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IDS Nachlese

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CadFix
Estimable Member
Beigetreten: Vor 11 Jahren
Beiträge: 150
Themenstarter  

Was hat beeindruckt, was ist Euch aufgefallen, was war klasse oder eher nicht so?

Enrico fräst Primär und Sekundär aufeinander in einem Rutsch..? Beeindruckend....., praxistauglich?

Samstag war der Bäääär los... das Interesse ist offensichtlich ungebrochen

Gut so .

Beim Stegkonstruieren den Zurückbutton drücken. Leben am Limit 😉


   
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bigTB
Trusted Member
Beigetreten: Vor 11 Jahren
Beiträge: 80
 

Ich war als Aussteller dar, bin aber kein Vertriebler sondern von der technischen Seite.

Großes Interesse gab es beim "3D Druck", vobei nirgendwo eine gute Komplettlösung angeboten wird, was ich einfach nur lächerlich finde. Es werden "Drucker" und Material angeboten, über Nachbearbeitung wie Reinigung und Nachhärten wird entweder nicht gesprochen oder Märchen erzählt.

Einige Firmen bieten Schienenmaterialien für den druck an, jeder Experte weiss dass das nichts taugen kann und geben für dieses Schienenmaterial im Kleingedruckten eine Lebensdauer von 2 (!!!!) Tagen an! Wo sind wir eigentlich gelandet?

Und das tolle daran... die Zahntechniker sind nicht klug genug (gemeine Pauschalisierung, sorry dafür) das zu durchblicken oder zu hinterfragen.

DentalWings stellt eine Laser-Milling Maschine vor. Super interessant, wobei ich noch nichts über die Kosten weiß.

Ansonsten stand oftmals/meistens genau das gleiche Zeug auf den Ständen wie auch das letzte mal.

Ich habe 3 IDS als Besucher und nun 2 als Aussteller mitgemacht und bin von der Industrie nicht begeistert.

Es werden Produkte als Komplettlösung gekauft, die keine sind (3D Druck) und die richtigen Innovationen fehlen.

Trotzdem ist nicht alles so schlecht wie es sich jetzt anhört.

Ich bin jetzt auf die Entwicklungen bis zur nächsten IDS gespannt.


   
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meistMeister
Estimable Member
Beigetreten: Vor 10 Jahren
Beiträge: 128
 

Es ging bei den Neuigkeiten hauptsächlich um 3D Druck. Eigentlich ist das keine neue Sache. In der Industrie schon fast ein alter Hut. In der Dentalbranche habe ich die ersten gedruckten Brückengerüste schon vor 10 Jahren gesehen.

Geht es jetzt wieder darum zu gießen? Back to the Roots?

Shera hat übrigens gut über die Nachbearbeitung usw. informiert. Das war schon zu Ende gedacht. Aber, warum soll ich indiv. Löffel drucken? Das geht doch viel schneller auf dem herkömmlichen Weg. Und ausserdem, wenn ich einen digitalen Workflow anstrebe, wozu brauche ich dann noch einen indiv. Löffel??? Vielleicht habe ich ja einen Denkfehler, aber ich bin bisher noch nicht darauf gekommen wozu ich dann noch dieses Teil brauche.

Grundsätzlich ist diese Technik schon interessant. Mal sehen wie es weitergeht damit.

Was mich gewundert hat ist dass ich lange nicht mehr soviel Klammer-Modellguß in den Vitrinen gesehen habe wie dieses Jahr. Ich dachte, diese Technik stirbt so langsam aus.

Desweiteren fiel mir auf, dass SLM wohl etwas auf dem Rückzug ist.

Die Laserbearbeitung habe ich auch gesehen. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass das eine kostengünstige Art ist Material zu bearbeiten.

Ich bin mal gepannt was noch so alles auf uns zukommt. Vielleicht ist das nächste die Sonoerosion. Da habe ich vor 20-25 Jhren mal einen Bericht drüber gelesen. War eine wisenschaftliche Veröffentlichung. Das sollte Eingang ist die Fertigung von ZE finden. Bisher ist da nichts passiert.


   
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Zahnseide2
Reputable Member
Beigetreten: Vor 15 Jahren
Beiträge: 419
 

Exocad ein ein sehr interessantes, größeres Update zur IDS herausgegeben. Von meinem Lieferanten bekomme ich es aber leider erst in einigen Wochen. Fräsungen für Geschiebe und Schubverteiler kann man nun problemlos mit normalen VMK-Kronen ("Anatomisches Käppchen) kombinieren. Ein Modul für Modellguß soll bei Exocad demnächst für einige Zeit, in der Erprobungsphase, kostenlos verfügbar sein.

