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Valplast OK-Prothese (Freiend OK rechts)

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Sommerkind68
Mitglied Mitglied
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 2
Themenstarter  

Hallo,

seit Dezember '17 plage ich mich mit o. g. Teilprothese 'rum.

Hielt mein alter Zahnarzt (jetzt Rentner) eine Teilprothese als nicht zwingend erforderlich, drängte mein neuer ZA regelrecht darauf. Da ich mit Prothesen keinerlei Erfahrung habe/hatte, wählte ich, als das Thema bei meinem neuen ZA angesprochen wurde, die Möglichkeit der Valplastprothese; auch deshalb, da diese - lt. den Aussagen des ZA - "...unsichtbar wäre und nicht zerbrechen könnte..." . Für mich zwei Argumente, welche für mich als Unwissende mit ausschlaggebend waren. Alternativ wurde auch noch ein "Kassenmodell" angeboten mit dem Hinweis "...mit Klammern befestigen...".

Erklärungen, welches der genannten Modelle ihre Vor- bzw. Nachteile hat, erhielt ich nicht.

Im Dezember die Teilprothese erhalten und jetzt erst festgestellt, dass aufgrund der fehlenden Backenzähne rechts ein "Dazwischenklemmen" wie auf der linken Seite nicht möglich ist, so dass die rechte Seite "hängt" und ich diese bewegen kann,

als ob ich eine Klammer trüge zur Zahnkorrektur (DAMIT kenne ich mich aus; hatte als Kind das Vergnügen).

Meine Krankenkasse wies mich darauf hin, dass Valplastprothesen nur Übergangsprothesen wären. Daraufhin meinen ZA angesprochen, welcher weiterhin behauptet, die Teilprothese wäre korrekt und als endgültige Lösung geeignet. Nun soll die Prothese noch um 1 Zahn erweitert werden und ich weiß jetzt, dass ich das falsche Modell gewählt habe. Wie kann ich an der Freiendseite anständigen Halt 'reinbekommen?

Donnerstags habe ich einen Termin u. a. für eine Überkronung; dann soll auch das Problem mit der Valplastprothese geklärt werden. Es stehen dann die Frage einer Unterfütterung im Raum und auch, ob es andere Möglichkeiten gibt, rechts vernünftig Halt zu bekommen. Beim Termin sind sowohl der ZA als auch die Technikerin dabei.

Ferner: MUSS der Gaumen so gross gestaltet werden? Google hat hierzu ganz andere Varianten bei Valplastprothesen gezeigt.

Ich tendiere mittlerweile dazu, mir eine Zweitmeinung von einem Zahntechnik- und Dentallabor einzuholen, möchte allerdings erst noch den Donnerstagstermin abwarten.


   
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Dentinitus
aktives Mitglied Mitglied
Beigetreten: Vor 8 Jahren
Beiträge: 65
 

Valplastprothesen sind als Übergangslösungen gedacht, werden aber von Patienten teilweise so lange getragen, dass sie in einigen Fällen als Dauerlösung angesehen werden können. Dasselbe gilt für die Alternative von der Kasse, die sogenannte Interimsprothese, die schon mal nach 4 Jahren unterfüttert und nach 10 erweitert wird.

Vom Material her gibt es aber weder in Bezug auf Verträglichkeit noch auf Haltbarkeit Bedenken.

Wenn es Probleme gibt dann mit den Zähnen an denen die Prothese verankert wird. Diese werden teilweise um ein Vielfaches Belastet (im Vergleich zu einer endgültigen Versorgung). Hier hat die Valplastprothese aber einige Vorteile. Sie ist Schleimhautgetragen und weniger an den vorhandenen Zähnen verankert als eine Klammerprothese. Die "Klammern" der Valplastprothese wirken nur bei Abzugkräften auf die Zähne, bei Kaudruck werden die Pfeilerzähne weniger unphysiologisch belastet (das heißt keine Dreh- und Kippbewegungen für den Zahn, diese führen zu Lockerung und Verlust der Zähne).

Halt bekommt man bei einer Freiendsituation nur wenn genügend Kieferkamm vorhanden ist der Halt bieten kann. Je größer die Freiendsituation desto problematischer ist der Halt. Eine Unterfütterung kann tatsächlich Abhilfe schaffen, wenn der vorhandene Kieferkamm dadurch besser gefasst wird.

Eine Valplastprothese sollte auf jeden Fall OHNE Haftcreme halten.

Zur Dimensionierung: Auch hier ist die Freiendsituation ausschlaggebend. Da die Valplastprothese Schleimhautgetragen ist muß die Abstützung statisch sinnvoll sein. Je größer die Freiendsituation desto größer muß die Fläche sein über die abgestützt wird, sonst lagert sich die Prothese in der Schleimhaut ein.

Eine Zweitmmeinung kann ich nur empfehlen. Ich würde es allerdings erst klären, dann entscheiden von wem ich mich behandeln lassen will- und dann vom künftigen Behandler die Überkronung vornehmen lassen.


   
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Weithas
aktives Mitglied Mitglied
Beigetreten: Vor 15 Jahren
Beiträge: 48
 

Hallo,

erstmal dickes Dankeschön an Dentinitus für die detaillierte Ausführung - kann ich absolut so nur zustimmen. Als Alternative zum Finden eines neuen Zahnarztes, der sich mit Valplast auskennt:

https://www.weithas./de/valplast/valplast_labore

Hier findest Du eine automatische Anzeige von Dentallaboren in Deiner Nähe, die Valplast herstellen. Diese können in der Regel dann Zahnärzte nennen, mit denen sie zusammenarbeiten. Vielleicht ja auch ne Möglichkeit?

Falls die automatische Anzeige von Laboren in der Nähe nicht klappt (sollten eigentlich alle nicht weiter als 50 km weg sein...), ruf einfach bei uns unter 04381-4339 an. Oder schick eine private Nachricht an mich mit Deiner Postleitzahl.

Mit freundlichen Grüßen von der Ostsee,

Weithas


   
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Sommerkind68
Mitglied Mitglied
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 2
Themenstarter  

Hallo Dentinitus und Weithas,

vielen Dank für eure ausführlichen Informationen.

Mittlerweile habe ich mit meiner ZÄ gespro....ähm... verhandelt. Fazit: Nach Abschluß der OK-Behandlung mit

Kronen und Brücken wird die Valplast begutachtet/exakt angepaßt/erweitert. Sollte alles scheitern, wird über eine Alternative verhandelt.


   
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