurze kräftige Impluse möglich um z.B. einen Draht von 1,2 mm Durchmesser mit einem Impuls sicher mit einem Prothesenrüst zu verschweißen ohne dabei den in der Nähe befindlichen, mit Hitzeschutzpaste abgedeckten Kunststoff zu verbrennen.
Da ist wieder der kleine aber feine Unterschied des PUK2 zum Denta PUK. Mit den Denta PUK kann man mit den Programm "Stift" alle Stiftdurchmesser auch 1.2 mm, mit einem einzigen Impuls mit dem Modellguß verbinden, ohne Hitzeschutzpaste und sogar unmittelbar neben dem Kunststoff. Der Sift ist dabei auf der ganzen Fläche mit dem Gerüst verbunden, das Gerüst darf dabei sogar bis zu 0,1 mm dünn sein! Diese Verbindung ist 100%.
Ich habe in der Fügetechnik nahezu alles gelernt und gesehen, ich habe erfolgreich gepunktet, gelötet, geklebt, gelasert und gephasert. Es gibt nie das einzig wahre System, eine gute Lösung ist nicht selten eine Kombination der Möglichkeiten. Ich hefte auch manchmal mit dem Phaser um dann den Rest zu löten. Der Phaser ist aber nicht nur zum heften, sondern sehr vielseitig einsetzbar und für mich mittlerweile unersätzlich.
Mit internetten Grüßen
Peter
Über Mikroplasmatechnik habe ich habe ich seinerzeit etwas Literaturrechere betrieben. Diese Technik wurde Anfang in den 80er und Anfang der 90er Jahre auch in der ZT verwendet. Es gibt unter anderem einige Artikel von einen damals sehr innovativen ZTM, der mit der Mikroplasmatechnik offenbar gut zurecht kam. Ausserdem gibt es eine Dissertation die ein ZA an der Uni Freiburg damals über das Mikroplasmaschweißen in der Zahntechnik angefertig hat.
Die Laserschweißgeräte haben sich dann mehr durchgesetzt. Der Wärmeeintrag beim Laserschweißen ist noch rasanter und lokaler als beim Mikroplasmaschweißen. "Laser" klingt ausserdem futuristischer, Laserschweißen ist leichter zu erlernen und die Geräte sind teurer.
Die damals in der ZT verwendeten Mikroplasmaschweißgeräte waren aber auch schwächer und vielleicht auch weniger gut regelbar als etwa das für Industrieanwendungen entwickelte, modernere Microplasma 50 von EWM. Wenn ich mich recht erinnere gingen die ZT-Geräte nur bis 20 A. Ich brauche aber für mache Schweißungem 25 oder mehr Ampere. Ausserdem verwende ich als Zubehör einen Impulssteller, mit dem größere Ströme in der Zahntechnik überhaupt erst sinnvoll nutzbar werden.
Die Zusatzeinrichtung zum Anstifften beim Denta PUK kenne ich. Habe damit auch ein paar Stifte gesetzt. Trotzdem habe ich mir dann doch das wesentlich teuere Mikroplasmagerät gekauft, nachdem ich damit zusammen mit einem Schweißlehrer von EWM in deren Werkstatt einige Versuche an alten Modellgußprothesen gemacht hatte.
Löten kann man mit dem Mikroplasamgerät übrigens auch. Der Plasmastrahl ist sehr fein regelbar, sowohl was die Stärke, die Dauer, den Anstieg und das Abklingen betrifft. Der Plasmastrahl brennt zudem unter Schutzgas, wobei auch dessen Strömung gut regelbar ist. Ausserdem kann man verschieden Düsen, Düsenformen und Elektrodendruchmesser wählen.
Gegenüber dem Lötbrenner ist der Plasmastrahl drastisch enger begrenzt und sehr viel heißer (20.000 Grad und mehr), besser regelbar und pulsierbar.



