Locatorprobleme-Hil...
 
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Locatorprobleme-Hilfe

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edubal67
Trusted Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 64
Themenstarter  

Haben seit zwei Wochen eine umgearbeitete UK-Totale,die wir regio 33/43 mit zwei NNC Straumann Locator versehen haben.

Die Neigungsdifferenz der Locator beträgt ca. 20° zueinander.Das Abformen und Übertragen hat gut geklappt,die Einarbeitung der

Locator ebenfalls-Kontrolle auf dem Modell super(es wurden zunächst die roten Retensionseinsätze benutzt),im Mund der Patientin

ebenfalls-anfangs.Als die Patientin nach einigen Stunden zu Hause war,konnte sie die Prothese mit der Zunge hochhebeln.

Wieder in Praxis -Kontrolle Biss/nochmals Prothese unterfüttert-gleiches Resultat-in Praxis ist die Prothese (mit neuen Reten-

sionseinsätzen) total fest und einige Zeit später lässt sie sich relativ leicht lösen,wobei die Retensionseinsätze bereits Ab-

nutzungsspuren-leicht verworfene Ränder aufweisen.Die Prothese sitzt sicher auf dem Gewebsfundament,der Biss stört nicht,keinerlei

Hebelwirkung.Wir sind mit dem Latein am Ende,Patient und Frau Doktor werden "gereizter".Hat jemand eine zwingende Idee,wo die

Ursache liegen könnte? Wäre total dankbar

edubal



   
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Estimable Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 98
 

Also wir hatten mal ein ähnliches Problem mit einer Teleskopprothese. Diese war schon vorsorglich mit TK1 ausgestattet. Ich habe die Schrauben so fest gedreht, das es eigentlich schon festsitzender ZE war. Der Typ hat dann mit der Zunge so lange dagegen gedrückt, bis die Arbeit hoch kam, und das immer und immer wieder, bis die Prothese wieder ganz locker saß. Vielleicht habt ihr so einen ähnlichen Fall? Da hilft nur ins Gewissen reden oder der Psychiater...



   
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hyoideus
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Beigetreten: Vor 13 Jahren
Beiträge: 571
 

Nimm die grünen Einsätze.


"Was der Planetenlauf umkreist und was ihr Schimmer überglänzt, so weit sei Dir dein Ziel gegrenzt, das hast Du Macht, Dir zu erwerben." ( Parcival, Wolfram v. Eschenbach )


   
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edubal67
Trusted Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 64
Themenstarter  

Mit welchem Argument bringst Du die grünen Kappen ins Spiel? Das sind die mit der grössten Haltekraft.



   
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Bremer
Trusted Member
Beigetreten: Vor 16 Jahren
Beiträge: 60
 

Wie wird die Prothese eingesetzt? Wird sie eingebissen, verformt sich der Einsatz. Sie muss mit der Hand eingestz werden bis die Klackgeräusche hörbar sind.

Mit der Zunge kann man jede Prothese rauswerfen.



   
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edubal67
Trusted Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 64
Themenstarter  

Prothese wird von der Patientin mit der Hand eingesetzt bis das hörbare Klacken ertönt;ZA und ZT-er haben der Patientin die Prothese auch

schon eingegliedert bis zum hörbaren Geräusch -sie ist dann zunächst fest drin ,z.T. so fest ,dass die Patientin Schwierigkeiten hat sie raus-

zu bekommen-man glaubt es funktioniert prima .

Beim ersten Versuch stand sie am nächsten Tag erneut beim ZA,mit bereits leicht ausgeleierten Retensionseinsätzen,diese wurden gewechselt;

das war vorletzten Freitag gegen 10.00Uhr -um 13.30Uhr ging in der Praxis der AB,dass die Prothese locker ist-einfach nicht nachvoll-

ziehbar.



   
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Bremer
Trusted Member
Beigetreten: Vor 16 Jahren
Beiträge: 60
 

Gut, ich würde jetzt einen Außendienstler vom Hersteller hinzuziehen. Er soll sich den Fall ansehen.