Die verrückteste und auch die im positiven Sinne erstaunlichste und beste Entwicklung, die ich in 3 1/2 Tagen IDS finden konnte war im Bereich Implantologie. Allerdings möchte ich hier weder das eine noch das andere weiter kommentieren. Nur soviel, dass sehr gute Zahntechniker auch weiter gute Beschäftigungsmöglichkeiten haben werden. Und noch etwas: Es scheint zwei ganz allgemeine Typen von Weiterentwicklungen zu geben. Da sind zum einen die Daniel-Düsentriebs, die von der zahnärztlich-klinischen und/oder von der zahntechnischen Praxis verblüffend laienhafte Vorstellungen haben und grandiosen technischen Böldsinn entwickeln und dann für viel Geld mit viel Optimismus auf den Markt drücken wollen. Und dann sind da aber auch hochintelligente Unternehmer mit Vision, Ethik und tiefem Verständnis der Praxis, die zu wirklich erstaunlichen, offenbar sehr sinnvollen Entwicklungen kommen. Die einen von den anderen zu unterscheiden fällt aber nicht immer leicht und was man vor einigen Jahren noch für Unsinn gehalten hat kann man bei der nächsten IDS vielleicht als großen, sehr sinnvollen Fortschritt sehen und verstehen lernen.

Gekauft habe ich mirauf der IDS u.a.

  • Ein OP-Mikroskop von Zumax für den Preis eines Kleinwagens. Es ist zwar "Made in China", hat aber deutsche Linsen und war mechanisch und optisch absolut überzeugend.
  • Für 190 € diverse Handinstrumente bei einen Pakistani. Es gab dort auch jede Menge Handinstrumente für Zahntechniker. Alles zu unvorstellbar niedrigen Preisen (zum Teil 1/3 bis 1/4 des niedrigsten Preises den man selbst via aera-online.de findete.

Leider fehlte mir die Zeit um z.B. bei einem Chinesen Fräser und Diamantschleifer und Kleingeräte zu kaufen. Von der vorletzten IDS habe ich immer noch die Polymerisationslampen im Einsatz, die ich damals spottbillig bei einem Chinesen dort gekauft habe. Der Alginatmixer den ich auf der vorvorletzten IDS bei einem Chinesen gekauft und nach Hause geschleppt habe, mischt noch immer blasenfrei und schnell Alginat. Soll heißen, die IDS ist nebenbei immer auch ein Basar mit verblüffend niedrigen Preisen, für die ganz normalen Werkzeuge und kleinen Geräte, die man täglich braucht.

Und ja, der 3-Druck. Da war z.B. eine Firma die wollte 5800 Euro für einen kleinen 3-Drucker haben mit dem man nur Einzelkronen und kleine Brücken drucken konnte. Als Beispiel hatten die einen Block mit vielleicht 30 Einzelkronen gedruckt. Dabei stand ein Ingenieur, dem aber offenbar garnicht klar war was für eine Aufwand der Guß insgesamt mit sich bringt, und für wie wenig Geld man heute von einem guten Fräszentrum mit welchen Vorteilen Kronen fertigen lassen kann, wenn man eh schon die stl-Dateien hat. Ein 3-Drucker für Modellgüsse, die man dann aber noch gießen muß, kostet soweit ich gefragt habe ca. 20 Tsd. Euro und mehr.

Ein Franzose wollte 69 Euro für einen unbearbeiteten, lasergesinterten Modellguß in allerdings, soweit ich sehen konnte, recht guter Qualität haben, wenn man die stl-Daten sendet. Hochglanzpoliert würde es 105 Euro kosten. In D wird man man ähnliche Preise finden wenn man lange genug sucht. Kann man, kann irgendjemand für 69 Euro ABZÜGLICH des Preises für das Drucken der Modellation mit einem 3-Drucker noch die Modellation anstiften, Einbetten, Gießen (inkl. Strom, Metall und Einbettmasse), Ausbetten, Abstrahlen und die Gußkanäle abtrennen und beschleifen? Ich denke betriebswirtschaftlich kann man die für den Dentalbereich angebotenen 3-D-Drucker vergessen. Wenn ich mir einen 3-Drucker zum Spielen im zahntechnischen Bereich kaufen würde, dann den Ultimaker 2Go, für 1195 €, der ab April lieferbar sein soll und den ich auf der IDS nicht gesehen habe. Für Abdrucklöffel, Provisorien usw. sollte der ausreichen. Man könnte die gedruckten Modellationen ja dann notfalls mit Wachs nachbearbeiten. Damit könnte man den Ultimaker steuerlich als Betriebsausgabe absetzten.

