Mapping von Modelle...
 
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Mapping von Modellen bzw. Abformungen

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Onnellin
aktives Mitglied Mitglied
Beigetreten: Vor 6 Jahren
Beiträge: 7
Themenstarter  

Es wurden Komplette Kieferabformungen für eine keramische Versorgung vorgenommen. Leider sind mehrere Zähne nicht gut gelungen, sodass der Abdruck in der Form nicht ausreichend für eine keramische Arbeit ist. (jeweils 2 bis 4 Zähne am OK und UK)

Der Zahntechniker meint, man muss nicht die kompletten Kieferabformungen wiederholen. (Denn bei einer Neuabformung eines kompletten Kiefers ist die Wahrscheinlichkeit, dass einige Zähne wegen Blutungen usw. nicht gut gelingen, immer da ist.)

Es würde seiner Meinung nach auch ausreichen, die Teilabformungen der nicht gelungener Zähne einzeln neu zu machen, und dann die Abformungen bzw. die ausgegossenen Modelle bei dem Scannen der Modelle zusammen zu mappen.

Wie präzise ist so ein Mapping? Kann man damit eine gute Qualität des Models bzw. der Arbeit erreichen?

Kann das jeder Zahntechniker in einer guten Qualität machen oder braucht man dafür neuere/bessere Programme, die nicht jeder Zahntechniker hat?

Oder hat so ein Mapping auch viele Fehlerquellen, sodass eine komplette Neuabformung besser wäre?

Vielen Dank im Voraus !


   
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Dental-Chris
aktives Mitglied Mitglied
Beigetreten: Vor 8 Jahren
Beiträge: 64
 

Grundsätzlich ist das mit aktuellen CAD/CAM Systemen möglich. Habe das auch schon gemacht. Die Ergebnisse hängen aber stark davon ab, welche Zähne wiederholt werden müssen (Stümpfe oder Restzähne) und wie groß die Abweichung beider Modelle zueinander ist. Muss nur ein Stumpf gematcht werden ist das weit aus unkritischer als eine großspannige Brücke zweier Stümpfe, bei der es keine Abweichung geben darf, ohne dass die Passung zum Roulettespiel wird. Das muss aber der Techniker abwägen ob diese Methode sinnvoll ist. Hat derjenige gute CAD Kenntnisse und Erfahrung, müsste er dies einschätzen können. Eine gewisse Fehleranfällikeit hat dieses Vorgehen zwar, allerdings kann diese bei einer kompletten Neuanformung größer sein. Das Matching an sich, ist aber ein gängiges Tool moderner Systeme und wird nebenbei, bei jeder CAD Arbeit angewandt. Bsp: Der erste Scan umfassst grob gescannt den ganzen Kiefer. Danach erfolgt der präzise Scan eines Einzelstumpfs und wird dann in den ersten Scan gematcht.


   
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Onnellin
aktives Mitglied Mitglied
Beigetreten: Vor 6 Jahren
Beiträge: 7
Themenstarter  

Vielen Dank für die Rückmeldung!

Es handelt bei allen nicht gelungenen Zähnen um Stümpfe.

Wie groß die Abweichung beider Modelle zueinander ist: Probleme liegen bei der aktuellen Abformung an den Präparationsgrenzen, die nicht durchgehend gut oder vollständig abgebildet sind.

In einem Fall ist es tatsächlich eine großspannige Brücke aus 2 Pfeilen, die beide wiederholt werden müssen.

In anderen Fällen sind das Pfeile unterschiedlicher Brücken (wo ein Pfeil gelungen ist und der anderer nicht).

Die Frage, ob der Zahntechniker gute CAD Kenntnisse und Erfahrung hat, kann er nicht klar beantworten. Wird also heißen, dass er diese eher nicht hat, traut sich aber, das zu tun und würde es gerne machen.

Ich bin aber sehr unschlüssig, was in dem Fall das bessere Vorgehen wäre. Denn komplette Neuanformung würde den kompletten OK (9 Zähne im OK, die alle Stümpfe sind) und den kompletten UK (12 Zähne, davon 4 Stümpfe) umfassen. Und das ist auch sehr fehleranfällig.


   
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Dental-Chris
aktives Mitglied Mitglied
Beigetreten: Vor 8 Jahren
Beiträge: 64
 

Wenn die Abformung nur an den Präprändern schlecht ist, der Stumpf aber okklusal/inzisal bukkal und lingual gut dargestellt ist, dürfte das Matchen kein Problem sein. Die Übereinstimmungen eines Stumpfes, der zweimal abgeformt wurde ist dann groß genug um den neuen gut abgeformten Stumpf in den ersten Ganzkiefer Scan zu laden. Sollte der Kollege die Software von 3Shape haben, kann er die Abweichungen beim Matchen sichtbar machen und sofort erkennen ob es funktioniert. Denke dass das bei exocad auch funktioniert.

Das Problem ist allerdings, dass der Techniker die Gesamtpassung nur auf dem ersten Ganzkiefermodell überprüfen kann und dann den Randschluss in Endposition nicht an den Stümpfen kontrollieren kann, die gematcht wurden. Das bedeudet er wird die schlecht abgeformten Stümpfe an der Präp etwas radieren müssen, um mögliche Störstellen zu eliminieren. Den Randschluss dieser Stümpfe kann er dann allerdings auf den zweiten (gut abgeformten) Stümpfen kontrollieren. Hoffe das war verständlich 😉


   
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bastler
aktives Mitglied Mitglied
Beigetreten: Vor 17 Jahren
Beiträge: 497
 

.....grundsätzlich ist es sicherlich sinnvoll, eine mehr oder minder tadellose Abformung zu liefern. Klar kann ich es verstehen, wenn das aus vielerlei Gründen schwierig ist, aber da hat eben jeder seine Hausaufgaben zu machen. Du willst ja auch eine gut sitzende Brücke.

Ich habe soetwas schon sehr oft gemacht und immer "Glück gehabt" Vorteilhaft ist es immer, wenn die Stümpfe nicht ganz so glatt sind, dann fällt das einmatchen leichter, da man besser Referenzpunkte findet. Und im Zweifelsfall muß die Brücke eben getrennt und verlötet werden. Bei Zirkon natürlich nicht......

Alternativ kann man ja, wenn man einen guten Draht zum Techniker hat, eine vollanatomische Brücke aus PMMA fräsen lassen, um es zu testen. Patient würde einen guten Eindruck bekommen, wie es dann später aussieht, die Bißlage ließe sich auch prima kontrollieren. Beide Seiten haben nur Vorteile! Kein "stundenlanges " Nachbrennen, weil es dem Patienten nicht gefällt .

Bastler


   
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