   
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Trusted Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 69
 

Hallo Edubal67,

nach meiner Erfahrung mit Locatoren kann ich den Herstellern leider nicht zustimmen das Neigungsdifferenzen bis 20° ausgeglichen werden können. Hatte in bestimmten Fällen auch schon bei 15° Probleme. Desweitern bin ich von den Nyloneinsetzen ebenfalls nicht überzeut da sie sehr schnell ausleiern und bei Divergenzen nach Innen umknicken.

Mein Fazit:

Es gibt ein System welches angulierte Aufbauten mit 15° anbietet um eine Parallelität zu gewehrleisten und wo die Matritzeneinsätze nicht aus Nylon sondern aus Peek bestehen. Seither keine Probleme mehr.

LG

Airwoif



   
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homo faber
Estimable Member
Beigetreten: Vor 12 Jahren
Beiträge: 118
 

Hallo Eubal67,
ist ja eigentlich der Schnee von gestern... - aber wir hatten auch so ein Problem bei divergierenden Locatoren; zudem war der Pat. ein Spieler mit "Bizepszunge", der warf den ZE ein, biss zu, knockte ihn (zum Sitztest, wie er sagte) dann wieder raus und beschwerte sich lautstark über mangelnden Halt.
Auch hier waren die bukkalen Ränder der Silikoneinsätze binnen Kurzem buchstäblich zerknirscht.
Erst ein Gutachter brachte Ihn zur Vernunft (oder Raison).
Zum (vorläufigen) Erfolg führten dann schließlich geduldige Übungen hier im Labor:
Erst den linken Locator einklicken (den zur Senkrechten stärker geneigten), wobei der ZE mit Daumen und Zeigefinger an 33 gehalten wird, den rechts leicht hoch stehenden ZE mit mit dem linken Daumen nach rechts drücken und den rechten Locator durch vorsichtiges Ertasten finden und einklicken -- ein Stück aus dem Tollhaus das Ganze.
Zusammen mit der strengsten zahnärtzlichen Anordung unseres Kunden, jegliches "Muskelspiel" mit der Zunge zu unterlassen, haben zwei weiteren Austauschaktionen nun gut 9 Monate Ruhe beschert.
Im Übrigen stimme ich Airwolf zu. Wir verwenden nun Novaloc mit PEEK-Einsätzen; mindestens eine Klasse besser.



   
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meddent
Active Member
Beigetreten: Vor 11 Jahren
Beiträge: 6
 
Geschrieben von: @edubal67

Haben seit zwei Wochen eine umgearbeitete UK-Totale,die wir regio 33/43 mit zwei NNC Straumann Locator versehen haben.

Die Neigungsdifferenz der Locator beträgt ca. 20° zueinander.Das Abformen und Übertragen hat gut geklappt,die Einarbeitung der

Locator ebenfalls-Kontrolle auf dem Modell super(es wurden zunächst die roten Retensionseinsätze benutzt),im Mund der Patientin

ebenfalls-anfangs.Als die Patientin nach einigen Stunden zu Hause war,konnte sie die Prothese mit der Zunge hochhebeln.

Wieder in Praxis -Kontrolle Biss/nochmals Prothese unterfüttert-gleiches Resultat-in Praxis ist die Prothese (mit neuen Reten-

sionseinsätzen) total fest und einige Zeit später lässt sie sich relativ leicht lösen,wobei die Retensionseinsätze bereits Ab-

nutzungsspuren-leicht verworfene Ränder aufweisen.Die Prothese sitzt sicher auf dem Gewebsfundament,der Biss stört nicht,keinerlei

Hebelwirkung.Wir sind mit dem Latein am Ende,Patient und Frau Doktor werden "gereizter".Hat jemand eine zwingende Idee,wo die

Ursache liegen könnte? Wäre total dankbar

edubal

Guten Tag!

Ich bin zwar neu hier, wage aber mal einen Tipp zu geben.

Vermutung: umgearbeitete UK-Totale ... heißt das, die Metallkappen sind in den Kunststoff einpolymerisiert? Davon würde ich dringend abraten.

Wir machen immer mal wieder Locator-Prothesen (das Dental-Ratio-Äquivalent heißt Alligator, ist identisch, Preisfrage), und haben damit nur sehr gute Erfahrungen gemacht.

