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Brauchen wir eine Gemeinschaft?


Passend zum Thema lese ich gerade in der heutigen Tagespresse:
„Gratis-Viagra für Krankenkassen-Chefs“.
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Kein Scherz!!
M. K.
Das hört sich ja ganz nach Innungsreferat an. Ich verstehe nicht, warum die Innungen an der Einbindung in`s Sozialgesetzbuch V so krampfartig festhalten und den selbstständigen Zahntechnikern Angst machen vor einem freien, selbstregulierenden Markt, in dem jeder Unternehmer seine Stärke unter Beweis stellen kann. Ich persönlich brauche keine regulierenden Vorstände der Innungen um am Zahntechnikermarkt teilzunehmen. Schon wieder läßt der VDZI im innungsfreundlichen `Dentallabor ` verkündigen er werde in neue BEL Verhandlungen mit den Krankenkassen treten. Und zum Schluß des Artikels steht, daß es sich sehr schwierig gestalten wird. Merken die Herren denn noch irgendwas? Wären wir ein freier Beruf, hätten wir das Hauptproblem gelöst und könnten auf einer ganz anderen Basis mit unseren Kunden und deren Patienten verhandeln. Ich erinnere mich zu gerne an 1998 zurück, als wir für kurze Zeit unseren freien Markt hatten. Aber leider wurde das von der Bundespolitik und unseren Standesvertretern zu nichte gemacht. Deshalb benötigen wir mehr frei denkende Zahntechniker um dieses elementare politische Ziel zu erreichen. Mit den alten und erstarrten GKV Denken werden wir in Zukunft immer weiter verkümmeren und anderen das Feld der Zahntechnik in Deutschland überlassen.

Gruß Chrisdent
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Momentan überschlagen sich für mich die Ereignisse im Forum. Aus diesem Grund möchte ich nicht versäumen, ein neues Thema zu eröffnen.
Wieder ist es Buchmacher, der mit seinem Beitrag unter „Planzeiten“ Anlass dazu gibt.

 

Zitat:
am 06.08.2008 um 16:41 schrieb Buchmacher:

Schlussfolgerung: Einige, möglicherweise die Mehrheit von uns, sind der Meinung, die zahntechnischen Verbände ( ob VDZI, Innungen usw.) tun nichts und deswegen muss man da austreten!
Nun gut, aber ich gebe nach der Erfahrung die ich hier machen musste Folgendes zu bedenken;
Wenn das, was sich in diesem Forum, speziell bei diesem Thema abgespielt hat, repräsentativ für die Zahntechnik in Deutschland ist, ja was sollen dann die Vorstände er Verbände tun, denn die Innungen usw. das sind wir, die Vorstände führen nur das aus was wir wollen.
Aber was wollen wir denn eigentlich?

Buchmacher

 



Wenn das Geld von den Patienten unserer Kunden keine Rolex spielt, dann wären einige hier die Könige unter uns Zahntechnikern, was nicht ausgeschlossen ist. Die Mehrzahl aber von uns träumen nur von dem maximalen Einsatz ihrer Fähigkeiten, wo das Geld kein Thema ist. Alles darunter, vor allem die verhassten Innungen mit ihren Kassenleistungen über BEL abzurechnen, kann nur des Teufels sein.

In der deutschen GKV stehen pro Versicherten Jahr 15% (Beitragssatz KV) * 25.000 € (Durschnittsverdiener pro Jahr) * 8% (Anteil der Zahnmedizin an den Gesamtausgaben der GKV) = 300 € für alle Zahnarzt Ausgaben incl. Labor zur Verfügung. Und etwa 2/3 aller Deutschen können dazu keine hohen Zuzahlungen aufbringen, selbst wenn sie es wollten. Für diese muss es also reichen und- wer hätte es gedacht- reicht es auch.

Glauben wir Zahntechniker allen Ernstes, wir wären so wichtig, wenn es um das Ganze geht?

Unsere Branche ist in dem solidarischen Gesundheitssystem eingebunden und wer glaubt, so mir nix dir nix > einfach so, ohne größeren Aufwand und dazu noch im Alleingang rauszukommen, der träumt wie ein Lottospieler vom 6’er!

Michael Kohlhaas

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Hallo Chrisdend

Gut, dass du darauf aufmerksam machst, dass es nicht nur den VDZI gibt.

Natürlich finde ich auch den Gegenpol zum VDZI, nämlich den FVZL sehr interessant. Bei meinen persönlichen Überlegungen bleibt dieser Gegenpol nicht außer Acht und bin der Meinung, dass er ebenso seine Daseinsberechtigung hat. Jeder muss sich seine freie Entscheidung gründlich überlegen. Mir würde ein Mix aus beiden Vereinigungen am besten gefallen, denn dann brauchte ich keine endgültige Entscheidung zu treffen.

Gruß
M. K.
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Der FVZL ist ein reiner berufspolitscher Verband, der sich in erster Linie zur Aufgabe gemacht hat das Zahntechnikerhandwerk in den freien Markt zu führen. Wir sind keine öffentliche rechtliche Körperschaft, wie es die Innungen sind. Desöfteren ist der freie Verband mit den Innungen in Verbindungen getreten, um konstruktive Gespräche anzustreben. Jedoch vergeblich, die Innungen waren nicht interessiert mit dem FVZL
zusammenzuarbeiten. Scheinbar geht es den Innungsbetrieben so gut, daß sie es nicht nötig haben. Das nur zur Info, weshalb ich nicht gut auf die Innungen zu sprechen bin.