Erstaunt hat mich ein amerikanischer Anbieter, der wegen seiner "günstigen" Fertigungsmethoden Zirkonkronen für "nur" 35 Dollar angeboten hat. Ich bezahle in Deutschland bei einem sehr gute Qualität sehr schnell liefernden Fräszentrum nur 32 Euro.


   
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bigTB
Trusted Member
Beigetreten: Vor 11 Jahren
Beiträge: 80
 

Das spiegelt alles vollkommen meine Meinung zu dem 3D Druck wieder!

Und ehrlich gesagt arbeite ich für eine der Firmen die einen 3D Drucker angeboten hat.

Geschrieben von: @meistmeister

Shera hat übrigens gut über die Nachbearbeitung usw. informiert. Das war schon zu Ende gedacht.

Nein, war es leider nicht. Ich möchte niemandem zu nahe treten und auch keine Firma schlecht machen (in dem Punkt stehen alle schlecht da), aber es gibt keine gut zu Ende gedachte Lösung für die Nachbearbeitung für den dentalen Bereich. Keiner der wirklich im Thema ist würde irgendwas in dem punkt als technisch ausgereift und wirtschaftlich bezeichnen.

Geschrieben von: @zahnseide2

Und ja, der 3-Druck. Da war z.B. eine Firma die wollte 5800 Euro für einen kleinen 3-Drucker haben mit dem man nur Einzelkronen und kleine Brücken drucken konnte. Als Beispiel hatten die einen Block mit vielleicht 30 Einzelkronen gedruckt. Dabei stand ein Ingenieur, dem aber offenbar garnicht klar war was für eine Aufwand der Guß insgesamt mit sich bringt, und für wie wenig Geld man heute von einem guten Fräszentrum mit welchen Vorteilen Kronen fertigen lassen kann, wenn man eh schon die stl-Dateien hat. Ein 3-Drucker für Modellgüsse, die man dann aber noch gießen muß, kostet soweit ich gefragt habe ca. 20 Tsd. Euro und mehr.

Diese ganzen Billigdrucker taugen nichts! Es können damit keine mundbeständigen Materialien verarbeitet werden und erst Recht keine Präzisionen erreicht werden, die für den klinischen Einsatz im Mund taugen... Und das ist erwiesen!

Wie angesprochen immer das Kleingedruckte lesen! Schienen und Provisiorien benötigen eine bestimmte Abrasionsfestigkeit und Härte, die mit den Materialien momentan nicht erreicht werden kann, egal was die Firmen versprechen und erzählen.

Von Wirtschaftlichkeit kann man dabei eh nicht sprechen!

Alles in allem kann man sagen: es taugt leider alles nichts! Alle die sich sowas zugeleget haben oder werden tun mir leid!

Um mal ein Zitat auf der IDS eines Kollegen wiederzugeben:

"Bei allen die sich bisher brennend für das Thema 3D Printer in Verbundung mit einem Desktop-Printer für das eigene Labor interessiert haben und auch Kaufbereitschaft gezeigt haben wurde schnell klar, dass sie weder in der Technik noch bezüglich der Wirtschaftlichkeit im Thema sind!" (IDS 2015, ein namentlich nicht genannter technischer Produktmanager im Bereich dentaler 3D Druck)

Ich denke mal das sagt alles was man wissen muss!


   
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Dentalfuzzi
Estimable Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 125
 

Hi zusammen

@bigTB: Ich habe eine kleine Frage an dich, wenn du so wenig begeistert bist von der Industrie, warum bist du dann in der Industrie und machst sie auch so runter? (dein Zitat: Ich habe 3 IDS als Besucher und nun 2 als Aussteller mitgemacht und bin von der Industrie nicht begeistert)

Klar werden Techniken gezeigt, die nicht ausgereift sind ("work in progress") oder Material, was noch nicht gekauft werden kann, sondern erst in 1 bis 2 Jahren, aber das ist auch nicht neu, das war wirklich schon immer so.

Trotzdem ist es doch spannend, an was alles gearbeitet wird, CAD/CAM Prothese, Laser Milling, 3D Drucken usw. So wissen wir kleinen Zahntechniker doch, was uns in der Zukunft wahrscheinlich beschäftigen wird.