Die machen wir aber nur auf Modellguß-Basis. Der Modellguß muß nicht sehr groß sein, der muß aber die Metallkappen der Retentionseinsätze komplett umfassen.

Die Locatoren und die Metallkappen werden auf das Mastermodell aufgesetzt, sehr leicht mit Wachs überzogen und dubliert. Der Wachsüberzug muß zylindrisch sein, der darf sich nicht nach unten konisch öffnen.

Die Modellation muß die Kappen möglichst tief umfassen. Überlängen nach gingival können nach dem Guß weggenommen werden.

Die Metallkappen für die Retentionseinsätze werden dann mit Attachment-Kleber eingeklebt.

Das heißt, die ganze Funktionalität befindet sich im Metallbereich.

Darüber befindet sich dann irgendwie die Prothese.

Mit der Methode haben wir noch niemals Probleme gehabt.

Meddent



   
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homo faber
Estimable Member
Beigetreten: Vor 12 Jahren
Beiträge: 118
 

Guten Abend!

%

"Vermutung: umgearbeitete UK-Totale ... heißt das, die Metallkappen sind in den Kunststoff einpolymerisiert? "

%

Danke für den Hinweis.

Diese Möglichkeit hatte ich übersehen, bezw. ausgeschlossen. Wir machen auch *immer* eine (mini-) Metallbasis; die Locaterkappen sind darüber "hart" verbunden.

Wir haben quasi kongruente Metallkappen hergestellt, mit denen wir aus transparentem Silikon Dublierformen erzeugen, womit wir immer Kusto-Kappen (Lichtplymer) machen, die genau (+ Klebespalt) auf die originalen Titankappen der Locatoren passen. Die setzen wir direkt auf die Titankappen über den Laborimpels der Originalmodelle, verbinden sie mit Kammretentionen aus "Lichtwachs" - erspart Dublieren und das Duplikatmodell.

Diese „Tertiärkappen“ erscheinen dann bei Platzmagel als Kragenfassung und werden im Extremfall zu verblendbaren Rückenschutzplatten modelliert.

homo faber



   
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3D Drucker
Eminent Member
Beigetreten: Vor 12 Jahren
Beiträge: 34
 

Moin, Moin,

habt Ihr schon einmal darüber nachgedacht, dass es sich hierbei gar nicht mal um ein technisches Problem handeln muss? Ist die Patientin alleinstehend? Wir hatten solche Fälle häufig. Psychische Probleme oder Einsamkeit können bei Menschen die unmöglichsten Dinge hervorrufen. Und richtig, mit der Zunge kann man alles lösen. Nur eine Frage der Zeit.

LG

3D Drucker


Happy Printing


   
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meddent
Active Member
Beigetreten: Vor 11 Jahren
Beiträge: 6
 

Eine mögliche Fehlerquelle bei Locatoren ist, daß diese sich losarbeiten.

Wurden die mit dem Drehmomentschlüssel auf 35 Ncm angezogen?

Sind die Locatoren für die Gingiva vielleicht zu kurz? Die gibt es in Längen von 1-5 mm.

Ansonsten würde ich die weitere Nachbesserung nicht im Munde versuchen, sondern auf einem ordentlichen Modell mit Laboranalogen der Implantate.

Man könnte einen Steg herstellen, die Kappen einkleben und diesen Steg im Munde mit der großzügig ausgeschliffenen Restprothese verbinden.

Oder gleich eine komplette Neuanfertigung diskutieren.

meddent



   
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edubal67
Trusted Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 64
Themenstarter  

hier nochmal edubal;also die Kappen wurden einpolymerisiert,den KV für die Umarbeitung wurde mit Metallbasis gemacht,leider war das schon zu teuer für die Patientin-da hatten wir absolut keine Chance;lezte Woche war die Patintin wegen ihrer oberen Prothese (UF) bei Frau Doktor,die uns versicherte,dass die Locaterprothese bis jetzt noch sehr gut hält-toi,toi,toi...sonst stimme ich homo faber in seinen Ausführungen voll zu



   
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