[bearbeitet von Chrisdent am 07.08.2008 um 09:19 Uhr]
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Hier ein Link, der alles verdeutlicht und den ich kommentarlos einwirken lassen möchte

www.hwk-os-el.de



[bearbeitet von Chrisdent am 07.08.2008 um 09:56 Uhr]
[bearbeitet von Chrisdent am 07.08.2008 um 09:58 Uhr]

Edit: Bitte Link-Funktion benutzen. Danke
[bearbeitet von Thorsten am 07.08.2008 um 13:26 Uhr]

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Chrisdent, keine Frage, 1998 war in der 2ten Hälfte wieder ein recht normales Geschäftsjahr und so hätte es weiter gehen können. Die Rückkehr in das BEL hing aber weniger mit der Einflussnahme des VDZI sondern viel mehr mit dem Wunsch von Sozialpolitikern zusammen die Bevölkerung vor einem freien Markt zu schützen. Darum wurden die 98iger Regeln wieder aufgehoben. Das der VDZI diesen Rückschritt begrüßt hat hängt eher mit der damaligen schlechten wirtschaftlichen Lage vieler Betriebe zusammen von denen ein Teil auch in der Innung vertreten war.

Hier hat sich gerächt, dass die Zahntechniker so wenig Einfluss auf die Gestaltung der politischen Rahmenbedingungen haben.

Jedoch nutzt es nichts, sich mit der Vergangenheit auseinander zu setzen, vielmehr sollten wir in die Zukunft sehen und jeder für sich versuchen das Beste aus den heutigen und zukünftig zu erwartenden Umgebungsbedingungen zu machen. Ob man das im Rahmen der Innungsmitgliedschaft macht, oder auf sich allein gestellt macht meines Erachtens wenig Unterschied. Unternehmer ist jeder für sich und das nimmt einem niemand ab. Leider habe ich oftmals das Gefühl als wenn mancher darauf wartet das es einen großen Knall gibt und frühere Verhältnisse zurückkehren. Das wird definitiv nicht geschehen.

Die Rahmenbedingungen werden sich im Gegenteil noch verschärfen. Und zwar im gleichen Maße wie die Einnahmen der GKV zurückgehen. Ein Ausstieg aus der dem SGBV muss politisch durchgesetzt werden und da sehe ich die Krux. Politik richtet sich nach den zu erwartenden Verhältnissen der kommenden 10 Jahre, sondern nach der laufenden Legislaturperiode. Was danach kommt steht auf einem anderen Blatt. Die 98iger Regelung hat der CDU viele Wählerstimmen gekostet und das Risiko geht sicher kaum eine weitere Regierung ein.

Ich bin für die freie Gestaltung unserer Preise, für freies Unternehmertum ohne Einschränkungen ob, was oder wie wir abrechnen. Für die Fall bezogene Abrechnung und den Wegfall der restriktiven Eingriffe durch die KZV. Um das zu erreichen brauchen wir jedoch sowohl einen Verband der uns vertritt, als auch eine politische Konstellation die bereit ist das auch umzusetzen.

Eine Bremse für die Unterschreitung der BEL-Preise ist die Einbindung in das SGBV keinesfalls. Auch wenn viele Kollegen das hoffen. Die entsprechenden Anzeigen in den einschlägigen Zahnärztezeitungen sprechen eine eigene Sprache.

Olaf
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Trigeminus, teilweise gebe ich dir recht. Nur wenn die BEL das Maß der Dinge ist, an denen sich unsere Kunden ( vor allen die Helferinnen ) orientieren und meistens Regelversorgung oder gleichartige Versorgung auf den Auftragszetteln angekreuzen, ist es schwierig die andersartige Prothetik zu verkaufen, obwohl es in sehr vielen Fällen möglich wäre. Schon alleine diuch die Festzuschußregelung sehe ich keinen Sinn diese Einbindung ins Sozialgesetz. Man sieht doch schon seit geraumer Zeit, dass die privaten Versicherungen in Zukunft auch nur den nach BEL abgerechneten Zahnersatz bezuschussen. Andererseits die ewigen Werbungen der gesetzlichen Krankenkassen für Auslandszahnersatz. Diese Auswucherungen können nur durch ein staatlich reglementiertes System, wie wir es haben, entstehen. Ich sehe nur Vorteile in einem freien Markt, auch wenn die Preise zunächst in Keller gehen sollten. Aber jeder unternehmerisch denkender Kollege wird bestimmt seinen Weg finden und den erfolgreich und hoffentlich ertragreich gehen.
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Die Politik redet immer nur von den geldlichen Defiziten der GKV’en. Dann stopfen sie die Löcher, in dem sie die Versicherten und die Leistungserbringer in die Verantwortung nehmen. Aber fragt sich dabei mal einer ob das, was die Krankenkassen da so treiben alles in Ordnung ist? Die blähen sich intern auf und verschleudern viel, viel Geld und finden dafür immer eine Rechtfertigung zulasten aller im Gesundheitswesen beteiligten.

M.K.
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Durch die Einführung des Gesundheitsfond im nächsten Jahr schreien die Krankenkassen bereits nach mehr Personal um die zusätzliche Arbeit zu schultern. Wenn die anfänglich kurzfristige Mehrarbeit erledigt sein wird, wird es bestimmt keine Entlassungen bei den Krankenkassen geben. Bei den Zahntechnikern sind in den letzten 3 Jahren 30.000 Zahntechniker entlassen worden ( das juckt doch keinen Politiker oder Krankenkassenfunktionär). Die durchschnittlichen Krankenkassenbeiträge werden durchschnittlich auf
15,5 % steigen. Ich frage mich, wo kommen denn die Mehrbeiträge wohl an, bei den Leistungserbringern jedenfalls nicht. Warum können wir uns nicht bei ausländischen Krankenversicherern absichern, wo doch gerade die einzelnen Krankenversicherungen die Globalisierung proklamieren.
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Prima Vorschläge, aber wer setzt sie durch?
BM
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