Gruß


   
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novum65
Honorable Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 639
 

Da sei eine kleine Verbesserung erlaubt: So wissen wir kleinen Zahntechniker doch, was uns in der Zukunft wahrscheinlich beschäftigungslos machen wird.

Gruß


   
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bigTB
Trusted Member
Beigetreten: Vor 11 Jahren
Beiträge: 80
 

Also da bin ich bestimmt falsch verstanden worden.

Ich bin nicht begeistert davon, wie sich die Industrie auf der IDS präsentiert hat.

Auch als Industrieangehöriger (oder vielleicht gerade deswegen) ist ein kritischer Blick auf sich selbst und alles um einen herum wichtig!

Nicht alles was ich in meinem Beruf in der Industrie mache hat mit dem zu tun, was man auf der IDS sieht.

Ich bin der Meinung, dass die Industrie in der Pflicht ist, klinisch erprobte und sinnvolle Produkte (egal ob Maschine oder Material) auf den Markt zu bringen und gleichzeitig den Kunden, d.h den Zahntechniker und den Zahnarzt aufrichtig über die techischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten zu informieren.

Jetzt fällt natürlich auf: ich bin ein Idealist

Die Realität sieht ganz anders aus. In der dentalen Fachpresse wird auch anders darüber gesprochen, sodass z.B. der 3D Druck wirklich gut dasteht und in aller Munde ist. Ein großes Interesse an diesem Thema kann ich nachvollziehen, es ist ja einfach spannend.

Wer aber selbst seine Gehirnzellen anstrengt und sich über die Sachverhalte informiert wird feststellen, dass die Industrie der oben angesprochenen Pflicht nicht nachkommt. Und da fühle ich mich einfach in meiner Berufsehre verletzt.

3D Druck Schienenmaterial wird es nicht geben, nicht in den nächsten Jahren. Das weiß jeder Chemiker und jeder Ingenieur!

Was wird angeboten? 3D Druck Schienenmaterial! Im Kleingedruckten steht zugelassen für maximal 2 Tage.

Ich bin gerne in der Industrie, hier habe ich wissenschaftlich anspruchsvolle Aufgaben zu bewätligen, mache nicht so viele Überstunden wie im Labor und werde entsprechend meines Diploms bezahlt. Zusätzlich bin ich maßgeblich an Entwicklungen beteiligt und komme frühzeitig mit den neuesten Trends in Berührung, Jahre bevor ihr diese auf der IDS 2015 zu sehen bekommt.

Gerne in der Industie zu sein bedeutet für mich aber nicht, aus Prinzip Partei für diese zu ergreifen. Wenn etwas schlecht oder nicht zu Ende entwickelt wurde, dem Kunden unter Vermittlung falscher Tatsachen angeboten und verkauft wird, dann habe ich das Recht oder gar die Pflicht mich kritisch zu äußern.

Das meine Äußerung Kritik aufwirft verstehe ich nicht!

Das die Zahntechniker diese Entwicklung nicht noch kritischer betrachten als ich, verstehe ich noch weniger!

Klar bin ich anders im Thema als ihr hier, klar fallen mir Sachen auf die euch nicht bewusst sind.

Aber mal Klartext: Der Dentalmarkt, besonders in Deutschland, ist "technikgeil"! Das ist auch ok.

Interesse für 3D Druck darf und muss bestehen. Das ein Zahnarzt oder Zahntechniker aber alles schluckt, was die Industrie ihm hinwirft möchte ich nicht verstehen. (was beim 3D Druck der Fall ist)

Die IDS wird vorallem von der Industrie als Leistungsshow verstanden. Das ist völlig ok, hier müssen nur Konzepte bestehen, keine Produkte.

Ich habe allerdings die Produkte bemängelt die verkauft werden!

Ich bin technischer Produktmanager, leite Entwicklungsprojekte, mache die Vorgaben für diese Projekte, erstelle biologische und klinische Gutachten etc.

Ich kann sagen: Das was ich beim 3D Druck sehe stimmt micht einfach nicht zufrieden!

Ich möchte keinen Streit vom Zaun brechen, dachte nur dass für die ZT in diesem Forum der persönliche Einblick eines Industrieangehörigen interessant wäre.

"So wissen wir kleinen Zahntechniker doch, was uns in der Zukunft wahrscheinlich beschäftigen wird." - Dentalfuzzi

Gerade hier liegt das von mir angeprangerte Problem! Ich denke nicht dass die ZT das wissen! (nicht böse gemeint).

Die ZT können nicht das Wissen haben, um alle Faktoren einrechnen zu können und die Industrie verkauft ohne Rücksicht!


   
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Dental-Chris
Trusted Member
Beigetreten: Vor 10 Jahren
Beiträge: 64
 

@bigTB du bekommst en punkt für Ehrlichkeit ;).

Hoffe dein Beitrag lesen vor allem die, die in das Beuteschema der Industrie fallen und sich alles andrehen lassen "wollen". Auf der IDS wollte ich die Ehrlichkeit und Objektivität eines AG Vertreters mal auf die Probe stellen und habe mich mal über die gefräste Wachstotale informieren lassen. Ich habe ihm schnell zu verstehen gegeben dass ich der Technik kritisch gegenüberstehe und die Wirtschaftlichkeit nicht nachvollziehen könnte. Er frug mich daraufhin wielange ich denn für eine Aufstellung benötige und als ich antwortete ca. 2 - 3 Std, meintet er nur "oh da sind sie aber schnell" Da bin ich gegangen... Ich weiß halt nicht ob der gute Mann vor 20 jahren das letzte mal im Labor gearbeitet hat (wenn er es denn jemals gemacht hat) oder ob er so frech war und glaubt den ZT mit unwahren Argumenten zu überzeugen. Ich glaube manche haben selbst Bauchschmerzen wenn sie Techniken/Lösungen verkaufen müssen, die sie für Bullshit halten. Achso hatte ich erwähnt dass man die SZ nur im Block verschieben kann und sich nicht in alle Richtungen neigen lassen....

In diesem Sinne, bleibt kritisch und wer sich mit Spielereien selbstverwirklichen will, der soll nen Töpferkurs besuchen. Ich werde weiterhin ins Labor gehen um Geld zu verdienen.


   
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meistMeister
Estimable Member
Beigetreten: Vor 10 Jahren
Beiträge: 128
 

Ich habe gerade Post von Conrad Electronic bekommen. In dem "Business Supplies"-Katalog ist ein 3-D-Drucker Bausatz drin. Made in Germany für 1259,67 €. Dann können wir doch gleich mal loslegen.Zwinkernd Es sind wohl alle im 3-Druck Fieber.


   
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Trusted Member
Beigetreten: Vor 17 Jahren
Beiträge: 98
 

Wir erwarten dann deinen Bericht !Cool

Übrigens, bei pearl.de gibts die schon ab 800 EuronenZunge raus

Schönes Wochenende !


   
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Zircado
New Member
Beigetreten: Vor 9 Jahren
Beiträge: 2
 

Hallo zusammen

Ich habe jetzt die 12 IDS erlebt und immer war ich auf Seite der Industrie. Die IDS ist eine Leistungschau und das ist auch gut so. Was wäre das Leben ohne Vision und neuen Zielen.

Zum Thema 3 D Druck aber habe ich eine klare Meinung. Wenn die Drucker lachen könnten, würden Sie sich über unseren Markt ganz schön amüsieren. Wenn wir nicht über die Würmchendrucker (FLM) reden wollen, sondern über vernünftige Geräte, dann ist drucktechnisch alles machbar was wir uns wünschen. Es fehlt einzig und alleine nur an den enstprechenden mundverträglichen Medizinprodukten (mind. 2a). Hier hat der Markt (die Industrie) vor der IDS meiner Meinung nach, den Mund etws zu voll genommen. Einige Hersteller habnen ein mundverträgliches, vielleicht sogar thermoplatisches, Schienenmaterial angekündigt, was aber nicht gezeigt wurde. Daran scheitert aus der Sicht der Schiendruck interessierten Kunden, die Wirtschaftlichkeit.

Es macht aus meiner Sicht auch nicht so viel Sinn über druckbare Abformlöffel oder geprintete Modellgüsse zu diskutieren. Dafür alleine brauchen wir die Drucker im Monent zumindest, nicht wirklich.

Basierend auf dieser Erfahrung und diesen Erkenntnissen, sollte die Zeit der reinen Gerätekäufe bei den meisten Zahntechnischen Unternehmern vorbei sein. Wie wäre es denn einmal mit einen Konzept?

Die einzigen aus meiner Sicht wirtschaftlichen Produkte, die ohne Wenn und Aber heute schon herzustellen und mit ordentlichen Margen zu verkaufen sind, ist die Aligner Technologie und die Herstellung von Bohrschablonen.

Bei den Schablonen haben die meisten schon Ihre Erfahrungen gemacht und wissen wie diese herzustellen sind und abgerechnet werden. Der Aligner oder besser gesagt, die in der Zukunft liegenden Modelle, lassen sich nur mit Hilfe eines 3D Druckers herstellen unter Zuhilfenahme einer Software um die Planungschritte digital durchzuführen. Diese gibt es aus meiner Sicht im Moment nur von 3Shape, den Ortho Analizer. Finde ich auch nicht ganz so spannend, denn ein Wettbewerb sollte eigentlich immer existieren. So jetzt haben wir den Drucker und die Software. Wäre es jetzt nicht gut, wenn es noch eine abrechnungstechnische Hilfe gäbe, die dem Investor der Technologie zeigt, wie mann die neuen Technologien und Produkte sinnvoll abrechnet?

Ich habe in meiner Zeit als selbstsändiger vertriebsorientierter Unternehmer, viele Technologien kommen und gehen gesehen. Beim 3D Druck bin ich mir aber sicher, (ebenso wie im Jahr 2000 als einer der ersten Anbieter von 3D Scannern im Markt) dass er die Zahntechnologie und die Herstellungsprozesse verändern wird. Die meisten additiven Verfahren sind den zubtraktiven, in Punkto Genauigkeit, überlegen. Nicht fräsbare Bereiche oder Unterschnitte sind Ihnen ebenso fremd wie die meistens masslos überzognenen Materialkosten (Rohlingspreise). Dies beziehe ich auf das Herstellungsverfahren im Verhältnis zum Verkaufspreis.

Ich möchte mit meiner Meinung niemanden unterstützen und keinem zu Nahe treten sondern nur meinen Weg aufzeigen, denn ich im Markt z.Zt. umsetzte.


   
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Zahnseide2
Reputable Member
Beigetreten: Vor 15 Jahren
Beiträge: 419
 
Geschrieben von: @bigtb

Diese ganzen Billigdrucker taugen nichts! Es können damit keine mundbeständigen Materialien verarbeitet werden und erst Recht keine Präzisionen erreicht werden, die für den klinischen Einsatz im Mund taugen... Und das ist erwiesen!

Dass man 3D Gedrucktes dauerhaft im Mund verwenden kann würde ich eh nicht erwarten. 3D-Drucker sehe ich nur als Hilfmittel zur Herstellung von Teilen die man im Labor verwendet. Der Klassiker ist der Wachsdruck, wo man die gedruckten Teile einbettet, ausbrennt und gießt. Man kann aber vielleicht auch andere Hilfsteile drucken.

Ob Billigdrucker etwas taugen ist die Frage. Ich werde mir so einen Ultimaker 2 kaufen und berichten. Die Idee ist z.B. mit Exocad hergestellten Teile zu drucken, dann ggf. etwas mit Wachs und Fräse nach zu bearbeiten und dann zu gießen. Der Ultimaker hat angeblich ein Präzision von 0,02 mm. Man könnte dann z.B. notfalls die Ränder der Modellation mit der Fräse kürzen und eben mit Wachs neu gestallten. Sollte es Verzüge geben könnte man die Modellation eben zerlegen und neu zusammenwachsen. Vor diesem Hintergrund könnte dann ein Drucker wie der Ultimaker, für alles in allem ca 2000 Euro schon hilfreich sein, zumal das ein Betrag ist, denn man schon mal für "Versuche" verbraten kann. Ich habe jedenfalls Investitionsruinen herumstehen, die wesentlich teurer waren.

Mein Problem ist, dass ich in Zukunft für die Versorung von Patienten mit Soforimplantaten auch größere Brückenarbeiten mit Metallgerüsten binnen maximal 72, besser aber in 48 Stunden nach der Implantation fertigstellen und eingliedern können muß. Der Weg über ein Fräszentrum ist dabei viel zu langsam, und ein Labor würde mir bei so einem Zeitrahmen wohl auch einen Vogel zeigen. Die Gerüste in Exocad modellieren, in Wachs vor Ort drucken oder fräsen (während man schläft) und dann sofort gießen könnte aber gehen. Das Metallgerüst muß jedenfalls in ca. 24 bis maximal 36 Std. nach der Abdrucknahme fertig sein, weil es ja auch noch verblendet werden muß. Mit Lichtwachs auf die klassische Art, könnte es auch funktionieren, wenn man schon mal einen Scanner und Exocad hat ...


   
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