hallo,
wir arbeiten mit cercon und der dazugehörigen keramik.
haben immer wieder abplatzungen!!!!
haben schon mit den techn. beratern gesprochen und alles gemacht, um es zu vermeiden( vollanatomisch geplant und dann reduziert, etc.)
letzte aussage der firma: die patienten sind wohl knirscher!!!
bin eigentlich erfahren im umgang mit keramik, aber inzwischen mit meinem latein am ende.
FRUST pur.
hallo
wir hatten die selben probleme.
gelöst haben wir das problem mit langzeitabkühlung und die kronen erst bei etwa 200° aus dem ofen geben.
außerdem lassen wir aproximal und palatinal eine stufe in zirkon; wenn genügend platz ist auch vestibulär (zur besseren abstützung der keramik).
und sollte man mal das zirkon bearbeiten, dann machen wir anschließend einen "heilungsbrand" bei 1150°
und eine reduzierte anatomische form ist bei zirkon keramik sowieso unerlässlich
alles in allem konnten wir so die abplatzungen stark reduzieren .
^^ probleme hatten wir nicht mit cercon, sondern mit Zirkon allgemein
hallo
langzeitabkühlung und reduzierte anatomische form machen wir auch , aber ohne erfolg wie man sieht....
was für eine brandführung macht ihr beim heilungsbrand?
das mit der cervikalen stufe hört sich gut an. mal ausprobieren!!
nehmt ihr den liner?
bin mir unsicher,lt. jürgen braunwardt kann man darauf verzichten.
soll eine bessere lichtwirkung haben!
die genauen brenndaten für den "heilungsbrand" habe ich jetzt nicht im kopf, müsst ich nachschauen.
also mir hat man stark davon abgeraten keramik ohne liner auf zirkon zu brennen. die meinten dass damit der verbund zum zr nicht gewährt ist. studien oder erfahrungen diesbezüglich habe ich allerdings nicht. ist also nur vom höhren sagen.
wie schaut es mit der retrusion aus? wird beim einschleifen gerne vernachlässigt, soll aber oft der grund für keramikabplatzungen sein.
also mein labor verlässt keine krone mehr ohne cervikale stufe (palatinal und aproximal. vestibulär sofern zulässig). wobei laut einem kurs bezüglich keramikabplatzung die approximale stufe von großer bedeutung ist.
Hallo!
Ich hatte auch mit Ablatzungen und Sprünge bei Zirkon Probleme- aber seit dem ich Lanzeitabkühlung und langes Abkühlen im Ofen eingeführt habe, sowie die zervikale Stufe (außer vestib.)sind diese Probleme nicht mehr aufgetaucht....
Einen Heilungsbrand habe ich allerdings noch nicht durchgeführt,obwohl ich das Gerüst leicht (unter Wasserkühlung) nachgearbeitet habe.
Hi,
handelt es sich um Abplatzungen bis auf das Zi-Gerüst oder um "einfaches"chipping innerhalb der Keramik. Trotz höckerunterstützender Konstruktion und Abstützung im approximalen bzw.nicht sichtbaren Bereich haben wir an und ab damit zu tun.Wer hat ähnliches Problem??
Gruss
Brückenbauer
Wir hatten auch die Probleme mit der Degudent Keramik.
Dann haben wir sie rausgeschmissen, und siehe da , keine Problem mehr!!!!
wir nehmen Schütz (noch).Was nehmt ihr?
Zirkonia von Hereaus. Mit ein wenig einarbeitung kannst du da Sexy Kronen mit machen!
Es gab dazu eine m.W. eine nette Untersuchung in einer derletzten DL (3/4 Monaten ?). Danach war Zirkonia von Heraus am "Gutesten". Bei richtiger Ofeneinstellung ergeben sich prima Ergebnisse. Wir sind vor kurzem umgestiegen und kommen gut zurecht - die Zeit wird es zeigen ob es so bleibt.
Probiere die Massen Einfach aus, Du gehst kein Risiko ein. Schlechter als Cercon kann es nach der Untersuchung kaum werden.
Habe schon einige Materialien ausprobiert- meiner Erfahrung hat mir gezeigt dass
1. anatomisch reduzierte Gerüste
2. Aufheizraten 35 Grad pro Minute maximal
3. Lanzeitabkühlung
4. Wenn keine Stufenpräp dann Zirkonrand zirkulär
und schon waren bei mir Abplatzer Vergangenheit.
80% der Abplatzer sind funktionsbedingt, bei uns wird nicht mal anatomisch reduziert nur rund rund rund!!! dann am besten im SAM Artikulator genauestens front- seitwärtsbewegungen einschleifen. wir nehmen allerdings shofu massen vintageZr
Ich habe mir ja lange überlegt ob ich es hier rein stelle!
Aber vielleicht kann ich den ein oder andern helfen.
