Hallo,
ich habe neulich zum ersten mal in meinem Leben NEM verarbeitet. Leider auch die Jungs und Mädels, in dem Labor, in dem ich neu angefangen habe, denn niemad konnte mir so richtig helfen.
Nun meine Frage an Euch:
Ich hatte eine FZ-Brücke mit relativ großen 1er Brückengliedern. Dort entstanden dauernd Lunker. Ich habe die Arbeit letztendlich 3x modelliert. Die gesamte Brücke habe ich mit ausreichend Kühlgitter versehen und mit verlorenen Köpfen angestiftet.
Was habe ich trotzdem falsch gemacht? Liegt es am Gußvorgang selbst? Ich habe mit Flamme gegossen.
Das nächste Prob. war, das sich beim letzten Brand an einer Einzelkrone, die noch dazu gehörte, ein riesen Froschauge bildete. Ich musste die komplette Keramik runterschleifen und von vorne beginnen (kein Prob., hatte ja noch einen halben Tag Zeit
)
Was ist hier schief gegangen? Ich habe sogar gebondert (weiß leider den Namen des Bonders nicht)
Verblendet habe ich übrigens mit Creation Classik.
Danke schonmal für die Antworten.
blue
Hallöchen, guten Morgen
Ich find deine Aussagen witzig, den Namen des Bonders weiß ich nicht, vielleicht ist er von Bredent, Heareus....Junge zuerst einmal: bleib im System. Wenn Herr Geller mit seiner Creation sagt, dass der Bonder (man sollte schon wissen welcher) kompatibel ist, dann kannst du ihn auch erst nutzen!!
Mir kommt es auch vor, dass Du nicht weißt, ob der WAK zur Keramik passt, es gibt auch NEM für einen WAK von ca. 15. Achte bitte das nächste mal darauf. Vielleicht funktioniert deine Legierung aber auch gar nicht mit Gellermassen, aus anderen Gründen, sowas gibt es auch. Ansonsten brenn den Opaker einfach mal 50°C höher drauf, lass den Bonder einfach weg, so hab ich schon einiges erreicht und mach eine langsamere Abkühlung bis ca. 600°C.
Aber nochmals, die Sachen, die du benutzt solltest die zumindest mit Namen kennen... ![]()
Richtig!
Bitte jedes Material beim Namen nennen. Dann kann man Dir auch helfen!!
Ich verarbeite kein NEM mehr.Bevorich bei Teleskopen einen Infarkt wegen der fehlenden Friktion bekomme und ich eine Klemmfunktion hasse.
Bleibe ich lieber bei meiner billigen Pallad./Silber Legierung für7.20 und habe meine Ruhe.....
Kein Bonder.....super Friktion bei TK`s......keine Abplatzer oder Blasen in der Keramik.
![]()
@ dentalfuzzi:
Vielen Dank! Ich hätte nie gedacht, dass mich in meinem ALter nocheinmal jemand mit "Junge" anspricht..... ![]()
Zurück zu meinem Problem:
Ich habe mich wohl ein wenig missverständlich ausgedrückT. Es geht mir weniger um die Verblendungen, als um die Gießtechnik.
Was muss ich beim Gießen (Flammenguß) von NEM beachten?
Ist die Weber StarVest-Soft-3 Tauglich?
Da ich erst seit ein paar Tagen in diesem Labor bin muss ich mich noch ein wenig auf die Materialerfahrungen meiner Kollegen verlassen. Insbesondere was die Produktnamen (Bonder etc.) anbelangt. Nur leider haben auch die noch wenig Erfahrung. Die Probs bei ihnen liegen aber auch eher beim Gießen, als beim Verblenden. Von daher gehe ich ersteinmal einfach davon aus, dass alles zusammen passt. Natürlich werde ich auch dies im Auge behalten, sollten weiter Probs diesbezüglich auftreten.
Aber wie gesagt, ersteinmal geht es ums Gießen.
Vielen Dank vorab und einen Gruß an alle Zahnbastler
blue
Hallo Blueseven,
also um Lunker vorzubeugen, siehe Dich mal hier in der Metallverarbeitung um und entdecke das Gusssystem nach Sabbath. Wenn Gussverzug kein Problem ist, dann empfehle ich gegen Lunker in Zwischenglieder immer noch und wie immer die grossen vierkant Gusskan´¨äle von Belle st. Claire, und nur die !!
That's it, Gruss,
jwh
Hallo Blueseven
Was beim Flammenguss zu beachten ist das du das Metall nicht mit dem Gas quälst. Da das Metall auch NEM schnell die Gase aufnimmt. Dadurch entstehen Lunker und in der Keramik dan Froschaugen.
Probier es doch mal aus, nicht volle kannte die Flamme drauf zu halten sondern mit dem richtigen abstand und dafür etwas länger warten bis das geschmolzen ist. Viele techniker werden immer ein wenig nervös beim Flammenguss und sind dan zu schnell, mit der flamme eindeutig zu dicht dran und haben eine falsche flammeinstellung .
Vielleicht ist das auch der Grund warum dein Opaquer so komisch aussieht?
LG, Linopee
Der Nachteil der Intelligenz besteht darin, daß man ununterbrochen gezwungen ist, dazuzulernen.
( G.B. Shaw )
Der Nachteil der Intelligenz besteht darin, daß man ununterbrochen gezwungen ist, dazuzulernen. ( G.B. Shaw )
Allgemein ist sicher zu beachten das es gerade bei NEM wichtig ist das Metall nicht zu überhitzen,
Zum Bonder.Da habe ich immer unterschiedliche Meinungen gehört.Die,die das Zeug verkaufen sagen er ist unverzichtbar.
