Moin, habe ein kleines Loch in einer NEM Vollgusskrone (27).
Ich habe noch Degulor-Lot 0 (Arbeitstemperatur 840°C) gefunden und mir Oxynon bestellt.
Da ich kein Lötgerät habe, will ich nun eine Ofenlötung machen. Welches Brennprogramm zwischen Oxid und Glanzbrand für NEM kann ich dafür am besten nehmen und mit welcher Endtemperatur einstellen?
Oder kann ich das auch mit so einem Handbrenner mit Gasfüllung machen?
Für eure Tips wäre ich wirklich sehr dankbar, da einfach vorausgesetzt wurde, das ich das schon hinbekomme 
Bitte mach das nicht. Suche einen netten Kollegen in der Umgebung, welcher Dir das Loch mit Laser zu macht, aber bitte nicht mit Goldlot. Das ist Pfusch hoch 3.
Also es handelt sich wirklich um ein Mini-Loch, das man nur sieht, wenn man die Krone gegen das Licht hält und das Lot geht doch auch eine atomare Vebindung ein.
Mein Chef will für Härtefälle keine Laserung bezahlen und ich wüsste niemanden, den ich fragen könnte...
Da wird es keine "atomare" Bindung geben. Eventuell diffudiert da irgendwas ein wenig. Es liegen bei deinen Materialen unterschiedliche Kristallgitter vor, die wollen sich nicht wirklich verbinden
Sieht dann wohl auch doof aus, so`n Goldklecks. Für den Preis von Oxynon und in der Zeit bis zur Antwort auf CaniNuss ` Beitrag, hättest Du die Krone längst (und günstiger) neu modellieren und gießen können.
"Was der Planetenlauf umkreist und was ihr Schimmer überglänzt, so weit sei Dir dein Ziel gegrenzt, das hast Du Macht, Dir zu erwerben." ( Parcival, Wolfram v. Eschenbach )
....so etwas lötet man "freihändig", das ist ja eine der leichtesten Übungen. Innenseite mit Bleistift um das Loch herum anmalen, Brennwatte FEST ´reindrücken und ab dafür. Die Wahl des Lotes, nun ja, kann man machen, muß (und sollte) man nicht.
Ofenlötung übrigens immer 10-15 Grad mehr als angegebene Lottemperatur.
Viel Erfolg
Bastler
An Hyoideus: Ich musste damals immer goldene Sekundärteile mit Goldlot an Modelgüsse löten, was ganz offiziell war.
Das wurde dann zwar noch mit Kunststoff ummantelt, sollte ja aber trotzdem stoffschlüssig sein und halten.
Beim Hochglanzpolieren der Krone wird keiner, der es nicht weiß, diesen Miniklecks Gold mehr sehen, zumal die Krone auf 27 zementiert wird.
An Basteler: Ich habe so ein Freilötgerät als Bunsenbrennerersatz. Das hat aber nur eine Arbeitstemperatur von 650°C habe ich inzwischen nachgeschaut und sollte nicht unter der des Lotes liegen...
Ich kann natürlich auch mit "meiner" Krone in ein Dentallabor marschieren und sie auf meine Kosten lasern lassen 
....ok, 650° ist ein bißchen flau. Modellieren, Einbetten, Gießen....- geht doch schnell.
Bastler
Also ich laser Dir die Krone als Freundschaftsdienst...
Wegen des Lotes: Richtig gemacht, lötet man den Modellguß vor, modelliert Anschläge von der Krone zum Modellguß und lötet mit Hilfsteilen (z.B. per Punktschweißgerät..) oder mit Löteinbettmasse-Modell ... das Lot ist dann ein "Stahlgold-Lot"; Arbeittemperatur zum Vor- und Verlöten ca. 975° C, zum Nachpfuschen gibt`s dann noch ein Lot bei ca. 700-750° C ... ebenfalls "Stahlgold-Lot". Dein Degulor-Lot ist da eigentlich nicht für gedacht, könnte aber auch funktionieren.
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Also, wenn löten, dann mit passenden NEM-Lot. Alles andere ist wirklich Pfusch. Goldlot wird nicht halten. Auf Dauer ohnehin nicht. Da kann es zu Spaltkorrosion kommen. Und Ofenlötung wird da schon gar nicht funktionieren.
Ansonsten besser neu machen.
Also, ich habe für die Patientin insgesamt 8 Kronen angefertigt, also alle Molaren.
Ich kann nichts gießen, nur die stl-Daten wegschicken, kein Problem, ich hätte die Krone für 15 Euro neu ordern können. Muss aber die occlusalen Kontakte und den Kontakt zu 26 auf dem Modell einschleifen, da ich dies stets non-virtuell mache und überprüfe. Die unteren Kronen hätten schon eingesetzt werden können und ein Alginatabdruck darüber.
Die anderen Kronen hätte ich noch behalten. Hab ich auch so gesagt, aber Chef wollte gleich alles einsetzen und keinen weiteren Abdruck nehmen. Habe jetzt die passende Krone mit Loch und kann nix mehr neu machen.
Eigentlich brauche ich den Gegenbiss und eine neue Stumpfabformung von 27 und müsste dann die Abeit neu scannen, also alles von vorne...Weiß jetzt schon, in was für ein Gesicht ich dann schaue 
Der Preis ist heiß...
Vor allem, da es sich um eine Privatleistung handelt, die am Ende sicherlich auch noch den 4,5fachen Steigerungsfaktor verdient. Erhält der Patient eine Originalrechnung mit Herstellungsort, Materialnachweis und Konfirmitätserklärung?
Ach, wie doof, ist ja nur ein Halbfertigteil, was noch non-virtuell verschönert wird...
"Was der Planetenlauf umkreist und was ihr Schimmer überglänzt, so weit sei Dir dein Ziel gegrenzt, das hast Du Macht, Dir zu erwerben." ( Parcival, Wolfram v. Eschenbach )
So, Ofenlötung hat nicht gehalten, Krone todesmutig mit mittels Oxynon aufgeklebtem Degulor-Lot in die Flamme des mobilen Butangas-Lötkolbens mit einer Arbeitstemp. von nur 650°C gehalten und bei Rotglut schoss das Lot dann endlich. Hatte inzwischen gehofft, ich darf sie neu machen, aber es sah von innen abgestrahlt "schlüssig" aus und nach Hochglanz fällt es nicht auf. Der Zahn muss an der Stelle leicht nachgepräpt werden.
Eine Sorge weniger - nur stolz bin ich da nicht unbedingt drauf, auch wenn es noch weitaus größere Untaten gibt als das jetzt 
....ich will gar nicht wissen, wie viele Kronen auf diese Art und Weise gelötet sind und seid vielen Jahren halten..... Du bist mit Sicherheit nicht der Einzige.
Bastler

