Servus,
hat jemand schonmal beim Gießen im Tiegel Muffelvlies eingelegt, um den Tiegel "zu schonen"?
Ich habe das noch nie so gesehen.
Denke, dass das Vlies beim erhitzen in die Legierung gelangt und diese Blasen beim keramischen Brand verursacht.
Was könnte noch ein Problem sein?
Habe bereits Brennprogramme und Ausarbeitungstools gecheckt und verändert.
Auch das Al2O3 ist OK.
Vielen Dank!
Thomas Peter
Ooppss, na das habe ich ja noch nie gehört. Da wird aber wohl am falschen Ende gespart. Das Muffelvlies zersetzt sich doch bei hohen Temperaturen, du siehst doch beim Ausbetten, dass das Vlies nicht mehr so stabil ist wie vorher. Und noch extremer ist die Situation ja im Tiegel mit der flüssigen Legierung, die so mit Sicherheit verunreinigt wird.
ja denke ich auch- irgendwie gibts wohl Probleme mit den Tiegeln.... sie reißen ohne das Vlies. Das vlies ist doch aus Keramik...oder?
Ich kenn das nur so dass manche so einen tiegelhalter aus Metall haben, wenn se beim Gießen verschiedene Tiegel brauches setzen se die fertigen in den halter ein und dass die tiegel dann mit der Basis nicht auf das "kalte" Metall kommen wird da eine Lage Muffelfließ hingelegt, als dämmung oder so.
Meine Meinung: ist völlig unnötiger Quatsch!
unnötiger quatsch ist es sicher nicht, weil sich die techniker beholfen haben, ein häufiges reißen der Tiegel zu umgehen...leider nicht mit dem richtigen basiswissen.
Aber ok, danke.
Was kann noch das Problem sein?
Leg auf keinen Fall Fließ in den Tiegel. Das ist wirklich quatsch!
Nimm mal ein Fließ in die Hand und lass es mal durch die Finger gleiten, da bleiben immer Fasern oder Reste dran hängen. Was glaubst du was mit diesen Fasern passiert, wenn du mit Fließ gießt? Ganz genau! Die sind in der Schmelze und da das Keramik ist bleiben die da auch drin! Das könnte zum Problem werden!
Die häufigste Ursache ist, neben falscher Behandlung beim Beschleifen/Strahlen (nur SCHARFE Hartmetallfräsen und sauberes, neues AlO mit etwa 2Bar, aber das weißt du ja selbst) das zu schnelle hochfahren das Ofens bei Pastenopakerbränden.
Versuchs mal so (hab das auch erst in einem anderen Trööt geschrieben)
generell ist das bei allen Legierungen empfehlenswert:
Pastenopaker:
Vortrocknen 2 besser 3Min
Hochfahren 4Min!!!!!!
Trocknen 2Min
(ich weiß Zeit ist Geld aber besser ist es!)
Pastenopaker enthalten Glycerine und andere Schweinerein damits länger feucht bleibt und sich besser auftragen lässt. Die Vortrockenzeiten der Herstelleranleitungen sind oft sehr knapp oder zu kurz bemessen. Dann schauen sich die Glycis durch die Blasen nach dem 2.Dentinbrand mal wieder die grosse Weite Welt an. Also hoch mit den Trockenzeiten. Ist übrigens nicht zwingend das die Blasen bis auf das Metall reichen. Manchmal können die dann eben aus dem Opaker kommen und dann kann noch eine Deckschicht vorhanden sein!
Weiteres Problem könnte eine verunreinigte Säure sein, falls du überhaupt eine benutzt?! Bei NEM ja nicht grad Standard.
Desweiteren sollte der Oxidbrand immer etwas höher sein (5-10°C) als alle anderen Brände und die Pastenopaker- mindestens so hoch wie die Folgebrände (vor allem wichtig bei hohen Schulterbränden) am besten auch 5°C drüber, sicher ist sicher.
Tja was noch? Am besten nur Neumetall vergießen oder die alten Gusskegel wenigstens gut abstrahlen und abdampfen!
Ab und an ein Ofenreinigungsbrand kann auch nicht schaden. Mach ich etwa alle 4-5 Wochen. Am besten mit den Brennguthaltern und den Halterpins! Wenn nicht genug Platz ist kannste das ganze Gerümpel auch alternativ in den Vorwärmofen schmeißen und auf 1200 Grad hochziehen etwa 20 - 30min.
Sonst fällt mir erstmal nichts mehr ein!
Viel Erfolg, Ceramix
[bearbeitet von Ceramix am 30.03.2007 um 17:58 Uhr]
Ach ThomasPeter, kann dich hier auch nochmal auf diesen Trööt verweisen:
Sparte: Keramik
Abplatzungen bei NEM
ist von mir, anderes Problem aber...
Der Bredent Bonder ist wirklich klasse! Von Girrbach haben wir den auch bekommen, ist das gleiche Zeug so weit ich das beurteilen kann allerdings in Spritzen. Der von Bredent ist in einem großen Keramikgefäß, da sich Pastenopaker entmischen ziehe ich den großen Pott vor. Kann man besser durchmischen und ist außerdem viel mehr drin. Vielleicht hilft der dir auch weiter, achte aber drauf ob der für dein NEM geeignet ist!
Danke nochmal an alle die mir da geantwortet haben! Auch hier gilt natürlich hoch mit der Trockenzeit, sind auch jede menge Glycis drin!
[bearbeitet von Ceramix am 30.03.2007 um 18:17 Uhr]
Admin: Bitte die Linkfunktion
nutzen.
Habe den Link angepasst.
[bearbeitet von Admin am 01.04.2007 um 13:28 Uhr]
Ja danke,
also die Ausarbeitungswerkzeuge, Strahlsand usw hatte ich schon gecheckt. Ich denke es liegt zu größten Teil an dem Vlies. Allerdings ist die Sache mit dem Glycerin sehr interessant- danke für den Tip!
Generell ist es etwas schwierig alle Materialien wie Bonder usw in China zu bekommen.
Thx
Thomas
Na sowas, hab ich in Erdkunde gefehlt?? Wußte nicht, dass Thüringen in China liegt. ![]()
Glycerin hat übrigens einen Siedepunkt von 290 Grad, da dürfte also, egal wie man brennt wenig davon übrig bleiben. Der Schmelzpunkt liegt übrigens bei 18 Grad, könnte also durchaus sein, dass man hier schnell mit "halbgefrorenen" modelliert. Denkbar ist vielleicht, dass das gefrorene Glycerin kleine Eiskristalle bildet, und sich dort keine Keramikpartikel in der Modellation befinden. Beim brennen verflüchtigt sich das Glycerin, wodurch ein Hohlraum entsteht.
Interessant, im Labor aber hoffentlich nicht stattfindend, ist die Reaktion mit Säuren
, also Neacidrückstände mit Glycerinhaltigen Opaker auftragen kann ein absprengen der Keramik verstehbar machen
.
(mal unter Wikipedia nach Glycerin suchen)
Wegen den Muffelfliesfasern im Guß muss man sich wahrscheinlich keinen dicken Kopf machen, zumindest was die Keramikabplatzungen angeht, denn wenn die Fasern den NEM Guß stabil überstanden haben, dann werden sie sich wohl kaum im Keramikofen verflüchtigen.
Wenn sich was verflüchtigen kann, dann kam es nach dem Guß auf das Metall oder bei der Modellation in die Keramik.
Danke Doc, die Daten hatte ich auch noch nicht alle nachgeschlagen. Spielt aber eigentlich auch keine Rolle, wann die Glycerine in den gasförmigen Aggregatzustand wechseln, da es ja, wie schon von Dir geschrieben auf alle Fälle weit vor der Verglasung der Keramik passiert. Nur sollte man schaun das sie langsam ausdampfen und nicht schlagartig verdampfen.
Das vom Glycerin letztendlich nichts überbleibt, davon bin ich auch überzeugt. Wenn man den Opaker allerdings nicht richtig austrocknet, was in der kurzen Zeit nicht immer perfekt passiert (also Trocknungszeit ein zwei Minuten hoch!) kann es eben passieren, das sich noch Rückstände in der Opakerschicht befinden, die dann viel zu schnell erhitzt werden und eventuell Mikroblasen in der noch ungebrannten Opakerschicht bilden. Es kann dann sein, dass es ein zwei Brände dauert, bis diese an der Oberfläche auftauchen. (Laßt die trockenzeit doch mal ganz weg für einen Extremversuch! Natürlich bei einer Versuchskrone, hübsch oder?)
Die Sache mit den Eiskristallen also vielmehr Glycerinkristallen könnte (rein chemisch gesehen) sogar zutreffen. Doch ich bezweifle, das es dadurch zu Störungen kommt. Da wir früher mit einem Bonder (also Glycerinhaltigem Pastenopaker) gearbeitet haben den man, nach Empfehlung des Herstellers im Kühlschank lagern sollte und wir den des öfteren auch mit etwa 8°C auftrugen, ohne Probleme! Desweiteren denke ich das sich der Opaker spätestens auf der Pinselspitze auf Zimmertemperatur erwärmt hat. Und scheiße, im Keramikraum ist es selbst im Winter bei geöffneten Fenstern und laufender Klimaanlage wärmer als 18°C.
Wegen jedweder Fremdkörper im Guss mache ich mir allerdings schon Gedanken! Ich denke das man da so sauber und perfekt arbeiten und gießen sollte wie es geht. Was machen die Fasern mit dem WAK an den betroffenen Stellen? Wie verhält sich die Keramik an den evt. entstehenden Kontaktstellen an der Oberfläche und wie das Metall das zum Beispiel bei Vollgusskronen (oder auch an evt. modelierten Girlanden o.ä.) mit Fasern an der Oberfläche verschmutzt ist. Kann dies Belüftungselemente fördern oder Galvanische Elemente begünstigen?! Also ich mach mir wegen so etwas immer einen dicken Kopf. Mit Abplatzungen hat das sicher aber weniger zu tun. Da stimm ich dir zu!
Gruss, Ceramix
ich denke die fasern können störungen an den korngrenzen verursachen, kohlenstoffeinlagerungen hervorrufen und somit zu co2 austoßung führen....aber wie auch immer...danke für die tipps....
... und was ist, wenn man sich einfach an die Verarbeitungsanleitung hält ?
Zum Pastenopaker. Ich halte das Gerüst immer mal wieder kurz in den Keramikofen, und riffel es fast ständig ganz leicht. . Sollten sich Blasen bilden, werden sie dadurch sofort zerstört. Dauert unter einer Minute.
[bearbeitet von RW am 06.04.2007 um 10:43 Uhr]
verarbeitunganleitung- leider nicht immer so leicht lesbar für einen chinesen.
..... und wenn sich jeder an die verarbeitungsanleitung 1:1 halten würde, hätte erstens keiner mehr zeit was hier zu schreiben, weil er durch überstunden gequält würde zweitens könnte jeder Zahntechniker sein, 3. könnte man den threat "trouble shooting" schließen
generell kann man alles richtig machen- trotzdem treten immer wieder fehler auf, weil ganz einfach zu viele parameter mit einspielen, die oft garnicht exakt kalkulierbar sind..... oder wißt ihr 100% ob euer thermometer im ofen stimmt? Der Strahlsand absolut rein ist? ..... Tschernobyl dicht ist?
aber danke für die anregungen
...und das soll ich dir glauben ?
..kannst du- mußt du aber nicht!
![]()
........also falls ihr Applatzungen von Keramik, oder Blasenbildung beim NEM habt, lasst es mich wissen, hier wird dir geholfen! LG
Hallo Zusammen,
Blasen in der Keramikmasse können unter anderem, und das ist heute sehr häufig der Fall, auch durch eine überhitzte Legierung verursacht sein.
Das passiert bei den heutigen NEM Legierungen (als Beispiel) sehr schnell da die Legierungen mehr nach unseren Bedürfnissen ( möglichst niedriger WAK,niedriger Schmelzpunkt,leicht zu bearbeiten) modifiziert wurden.
Eine Nem-Legierung am besten sobald sie eine Kugel bildet und glasig wird abziehen.
Man erkennt eine Überhitzung an rauen Oberflächen,Fähnchen und "pickeligen" Oberflächen.
Lieben Gruß
[bearbeitet von Spezialistin am 12.07.2007 um 13:15 Uhr]
Blasenbildung bei EMF kommt sehr oft durch Bearbeitung mit Steinen, die doch nicht so sauber sind, wie die Hersteller versprechen... Also Metall immer mit Fräsen bearbeiten.. An der "falschen" NE Legierung kann es natürlich auch liegen.. Namen nenne ich jetzt keine, sonst bekomme ich Ärger... Auf den Waschzetteln steht leider nur immer die Prozentzahl drauf und nicht der Reinheitsgehalt der einzelnen Komponenten...Und der ist sehr sehr wichtig....
[bearbeitet von Thorsten am 05.03.2008 um 07:23 Uhr]
"Suche nicht nach einem Hindernis. Es könnte keins da sein" (Kafka)
Zu Eingangspost(...2007); Tiegelschutz gibts z.B von Bego oder Fino in flüssiger Form.
Der Grund der Blasenbildung kann vielleicht an den Schleifmitteln und dem unzureichenden Abstrahlen, entweder aus Nachlässigkeit oder aus Vorsicht, vor dem Oxidieren oder vor dem 1. Opaquerbrand, liegen
Gruss, jwh
muffelflies im gusstiegel?
so einen blödsinn hab ich ja seit der wasserstrahl-biegezange, froschhaar-pinseln und dem goldmagneten nicht mehr gehört!
und was die abplatzungen der keramik bei NEM gerüsten betrifft:
RTFM !
- tiegel vorwärmen
- nur NEUES material vergiessen
- schmelze nicht überhitzen
- scharfe fräsen benutzen, die NUR für NEM verwendet werden
- sauberen strahlsand verwenden
- bredent bonder ist sehr gut (gleicht den WAK wer an!)
- keramik ofen mal kalibrieren (lassen)
- langzeit-abkühlung!
...dann klappt das auch mit dem verblenden!
...
Ceffe
ganz genau meine meinung,besonders was den bredent bonder cerabond betrifft
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[bearbeitet von Admin am 23.06.2008 um 01:24 Uhr]
Verarbeite ausschliesslich NEM.
Bei Zweifeln am Bredent-Bonder bezgl. der Abplazter, mache man den Test und werfe eine "gewashte" und gebonderte Krone ins kalte Wasser.
Der Bonder bleibt auf der Metalloberfläche, jeder Wash fliegt da mit weg.
Zum WAK-Ausgleich bei divergierenden WAK-Werten - nur zu empfehlen ! !
Seit 1977 brenne ich Keramikmassen auf EMF (NEM), und zwar mit Erfolg, ich mach´s heute noch.
Hab noch nie einen Bonder gebraucht, kostet auch nur Geld, und ob er was bringt?
Ich mach einen Oxydbrand bei 1040 °C und einen Washbrand ( Opaquer dünn) bei der gleichen Temperatur je 1 Minute ( den Wash unter Vakuum) und dann normal weiter!
Das ist hier aber keine Arbeitsanweisung, jeder macht das auf eigene Gefahr!
Mit freundlichen Grüßen
Buchmacher
[bearbeitet von Buchmacher am 22.06.2008 um 18:22 Uhr]
Warun denkt hier keiner an das Gerüst ??? Arbeite in meinem Labor sit ca.
8Jahren mit EMF-Legierungen verwendete auch Bonder ,heute nicht mehr,Zeit und Matreialkosten ,alles nur Qutasch .
Wichtig ist hier:
Guß(Anstiften,Vorwärmthemperatur,sowie auch Haltezeit)
Abstrahlen nur mit sauberem Strahlmittel
Ausarbeiten nur mit Hartmetallfräsere und auch nur für diese Legierung
Das allerwichtigste in verkleinerter Kronenform und keine scharfen Kanten .
Denkt auch an das untersützende Gerüst für die Keramik.
Nun viel Spass bei der Arbeit.


