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Metalle im Mund / Titanallergie?

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Beigetreten: Vor 15 Jahren
Beiträge: 128
Themenstarter  

Hallo zusammen,

in dem Thread Inlay selber schichten ??? wurde irgendwie das Thema gewechselt, was es aber nicht weniger interessant macht. Daher mein Vorschlag hier weiter zu "quatschen".

Bitte klickt Euch ggf selbst durch den Link, hatte keine Lust, das alles rauszukopieren...

Gruß, zt

...see u later, articulator...


   
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Benutzeraccount gelöscht
Mitglied
Beigetreten: Vor 13 Jahren
Beiträge: 3313
 

ich hab mal so zusammengefasst:

zette

aus: Niedersachsen

Beiträge: 39

verfasst: 05.11.2008 um 13:58 Uhr

Zitat:

am 04.11.2008 um 18:31 schrieb Buchmacher:

Eine Titanallergie ist bis heute, meines Wissens nach nicht bekannt.

Hallo,

da wir nun eh schon am Thema vorbei sind...

Auch ich will nicht alles zerreden, zumal wir selbst noch durchaus mit Legierungen arbeiten. Aber nur zur Info: Es gibt sehr wohl auch Titan-Allergien! Natürlich nicht bei jedem Menschen!

Wat faselt der da?

Also, eine (nicht nur) mir bekannte Biolgin forscht seit vielen Jahren auf diesem Gebiet und hat, zusammen mit namhaften Kollegen, unter anderem dieses veröffentlicht.

Ich weiss (verlässlich) von Fällen, wo Titanimplantate diverse Beschwerden, in erster Linie permanente Kopfschmerzen auslösten. Diese verschwanden schlagartig mit dem entfernen der Implas. Hört Euch mal um, es würde mich arg wundern, wenn dies Einzelfälle waren.

Doch bitte dreht mir nicht das Wort im Munde um, ich behaupte nicht das es immer so ist!!!

Aber lieber Buchmacher, deiner Aussage musste ich nun mal widersprechen.

Schöne Grüße an die Füße,

zt

...see u later, articulator...

Buchmacher

aus: Nordrhein-Westfalen

Beiträge: 291

verfasst: 06.11.2008 um 13:49 Uhr

Wie versprochen , ich habe bei meinem Spezi nachgefragt, hier seine Antwort:

Zitat:

Das mit dem Melissa- (LTT-) Test ist so’ne Sache. Die Ergebnisse stimmen halt nicht unbedingt mit dem klinsichen erfarhungen überein. Der Test wird nicht in allen Bereichen akzeptiert, bzw. ist umstritten:

http://de.wikipedia.org/wiki/Lymphozytentransformationstest

Wenn die zitierte Quote stimmen würde und es tatsächlich so viele Titan-Allergien gäbe, dann würde es ziemlich hart sein, da der menschliche Körper mit Titan ziemlich gesättigt ist (lt. Steinemann).

Zitat Ende

Ergänzend möchte ich noch dazu erwähnen, Prof. Dr. Steinemann ist schweizer Biologe und war für Straumann tätig.

Er war der Meinung, dass Titan überhaupt keine Wirkung auf den Organismus ausüben kann.

Ich hoffe, dass die Auskunft ausreichend ist.

Buchmacher

[bearbeitet von Buchmacher am 06.11.2008 um 20:16 Uhr]


   
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lehrling
aktives Mitglied Mitglied
Beigetreten: Vor 13 Jahren
Beiträge: 237
 

Tja, reinstes Titan vielleicht nicht!?

Aber wer kann es denn herstellen?


   
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osfrontale
aktives Mitglied Mitglied
Beigetreten: Vor 14 Jahren
Beiträge: 649
 

Wir verarbeiten (selbst modellieren+gießen) Rein-Titan, es ist nach DIN 17850 Reinmetall, also keine Legierung

Außer einer Alphacaseschicht, die nach Bearneitung entfernt wird, ist es Reintitan. Wir haben uns damals auch bei Prof. Kappert / Uni Freiburg i.Br. schlau gemacht, bisher hatten wir noch keinen Fall von Unverträglichkeit oder Allergie gehabt. Ganz im Gegenteil, wir bekommen immer mehr Aufträge wegen Allergien.

Es gibt aber auch Unterschiede, manche TI-"Legierung" hat Ti nur zugesetzt wegen der Härte, was mit den TI-Blöcken ist, aus denen Teile, Implantate oder Brücken gefräst werden, kann ich nicht sagen, aber man weiß, auch dort gibt es einen Graumarkt.

Aus dem Ausland kommen auch vermehrt Anfragen nach TI-Abfällen. Was die damit machen, bleibt der eigenen Vorstellung überlassen.

Die Gold- und Zirkon-Industrie ist natürlich auch sehr bedacht, dass es ja eine Unverträglichkeit gibt, dann wird der Markt wieder neu "geordnet".

Es herrscht halt überall der harte Markt im Haifischbecken.


   
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 OlBo
aktives Mitglied Mitglied
Beigetreten: Vor 16 Jahren
Beiträge: 261
 

Zitat:

am 28.12.2009 um 16:06 schrieb osfrontale:

Die Gold- und Zirkon-Industrie ist natürlich auch sehr bedacht, dass es ja eine Unverträglichkeit gibt, dann wird der Markt wieder neu "geordnet".

Es herrscht halt überall der harte Markt im Haifischbecken.

Ich glaub, ich muss mich mal wieder melden. Ein frohes neues Jahr dem Muffel-Forum und seinen Mitgliedern.

Jetzt mal zum Thema. Alle Elemente, die nachträglich in einen Organismus eingebracht werden, haben ein allergisches Potenzial. Das gilt auch für Titan, auch wenn es noch so rein ist und allen nötigen ISO-Normen entspricht. Die Frage ist doch, wieviel allergisches Potenzial steckt in einem Werkstoff. Am wenigsten haben davon bekannter Massen Keramiken, da diese im Gegensatz zu den Metallen, keine freien Elektronen besitzen, die widerum u.a. für die allergischen Reaktionen verantwortlich sein können. Titan wendet im übrigen einen Trick an und nutzt diesen Effekt. Die Alphascase-Schicht ist sicherlich entfernbar, bzw. zu verhindern, aber Titan reagiert dennoch sofort mit dem Luftsauerstoff und bildet als Passivierungsschicht Titanoxid an der Oberfläche. Man könnte jetzt also provokant behaupten, das Titan nur deshalb von Körper akzeptiert wird, da vom Prinzip her eine Art Keramik (Titanoxid hat keine metallischen Eigenschaften) mit dem Körper in Berührung kommt und nicht das reine Metall.

Daher immer vorsichtig mit den Behaubtungen "unsere Werkstoffe erzeugen keine allergische Reaktion". Dies ist immer indiv. vom Patienten abhängig. Es hat schon Paracelcus gesagt, "Alles ist Gift, es kommt nur auf die Dosierung an" !!!!!!!

OlBo

[bearbeitet von OlBo am 02.01.2010 um 17:07 Uhr]
[bearbeitet von OlBo am 02.01.2010 um 17:08 Uhr]

Der Dentalmarkt ist mittlerweile ein Swinger-Club. Jeder mit jedem und doch nicht richtig ! (OlBo 2009)


   
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lehrling
aktives Mitglied Mitglied
Beigetreten: Vor 13 Jahren
Beiträge: 237
 

Reinst- Titan!

?????

Im Labor gegossen??

Nie im Leben!!

Wer das als gewerbliches Labor kann- HALLO!!!!

Schau mal in ein Physik/ Chemie- Buch!


   
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