Ich persönlich arbeite viel mit NEM und verwende keinen Bonder.
ein vernünftiger Guß,Fräsen zum ausarbeiten (niemals Diamanten ganz wichtig).
Ausserdem mache ich einen Oxydbrand.Auch wenn ich danach nochmal abstrahle,aber nach einem Oxydbrand sollte die Oberfläche die gleiche Farbe haben.Man erkennt evtl. Lunker oder unreinheiten mit Oxyd besser.
Dann washbrand.
Desweiteren verwende ich Pulveropaquer.Bin kein Freund von Paste.
Und der Pulveropaquer von der Vm 13 lässt sich meiner Meinung nach besser auftragen als die schmierigen Pasten.
Hallo blueseven!
Die StarVestSoft3 funktioniert nicht mit NEM, nimm die StarVest ultima, auch von Weber!
joop ![]()
hallo blueseven,
nach vielen Jahren Creation-Anwendung würde ich dir bei EMF-Metallen auch zu einem Pulveropaker raten (zumindest für den ersten Grundmassenbrand). Beim Flammenguss würde ich mir auch etwas Zeit nehmen und das Metall gleichmässig aufschmelzen ohne wie doof draufzuhalten. Oxidbrand würde ich eher als Reinigungsbrand machen und da natürlich nicht höher brennen als die folgenden Brände (und danach gut abstrahlen). Scharfe Fräser sind gerade bei EMF ziemlich wichtig. Probiers mal aus...
Martin
Hinter jeder Ecke lauern ein paar Richtungen
Vielen Dank für die Tipps.
Ich schreibe mir das alles hinter die Ohren und werde es beim nächsten mal beherzigen.
LG blue
Hallo, trotz großer Resonanz möcht ich auch noch meinen Senf dazu beisteuern:
Zum einen möcht ich mich dem Kollegen recht geben, der dir das Gießsystem nach Sabbath nahegelegt hat, bei richtiger Anwendung ist es ein hervoragender Weg zu homogenen und passgenauen Güssen wobei man besonderst bei NEM darauf achten sollte den Zuführkanal eher eine Nummer kleiner und den verlorenen Kopf eine Nummer größer zu gestalten.Außerdem geht er auch sehr detailiert auf den Flammenguß ein. Die neueste Ausgabe seiner "Bibel" bekommst du über Bredent. Sehr sinnvolle Anschaffung (ca 80.-Euronen). Vor allem um sich einige Grundlagen in Erinnerung zu rufen, was ich in regelmäßigen Abständen auch tue, obwohl ich nicht erst seit gestern im Beruf bin.
Frohes schaffen, gruß Carius
![]()
Zu Sabbath ist noch richtig zu stellen, das der "Zuführungskanal" bzw. dessen Kopf dicker und die Spülköpfe kleiner zu wählen sind (entgegen meinem Vorredner)! Hat was mit dem Rückstau der Schmelze zu tun! Bei NEM sollte der Gußkanal im übrigen mindestens 4mm haben! Die Anstiftstelle immer eher dicker wählen, da Schmelze die von einer dünnen Stelle in eine Dicke schießt, wie bei einer Düse Spritzt und herumwirbelt. Das dies nicht vorteilhaft ist, kann sich jeder denken. Deshalb möglichst immer von Dick nach dünn gießen!
Weiter ist es wichtig die Brücke möglichst gleichmäßig 0,5cm vom seitlichen und vom oberen Rand der Einbettmasse zu positionieren! Ein paar "Kühlrippen" an dicken Teilen schaden nicht! Ich habe jedenfalls seit Sabbath keine Probleme mehr. Auch bei NEM nicht.
Und mit der Creation Classic schon gar nicht. Du hast (nach deinen Angaben und meiner Meinung nach) definitiv ein Problem mit deinem Guß oder mit deiner Technik beim Ausarbeiten (nimm scharfe Fräser, kein Diamant oder Stein und mach den Oxidbrand, der schadet nicht). Bei der CC hatte ich bisher weder einen Abplatzer noch eine Blase. Die Funktioniert! Benutze übrigens auch einen Bonder, allerdings nicht irgendeinen!
Gruß, Ceramix
[bearbeitet von Ceramix am 27.08.2009 um 17:21 Uhr]
Bonder ist nicht gut!!
Der Haftverbund ist nur für kurze Zeit besser!
Danach schlechter!!!
[bearbeitet von Armesau am 09.09.2009 um 20:58 Uhr]
Zahntechnik ist tot
Hallo blue, sind deine NEM Probleme noch aktuell ?
Meine Erfahrung im Aussendienst seit 18 J. als Anwendungstechniker haben gezeigt das die meisten ein Problem nicht systematisch lösen. Gerne probieren sie etwas aus oder sprechen mit Kollegen und wenn sie Glück haben klappt es. Fakt ist das jeder Anwender anders arbeitet, andere Materialien und Geräte hat. Daher kommen auch die so unterschiedlichen Aussagen zu Deinem Problem von Kollegen.
Wenn Du noch Hilfe benötigst stehe ich Dir gerne zu verfügung (am besten telefonisch).
Viel Erfolg
Jeder Tag wie ein schon erlebter Tag ist ein verlorener Tag !
Falls noch relevant,
falls nach sabbath nicht funkt,
mit balken gießen,
das metall schmelzen,ohne flussmittel,im Keramiktiegel,
die Oxydschicht darf beim Schmelzen nicht aufreißen!!


