Hallo Zusammen,
vorweg: sollte ich in diesem Bereich falsch sein, dann bitte verschieben.
Ich bräuchte einmal euren Rat. Bei mir soll eine Brücke angefertigt werden. Es handelt sich um den Oberkiefer, Zähne 14-17. 15,16 fehlen. 14 und 17 sind die Pfeilerzähne.
Ich habe die Auswahl zwischen:
NEM vollverblendet:
stehe ich eher abgeneigt gegenüber, da ich kein NEM im Mund haben möchte. Auch würden mich später die Ränder der Brücke bzw. Kronen stören, sollte ich in x Jahren das Zahnfleisch zurückbilden.
Zirkonbrücke monolithisch
Sieht wohl nicht ganz so natürlich aus wie eine mehrschichtg Keramik. Ist zwar weiter hinten weniger von Nachteil, ggf. könnte man den 14er noch sehen.
Was ich auch hier in diesem Forum schon mehrfach gelesen habe, dass das Zirkon härter sei als der Zahnschmelz, was dann beim gegenüber liegenden Zahn unweigerlich zu abrasionen fährt.
Wie stark sind diese denn in x Jahren?
Habe eigentlich wenig lust, dass mir die Brücke den Zahnschmelz wegschmirgelt.
Und es besteht die Gefahr, dass die Brücke bei sehr starker Belastung bricht.
Zirkonbrück verblendet mit Mehrschicht-Keramik.
Vorteil wäre die optische Verblendung und das natürlichere Aussehen, grade in Bezug auf den 14er. Was auch noch von Vorteil sein soll, sofern man der Alternativmedizin glauben mag: Das Zirkon sei schwach Radioaktiv. Die Verblendschicht sei aber im Regelfall so Dick, dass die schwache Radioaktivität diese nicht durchdringen kann.
Nachteil, habs hier oder wo anders mal gelesen: Beim aufbeißen auf harten Sachen wie z.B. Nüssen, kann ein Teil der Verblendung abplatzen. Ich hatte vor kurzem mit dem Labor gesprochen und dieses als Bedenken vorgetragen, dort wurde mir erwidert, dass die Keramik sich mit dem Brückengerüst durch das aufbrennen verbinden würde. Und wenn etwas bricht, dass dann alles brechen würde. Wiederum habe ich in einem Bericht über Zirkon gelesen, dass das Zirkongerüst ein klein wenig stabiler sei als die aufgebrannte Keramik, so dass es bei zu starken Belastungen zuerst die Verblendung abplatzen würde.
Was ich mich hier frage: Ist die aufgebrannte Keramik ggf. freundlicher zum Zahnschmelz des gegenüberliegenden Zahnes als das pure Zirkon?
Hochgoldbrücke vollverblendet
Eigentlich sollte noch eine Hochgoldbrücke aus Gold mit nur vestibulärer Verblendung berechnet werden. Aber diese benötigt wohl zu viel Gold, so dass es wohl kaum bezahlbar sei.
Laut dem Zahnarzt soll Gold das beste Material für den gegenüberliegenden Zahn sein. Fast die selbe Härte vom Zahnschmelz, mit der Zeit soll sich die Goldbrücke dem Gegenüberliegenden Zahn leicht anpassen.
Nun hat mir das Labor nur eine Hochgoldbrücke mit Vollverblendung berechnet. Auch hier stelle ich mir die Frage: Wie haltbar ist die Verblendung, wie hoch die Gefahr von Abplatzungen. Ein Vorteil den Gold wohl auch hat, die selbe Härte wie der Zahnschmelz, wird dem Aufbau ja genommen, indem die Goldbrücke Vollverblendet wird.
Gold ist ein bewährtes Material, aber auch sehr teuer.
Eure Meinung?
Nun habe ich viel theoretische Auswahl, aber was soll ich nehmen? Erfahrungen habe ich schon mit Cerec und dem Vitablock. Da hat mir mein behandelnder Zahnarzt vor etlichen Jahren und erst vor kurzem zwei Backenzähne angefertigt.
Aus dem Labor habe ich 6 Oberkiefer-Schneidezahnkronen, Zirkon mit aufgebrannter Keramik. Bin mit allem bislang zufrieden, obwohl ich die Oberkiefer-Schneidezahnkronen noch nicht einmal 3 Monate habe, daher kann ich mir kein Langzeiturteil erlauben.
Insgesamt aber bin ich mit dem Vitablock bzw. dem Zirkon bislang zufrieden.
Und würde wohl, wenn es irgendwie auch aus nachvollziehbaren, sachlichen Gründen logisch erscheinen würde, weiterhin auf Metalle im Mund verzichten.
Habt Ihr nun eine Empfehlung oder auch sogar Erfahrungen beizusteuern um meine Meinungsbildung voran bringen zu können?
Hallo Follower, seit Beginn der ZrO-Technik hatten wir uns mit ein paar engagierten Kunden in diesem Verfahren experimentell engagiert (von Cerec-1 bis C-4 und für nicht Cerec-Besitzer gings zu smart microparts). Die beste, vor allem auch funtionellste Variante war das verblendete Zirkongerüst (mindestens okklusalverblendet). Nach langen Experientierjahren hat sich für uns herausgestellt, dass das Abbrasionsverhalten von Heraceram gnathologisch am verträglichsten war. Meine Familie, Freunde, wie unsere Patienten und ich wurden damit versorgt. - Das ist keine Werbung, denn mein Labor ist verkauft und ich habe also aus der Empfehlung keinerlei Vorteile.
Wichtig ist aber auch, sich der Fertigung einer Aufbiss-Schiene zu widmen (à la Prof. Gerber; funktionsanalytisch individuell, keine "Kassenauifbissschiene"), denn die Notwendigkeit der Überkronungen deutet auf Bruxismus hin, denn der beginnt bei uns allen mehr oder weniger heftig, wenn alle "Milchies" durch die Echten ersetzt sind - auch diese Einschätzung beruht auf mehr als 50-jähriger Erfahrung.
Schöne Grüße hf

