Schwangerschaft in ...
 
Teilen:
Benachrichtigungen
Alles löschen

Schwangerschaft in der Zahntechnik, wo muß ich aufpassen ?

29 Beiträge
16 Benutzer
0 Reactions
2,958 Ansichten
Active Member
Beigetreten: Vor 14 Jahren
Beiträge: 6
Themenstarter  

Hallo , ich bin ganz frisch schwanger und habe nun bedenken , was schädlich sein könnte . Ich arbeite in fast allen Abteilungen mit , außer in Kunststoff.
Ich dachte an das Strahlmittel oder die Säuren , mit denen ich zu tun habe.Soll ich besser einen Munsdschutz tragen ? Was ist , wenn ich Zirkongerüste nass beschleife ? Bin dankbar für jeden Hinweis. mit zahntechnischen Grüßen , Clara


   
AntwortZitat
 OlBo
Reputable Member
Beigetreten: Vor 17 Jahren
Beiträge: 261
 

Ich weiß gar nicht, wo das Problem liegt. Meine Frau ist zum Frauenarzt gegangen, hat die Situation erklärt und es wurde eine Berufsunfähigkeit festgestellt (bei vollen Bezügen, bis zum Ende der Schwangerschaft). Da nun mal nicht alle Abdrücke und Prothesen desinfiziert ins Labor kommen, kann eine Infektion nicht ausgeschlossen werden (mal abgesehen davon, das die Desinfektionsmittel ggf. gar nicht an allen Stellen kommen und wirken können, z.B. bei Unterfütterungen). Jeder vertrauensvolle Frauenarzt/-in wird genauso handeln. Sich allerdings vor den Chef stellen und die Arbeit verweigern, bzw. an Kollegen verteilen ist der falsche Weg und erzeugt, wie erlebt, nur Widerstand.

Der Dentalmarkt ist mittlerweile ein Swinger-Club. Jeder mit jedem und doch nicht richtig ! (OlBo 2009)


   
AntwortZitat
Buchmacher
Mitglied
Beigetreten: Vor 15 Jahren
Beiträge: 875
 

Da gibt es aber auch andere Fälle.

Ich kenne da eine Kollegin, die hat bis zum letzen Tag an ihrem Technikerplatz gesessen, und gearbeitet.

Sie ist dann direkt vom Arbeitsplatz von ihrem Mann in die Klinik gefahren worden, und hatte wenige Stunden später einen strammen, gesunden Jungen im Arm.

Ein paar Jahre später wiederholte sie das ganze noch mal, diesmal mit einem Mädchen.

Beide Kinder sind wohlauf und gesund, der „Junge“ ist heute Rechtsanwalt, das „Mädel“ hat zunächst Zahntechnik gelernt, und danach Zahnmedizin. Sie praktiziert heute als Zahnärztin.

Nun gut, die Kollegin, von der ich hier spreche, betreibt mit ihrem Mann über 30 Jahren ein zahntechnisches Labor, möglicherweise ist man da etwas robuster als Andere!

 


   
AntwortZitat
 labo
Trusted Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 92
 

Hi! Wie du schreibst alles ist halt auch eine erziehungssache. Deshalb kommen solche Menschen auch im leben weiter als andere. Nur immer jammern über alles uns alle.........und gleich nach dem Sozialstaat rufen,ich selbst kann es nicht mehr hören. Auch bei uns ist die Allgemeinheit langsam überfordert.man sehe sich nur mal die Rentner an ......aber auch da gilt,nur wer eingezahlt hat bekommt auch was.mensch geht's bei uns noch gut,schaut mal nach USA......besonders nach dem Sturm,bin gespannt wer da was bekommt,bei uns würden sie gleich wieder schreien nach dem Staat.


   
AntwortZitat
MichaelBuchloch
Honorable Member
Beigetreten: Vor 15 Jahren
Beiträge: 744
 

Ich glaube nicht, dass es möglich ist, das pauschal zu bewerten.

ich kenne diese Fälle auch, wo der Laborbesitzerin das Kind gewissermaßen während dem Modellieren zwischen die Füße fiel. Das sind dann aber in der Regel keine Angestellten ZT, sondern Inhaberinnen/Inhaberfrauen, die in Fehltagen eine Bedrohung ihrer beruflichen Existenz sehen.

Ich kenne aber leider auch einige Fälle von Abgängen und Fehlgeburten, die u.U. (Das ist nachher immer hypothetisch) vermeidbar gewesen wären.

Wichtig ist m.A. nach immer, dass die werdende Mutter ein "gutes Gefühl" hat.

Der richtige Weg führt in solchen Fällen sicherlich über das Gespräch, u.U. auch mit dem behandelnden Arzt, um ihm die Risiken und Nichtrisiken unseres Berufs aufzuzeigen.

Das ganze steht zudem in Abhängigkeit der Betriebsgröße und dessen Ausrichtung, so wird sich in größeren Betrieben lässt sich meist leichter eine Tätigkeit ohne Kontaminationsrisiko bzw. Belastung mit fruchtschädigenden Dämpfen, Stäuben etc. finden.

Ebenso sind m.A. CadCam-Arbeitsplätze deutlich risikoärmer.

Das alles kann man im Gespräch klären und meist lassen sich Lösungen finden. Manchmal mit der Konsequenz der sofortigen Freistellung, wenn es keine andere Lösung gibt.

Wir hatten diesen Fall vor einiger Zeit, als eine ZTin risikoschwanger war ( da deutlich über 40), und zudem in den ersten Schwangerschaftswochen gesundheitliche Probleme bekam.

Hier wurde in einem (konstruktiven) Gespräch eroiert, welche Möglichkeiten in Frage kommen und nach Rücksprache mit dem Arzt und der Krankenkasse einigte man sich auf sofortige Freistellung.

7 Monate später kam ein kerngesundes Mädchen zur Welt.

"There seems to be no sign of intelligent life anywhere."(Captain James T. Kirk) ... oder auf schwäbisch: "laudr blede om me romm!"


   
AntwortZitat
Seite 2 / 2
Teilen: