Keine Reparaturen m...
 
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Keine Reparaturen mehr

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Zahn-Achim
Eminent Member
Beigetreten: Vor 9 Jahren
Beiträge: 26
Themenstarter  

Hallo Kollegen,

habe am wochenende mit dem Chef ein interessante Gespräch auf einer Fachtagung mitbekommen.

Mehere frischgebackene Laborinhaber dachten sie wären alleine und sprachen über die doofen alten Labore.

Einer der wohl unerfahren und unsicher war wollte von den anderen wissen wie sie es mit Reparaturen halten.

Die antwortetem ihm, dass er blos keine Reparaturen anbieten sollte. Wenn er einmal damit anfangen würde dann käme er niemehr davon los.

Das sollten doch die doofen alten Labore machen.

Es würde sowieso kaum Geld bringen und den Ablauf stören. Man könnte dann die anderen Techniken noch günstiger oder besser machen und so alle lukrativen Sachen rüberziehen.

Es gab dann ein kleines Wortgefecht weil mein Chef sich fürchterlich aufregte.

Auf der Rückfahrt meinte er aber eigentlich hätten die recht. Wenn er neu anfangen könnte würde er es auch so machen.

Enden die alten Labore als Reparaturlabore?

Was meint ihr?


   
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Olli 123
Trusted Member
Beigetreten: Vor 10 Jahren
Beiträge: 65
 

Diese Frage habe ich mir bzgl. meiner beruflichen Zukunft auch schon sehr oft gestellt. Ich konnte sie mir bisher aber noch nicht beantworten.

Fakt ist, dass man beim Thema Reperaturen, sehr gerne mal ausgenutzt wird. Aufgrund der Nähe oder schneller Lieferzeiten hat man diese oder Kunststoffarbeiten zu uns geschickt, aber die lukrativen Arbeiten gingen in das kostengünstigere Großlabor.

Wenn man sich als Labor spezialisiert und z.b. nur die Kronen-Brückentechnik anbietet, wäre das Thema Reperaturen vom Tisch. Aber ich denke dieser Schritt bedarf auch jeder Menge Mut....

Eine andere Sache wäre, nur Reperaturen von Arbeiten aus dem eigenen Labor anzunehmen. Aber sagt dies mal zu einem Kunden, der nur mit euch zusammen arbeitet und alle Arbeiten schickt.

Wie gesagt ein schwieriges Thema.


   
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osfrontale
Honorable Member
Beigetreten: Vor 16 Jahren
Beiträge: 649
 

@ Olli123

Wenn man sich als Labor spezialisiert und z.b. nur die Kronen-Brückentechnik anbietet, wäre das Thema Reperaturen vom Tisch

Dann wären wir schon längst pleite.

Die Zahnärzte in meinem Umfeld haben fast alle ein Cerec o.ä in der eigenen Praxis stehen und machen damit ihre Kronen und Brücken selbst. Nur wenn es mal kompliziert wird, kommen diese Arbeiten noch bei uns an.

Wir bieten die gesamte Zahntechnik an. Denn nur die Mischung macht es. Und wir können alles !

Wenn erst mal der Kontakt zu einem anderen Anbieter besteht, kann der Schuss auch schnell nach Hinten gehen.

Natürlich gibt es auch ganz unrentable Reparaturen wie Sprung oder Bruch in KST.

Aber es gibt auch Reparaturen, die sich lohnen und mehr bringen als z.B. eine Vollgusskrone oder Interimsprothese für Härtefälle.

Man muss allerdings dann auch richtig abrechnen und alle Möglichkeiten ausnutzen.


   
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zirkonfrank
Estimable Member
Beigetreten: Vor 12 Jahren
Beiträge: 179
 

Ich denke da muss jeder seinen eigenen Weg finden. DIE pauschale Antwort gibt es da nicht.

Wie Olli123 schreibt, ist Spezialisierung auf einen bestimmten Bereich der Zahntechnik einer davon. Hier muss man jedoch seine Nische finden und regional auch eine entsprechende Nachfrage vorhanden sein. Wer sich spezialisiert kann natürlich den entsprechenden Bereich effektiver und damit günstiger abdecken. Ob normale Kronen und Brücken eine geeignete Nische darstellen wage ich wie osfrontale zu bezweifeln, aber wenn der Markt (die Zahnärzte) genügend Interesse haben, immer nur zu.

Wie osfrontale schreibt, können sich auch Reparaturen durchaus lohnen. Natürlich ist es nicht effektiv, wenn man diese zwischen Keramikarbeiten einschieben muss, wer sich jedoch auf Reparaturen spezialisiert bzw. eine ensprechende Fachkraft dafür vorhalten und auslasten kann dürfte diese durchaus als interessant erachten.

Ich kenne mehrere Zahnärzte, die beschäftigen 3 Labore: Eines für Kronen-Brücken, eines für Kombitechnik, und eines für Reparaturen.

Interessanterweise wurden alle diese Labore aufgrund ihrer Spezialisierung ausgewählt und es gibt auch Labore welche sich entsprechend auf Reparaturen spezialisieren. Die eierlegende Wollmilchsau zu spielen ist einfach meist teurer und wird daher bei Neugründungen meist vermieden.

@osfrontale: Die Betonung auf "richtig abrechnen" finde ich super, 100% Zustimmung. Leider sehr kompliziert


   
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osfrontale
Honorable Member
Beigetreten: Vor 16 Jahren
Beiträge: 649
 

@zirkonfrank

@osfrontale: Die Betonung auf "richtig abrechnen" finde ich super, 100% Zustimmung. Leider sehr kompliziert

Abrechnung muss nicht kompliziert sein. Es gibt Abrechnungsseminare bei den Innungen. Sogar auch für Nichtmitglieder gegen einen gewissen Umkostenbeitrag.

Auch sehr empfehlenswert ist von Reinhold Haß und Uwe Koch : BEL II - 2014 Kommentare zu den fachlichen und abrechnungstechnischen Inhalten des BEL II - 2014. Zu bestellen bei der Wirtschaftsgesellschaft des Verbandes Deutscher Zahntechniker-Innungen mbH in Berlin Bestell Nr : 915

Oder die Befunde Festzuschüsse kann man beim VDZI direkt runterladen.

Und wenn das nicht geht, der Spitta-Verlag hat gute Abrechnungsbücher.


   
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Olli 123
Trusted Member
Beigetreten: Vor 10 Jahren
Beiträge: 65
 

Zitat: @ Zirkonfrank: Ob normale Kronen und Brücken eine geeignete Nische darstellen wage ich wie osfrontale zu bezweifeln.

Sorry, da habe ich mich etwas vage ausgedrückt. Dann natürlich im Bereich der Privatleistungen. Selbstverständlich muss man in solch einem Fall auch die entsprechenden handwerklichen Fähigkeiten besitzen, um sich von der Masse abzuheben und natürlich bedarf es eine dementsprechende Regionale Nische. Ansonsten, da geb ich euch recht, macht es wenig Sinn.

Nochmal zurück zu den Reperaturen..... wie sind denn da eure Lieferzeiten? Bei kleineren Erweiterungen, Sprüngen/Brüchen, Unterfütterungen usw. betragen diese bei uns einen halben Tag. Aufwendigere Geschichten einen ganzen Tag.


   
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bastler
Honorable Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 508
 

.....ja, das sind wohl die Termine , die die meisten Kollegen haben. Machen wir auch so.

Bastler


   
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Zahn-Achim
Eminent Member
Beigetreten: Vor 9 Jahren
Beiträge: 26
Themenstarter  

Heute in der Autowerkstatt. Nur ein Blechschaden, also sie können damit noch kauen äh meinte fahren. Termin nicht vor dem 25.11.. Wann fertig? Müssen sehen was alles gemacht werden muss. Wir rufen sie an. Gestern der Waschmaschinenmonteur. Ja ich muss doch erstmal schauen welche Ersatzteile und Werkzeuge ich benötige. Selbst wenn ich sie dabei hätte, heute ginge das sowieso nicht. Vielleicht nächste Woche. Das Büro meldet sich und sagt ihnen den Termin. Kulanz weil die Maschine 27 Monate alt ist. Ha, ha, das machen wir nicht. Was Notfall weil sie ein Kleinkind haben und Waschen müssen. Sorry er kann auch nichts dafür dass die Maschine kaputt gegangen ist. Wenn sie in seiner Firma eine Neue kaufen gehts schneller. Die wäre morgen da. Seine Fahrtkostenpauschale und die erste angefangene halbe Stunde muss er aber abrechnen...........

Herr Zahntechnikermeister, da ist eine Verblendung nach 27 Monaten kaputt gegangen. Ich erwarte dass sie sofort persönlich kommen sich das ansehen und die Verblendung innerhalb von zwei Stunden auf Kulanz reparieren. Was geht nicht wegen 30min Fahrzeit. Ich kann meine Arbeiten auch woanders hinschicken...........


   
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bastler
Honorable Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 508
 

@Zahn-Achim

Das kennen wir doch alle. Und haben es uns alle irgendwie selber zu zuschreiben. Es gibt hat immer jemanden, der soetwas mit macht. Die grundsätzliche, vielbeschworene Einheit der Zahntechniker habe ich noch nicht gesehen. Natürlich muß so eine Reparatur immer so schnell wie möglich gemacht werden, dafür dauern Neuanfertigungen eben länger, um dies zu puffern. Aber auch da kenne ich genug Beispiele von tollen Kollegen, die eine Krone/ kleine Brücke in 3 Tagen anfertigen. Also, worüber wundern wir uns?


   
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