The golden Zirkon Rules by Harald Schwandner Dental Lab
1. Oberflächebearbeitung Steine sind gut, kein glühen.
2. NICHT Sandstrahlen, Microrisse, WAK Verschiebung!
3. Ob Stein oder Diamant, polieren mit Gummipolierer.
4. Heilbrand fahren da zu starkes bearbeiten WAK verändert.
5. Liner Brand 20 Grad höher fahren. (Gerüste nicht Tauchfärben!)
6. Steigrate 30 bis 40 Grad je nach Größe.
7. Abkühlprozess optimieren, auf Glaspunkt im Ofen abkühlen lassen dann 2 min. tempern. Dann Ofen auf Bereitschaftstemparatur abkühlen lassen.
8. Krone mind. 6mm von Brenngutträger entf.
9. Gerüste nicht Tauchfärben, alles was dunkler wie A3,5 mit z.B. in Nova einfärben.
10. Auch bei verblendeten Arbeiten keine Scharfen Kanten.
11. Einzementieren am einfachsten mit Glasionomer Zement. (Fujicem/GC)
12. Kein Silan, nicht ätzen, wenn dann Metallprimer verwenden der dockt an den Aluminiumoxidpartikeln im Zirkon an!
13. Gnathologie ist unheimlich wichtig.
14. 40% aller Chippings sind Behandlerseitig verursacht. Kein wassergekühltes Einschleifen, kein fachgerechtes Polieren etc.
15. Das wichtigste → Verbinder sehr stark ausbilden da Zirkon die ersten 2 Jahre bis zu 50% seiner Festigkeit verliert! Aber keine Angst die Kurve flacht danach extrem ab!
Bei Beachtung bekommt man eine Chippingquote von unter 5% und Gerüste gehen so gut wie keine mehr zu Bruch.
Mit der Gefahr dass ich mich in anderen Beiträgen bereits wiederholt habe, hier ein kleiner Denkanstoss für die Bearbeitung von Y-TZP:
es gibt unterschiedliche Meinungen zum Thema Heilbrand, Vergütungsbrand oder wie man den Brand bei ca. 1000°C für 15 Min. nennen mag. Grundsätzlich soll dieser die Oberfläche "heilen" und u.a. das Chipping verringern. Hierbei fehlt allerdings das grundsätzliche Verständnis für die dahinter steckenden Prozesse.
Zirkoniumdioxid hat die Eigenschaft bei Zuführung von Energie (Wärme, Riss, etc.) seinen metastabilien Zustand (Umwandlungsverstärkung der tetragonalen Phase mit Hilfe von Yttrium, das Gefüge steht also unter Druck und möchte sich gern umwandeln, kann es aber durch das Yttrium nicht) von tetragonal nach monoklin zu ändern. Das beinhaltet eine Zunahme von 3-5 Vol-%, also eine Vergrößerung des Gefüges, welches u.a. mit einer Änderung des WAK-Wertes ein her geht und auch dem Verbund mit der Verblendkeramik betrifft.
Hat das Gefüge also diese Umwandlung vollzogen, kann der Grund ein Abstrahlen gewesen sein, das zu heisse Bearbeiten oder auch ein Riss durch mechanische Überbelastung. In allen Fällen versucht das Zikonoxid mit einer Umwandlung von tetragonal nach monoglin die auftretende Energie zu kompensieren. Bei einem Mikroriss kann das sogar bedeuten, dass dieser leicht verkleinert wird und das Wachstum gestoppt wird.
Und jetzt kommt die Denksportaufgabe:
Wenn ich nun mein Gerüst nach dem Sintern mechanisch (so gut wie) nicht bearbeite (ich meine nicht den Rand ausdünnen) und daher ausschließen kann, dass ich mein Gerüst beschädigt habe, DANN BRAUCHE ICH KEINEN HEILBRAND !!
Wenn ich jedoch nicht ausschließen kann, dass ich mein Gerüst nicht evtl. doch beschädigt habe, mein Zirkonoxid dies mit einer Umwandlung versucht hat zu kompensieren, dann wird der Heilungsbrand diese Schutzmaßnahme der Keramik wieder rückgängig machen. DIE FOLGE IST, DER RISS KANN DORT WEITERMACHEN, WO ER AUFHÖREN MUSSTE, NÄMLICH BEIM WACHSEN !!
Fazit: Wenn Du Dein Gerüst nach dem Sintern nicht mechanisch verändert hast und dadurch den Heilbrand nicht brauchst, LASS IHN WEG. Wenn Du nicht sicher bist, dass sich das Gefüge nicht evtl. doch verändert hat, DANN LASS IHN AUCH WEG, weil er ggf. noch mehr schaden könnte! Einfach einen Heilbrand hinterher machen und alles wird gut??? Die Frage könnt Ihr jetzt selber beantworten.
Worauf will ich hinaus? Ihr müsst die Werkstoffe und ihre dahinter stehenden Prozesse verstehen, wenn Ihr damit erfolgreich arbeiten wollt. Das kann u.a. auf die Chipping-Thematik bezogen werden aber auch auf alle anderen Werkstoffe, mit denen wir arbeiten.
Ich wünsche Euch noch einen schöne, restliche Woche,
OlBO
Der Dentalmarkt ist mittlerweile ein Swinger-Club. Jeder mit jedem und doch nicht richtig ! (OlBo 2009)

